Montag , 25. September 2017
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Island – Tanzen auf den Vulkanen

Willkommen in einer anderen Welt

Island mit einer Fläche von 103.000 qkm und einer Bevölkerung von ca. 224.000 Einwohnern ist ein Land voller Geheimnisse, Überraschungen und beeindruckenden Naturerlebnissen.

Man fühlt sich manchmal in dieser Vielfalt von archaischen imposanten Vulkan-und Gletscherlandschaften, kargem Hochland, traumhaft tosende Wasserfällen, bizarren Küstenstreifen, heißen Quellen, brodelnder, dampfender Erdlöchern und Schlammtöpfen oder meterhoch sprühende Geysiren, an die Urzeit der Erdentstehung erinnert.

Wohl keine Insel der Welt bietet mehr Natureindrücke in allen Facetten als Island, die jährliche tausende von Touristen aus aller Welt anzieht. Der Reichtum des Landes ist seine diverse Natur. Die Isländer verstehen perfekt, auf ihrem Vulkan zu tanzen. Die Erdenergie wird über hochmoderne Thermokraftwerke in Strom umgewandelt, das heiße Wasser wärmt Schwimmbäder und Grotten, Straßen und Häuser in den Dörfern bzw. Städten, die Lava wird als Baumaterial zweckmäßig eingesetzt.

Im Süden der Insel findet man überwiegend ausgedehnte Weiden mit teilweise breiten, schwarzen Stränden, an denen sich die tosende weiße Gischt der Meereswellen bricht. Dahinter die größten faszinierenden und immer noch unter dem Eis aktivsten Gletscher Islands und Europas, deren schwarz versandeten Zungen teilweisebis fast zum Meer vorrücken, die dann riesige zusammenhängende Schwemmlandebenen bilden. Weiter westlich erkennt man eine relativ fruchtbare Graslandschaft, die intensivst agrar-technisch genutzt wird. In dieser Gegend ist der Übergang vom flach geprägten Küstenstreifen zum Hochland sehr schroff ausgeprägt.

Wegen der sich immer stärker expandierenden Reykjavik-Region ist der Westen der Insel der am dichtesten besiedelte Teil Islands. Trotzdem erlebt man hier sehr unterschiedliche Landschaften. Im Norden liegt die Halbinsel Snaefellnes- auch das kleine Island genannt- die wie ein dürrer Finger ca. 80 km weit in das Meer hinaus reicht…

Nördlich der Hauptstadt ändert sich das Landschaftsbild: bemooste, alte Lavafelder, riesiges Weideland, Moorflächen und einige kleine Waldareale wechseln sich hier ab. Aktiven Vulkanismus gibt es hier nicht mehr. Nordisland ist geprägt durch unterschiedliche Fjordlandschaften, die weit in das Landesinnerer hineinragen.

Im Osten Nordislands dampft und zischt es dagegen an mehreren Stellen. Zum Beispiel rund um den Myvatn- See köcheln und sprudeln Schlammtöpfe vor sich hin. Ganze Bergzüge leuchten teilweise in beeindruckenden Gelb-und Orange-Tönen und geben das Bild einer Mondlandschaft ab. Dagegen wirkt der See selbst mit seinen farbenprächtigen grünen Inseln, seinen Buchten und seinem schillernden Vogelparadies wie eine Oase der Ruhe und Langsamkeit.

Foto: Axel Ehrhardt

Dreiviertel der Insel zählen zum sogenannten Hochland: weit, karg, einsam. Dies sind alle Gebiete, die höher als 200 m liegen. Fast menschenleer faszinieren diese in Europa einmalige Regionen mit ihren archaischen Landschaften. Wohin man blickt breitet sich eine überragende Wildnis, mit teilweise reißenden Flüssen, trostlosen Wüsten, schroffen Berggipfeln, farbenprächtigen Gebirgszügen, heißen Quellen, tiefen Schluchten bzw. versteckten Tälern und diversen Spuren von aktivem und erloschenen Vulkanismus aus.

Wer Island bereisen und entdecken will, sollte sich als Einsteiger- Rundreise auf der gut ausgebauten Ringstraße rund um die Insel bewegen, über die sich mehr oder weniger die wesentlichen Höhepunkte der Insel anfahren und besuchen lassen.
Um sich ein Auto zu mieten, empfiehlt sich www.billiger-mietwagen.de, der sich in Deutschland bereits buchen lässt und direkt am internationalen Flughafen Keflavik übernommen werden kann. Das Preis-Leistungs- Verhältnis im Rahmen der einzelnen gut geschnürten Versicherungspakete ist in sich stimmig, die Abwicklung insgesamt sehr kunden-bzw. service-orientiert. Für eine ersten Übernachtungsstop eignet sich das BASE HOTEL BY KEFLAVIK AIRPORT, nicht weit vom Flughafen entfernt.

Startpunkt ist die Hauptstadt Reykjavik, mit seinen ca. 120.00 Einwohner. Man sollte sich die Stadt als Ausklang der Rundreise aufbewahren und zuerst in Richtung Golden Circle, „Goldener Ring“, aufbrechen. Die erste ca. 250 km lange Teilstrecke bietet bereits die ersten Höhepunkte der Rundreise. Von geschichtlicher Bedeutung ist der 1928 gegründete Nationalpark Thingvellir („Versammlungsebene“, der seit 2005 zum UNESCO-Welterbe gehört.

Foto: Pixabay.com

Hier fanden von der Ausrufung des Freistaats im Jahre 930 bis zur Gründung der Republik Island 1944 alle wichtigen historischen Ereignisse statt. Somit ist dieser Ort im Selbstverständnis der isländischen Bevölkerung der bedeutendste Platz des Landes überhaupt.
Hier driften u.a. die eurasische und amerikanische Kontinentalsplatte auseinander. Bei einem kurzen Spaziergang bietet sich die Möglichkeit an, sprichwörtlich mit einem Bein in Europa und mit einem anderen in Amerika zu stehen. Weiter geht es in das berühmte Geothermalgebiet der Geysire. Die heiße Springquelle Stroktur, der alle 5-7 Minuten zum Ausbruch kommt, schießt eine bis zu 25 m hohe Fontäne in die Luft-eine Herausforderung für jeden Fotografen. In der Nähe befindet sich der Gulfoss, ein beeindruckender „Goldener Wasserfall“, der über 32 m in zwei spektakulären Kaskaden in eine enge Schlucht des Gletscherflusses Hvita stürzt. Entlang der Südküste kann man schon von der Ringstraße den sechstgrößten Gletscher Islands erkennen, den Eyjafjallajökull. Unter dem Eis verbirgt sich ein aktiver Vulkan, der 2010 zu letzten Mal ausgebrochen ist. Die gewaltigen und riesigen Aschemengen, die er bei seinem letzten Mal in den Himmel schleuderte, legten tagelang den Flugverkehr über Europas Himmel lahm. Zwischen dem Eyjafjallajökul und den Gletscherzungen des Myrdalsjökull stürzt der 25 m breite Skogafoss in die Tiefe.

Hier lieg idyllisch das nur mit 12 Zimmern ausgestattete stilvolle HOTEL SKOGAR das zur Übernachtung einlädt. Besonders romantisch sind die Zimmer mit einem unvergesslichen Blick auf den tobenden Wasserfall. Kulinarisch lässt sich der Tag mit einem Abendessen auf der hoteleigenen Terrasse ausklingen, die direkt einen einmaligen Blick auf den Wasserfall zulässt.

An grünen Wiesen und Tälern geht es nach Vik I Myrdal. Vik I Myrdal ist der südlichste Ort Islands, dessen 300 Einwohner hauptsächlich im Sommer vom Tourismus und Handel leben. Vik besitzt keinen Hafen, dafür aber die schönsten Strände des Landes, besonders wenn die großen Wellen schäumend auf den schwarzen Sand rollen. Tausende von Seevögel nisten und leben hier, wie z.B. der Eisturmtaucher oder die Küstenseeschwalben in der Umgebung des Vogelfelsens von Kap Dyrholaey.

Vom Vogelfelsen und dessen Leuchtturm, dessen Wände bis zu einer Höhe von 120 m steil emporragen, bietet sich ein grandioser Ausblick auf die schwarzen Strände und das gewaltige Felsentor, das die Brandung in Jahrtausenden geschaffen hat.

Wenige Kilometer hinter dem Ort erhebt sich der 700qkm große Myrdalsjökull. Seine Eiskappen bieten einen spektakulären Anblick. Darunter liegt die Kitta, ein Vulkan, dessen Ausbrüche in ganz Island gefürchtet sind. Denn diese schmelzen riesigen Mengen des Gletschers, wodurch sich gigantische Wassermassen über die gesamte Südküste ergießen können. Fährt man auf der Ringstraße weiter, so überquert man die Schwemmlandebene Skeidaradandur und trifft auf die sehenswerte Gletscherlagune Jökulsarion. Als Folge des Rückzuges der Gletscherzungen, die noch von 100 Jahren bis fast an das Meer reichten, diese sich aber mittlerweile bis zu 3 km zurückgezogen haben, bildeten sich Gletscherseen wie z.B. der Jökulsarion gebildet. Hier lässt sich imposant beobachten, wie die immer wieder abgebrochenen Eisbrocken des Gletschers Vantnajökull in den ca. 200 m tiefen Gletschersee Jökulsarion stürzen und dann über einen kurzen Fluss in das Meer treiben. Da der Fluss ein Nadelöhr bildet, stauen sich teilweise die einzelnen Eisberge und bedecken somit oft fast die ganze Oberfläche der Gletscherlagune. Faszinierend dabei sind die unterschiedlichen Farben und Formgestaltungen. Mal sind sie leuchtend blau, mal wieder strahlend weiß. Einige weiße Eisberge enthalten schwarz schimmernde Bänder, die aus Vulkanausbrüche als eingelagerte Ascheschichten resultieren. Es ist ein einzigartiges, arktisches Erlebnis. Mehre Filme wurden hier gedreht: James Bond durfte gleich zweimal Gangster jagen, in „Im Angesichts des Todes“ bzw. „Stirb an einem anderen Tag“.

Höfn lautet der Name eines kleinen Ortes auf einer Landzunge im Hornjord. Der Ort mit seinen ca. 1700 Einwohner, dessen Name schlicht „Hafen“ bedeutet, ist das Versorgung- und Verwaltungszentrum für die Gemeinden des Südostens. Hier spielen neben Fischfang- und Verarbeitung auch der Tourismus eine immer wichtigere Rolle. Landesweit geschätzt wird hier der Hummer aus Höfn.

DAS HOTEL EDDA HÖFN, besticht durch seine reizvolle Lage direkt am Meer. Die Zimmer mit Meerblick sind komfortabel ausgestattet und auf der Hotel-Terrasse, mit direktem Blick auf das Meer mit seiner weiten Bucht und die grandiose Gletscherlandschaft des Skaftafell und Vatnajökull lässt es sich bei einem romantischen Sonnenuntergang träumen und angenehm entspannen.

Wer die Ringstraße in Richtung Osten der Insel weiterfährt, erreicht das idyllische Dorf Djupivogur, geschützt in einem zerklüfteten Fjord gelegen. Alte Häuser und ein kleiner Jachthafen prägen das Bild des über 400 Jahre alten Handelsplatzes, dessen Bewohner noch heute überwiegend vom Fischfang leben. Im kleinen Hafen drängen sich die Motorboote und bunte Kutter der Fischer. Im Sommer leben hier in dieser Gegend unzählige Vögel, die zu interessanten ausgewiesenen Vogelbeobachtungen einladen.

Rund 2300 Einwohner leben in Egilsstadir, einem Ort, welcher in einem landwirtschaftlich genutzten Tal liegt und in erster Linie als Verkehrsknotenpunkt dienst und sich als Dienstleistungszentrum in der Region entwickelt hat. Hier hat das staatliche Forstamt Island seinen Hauptsitz. Südwestlich der Stadt erstreckt sich über rund 25 km Länge der sehenswerte, schmale See Lagarfljot, der von mehreren Gletscherflüssen gespeist wird. Am Ostufer wächst Islands größter und ältester Wald, der Hallormsstadur, mit einem hundert Jahren alten Baumbestand von unterschiedlichen Nadel-und Laubgehölz. Bevor man den Myvatn-See erreicht, sollte man unbedingt einen Abstecher in die beeindruckende und atemberaubende Schlucht des Flusses Jökulsa unternehmen. Die eigentliche Schlucht ist über 25 km lang, 500m breit und bis zu 120 m tief. Damit ist sie die größte Erosionsschlucht Islands. Von Sedimenten graubraun gefärbtes brausend-tosendes Wasser stützt über mehrere Wasserfälle in die Tiefe. Den Anfang macht der nur 12 m hohe Selfoss, gefolgt von dem gewaltigen Wasserfall des 44m hohen und 100m breiten Dettifoss, der manchmal seine Umgebung in einen phantastischen Sprühregen mit herrlichen farblichen Regenbögen einhüllt. Ein Wanderweg verbindet bequem beide Wasserfälle, Zu mindestens das einmalige Erlebnis, direkt an der oberen Fallstufe des Wasserfalls zu stehen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Nur so bekommt man einen unvergesslichen Eindruck, ca. 1500 qm Wasser, die pro Sekunde in den Canyon stürzen, für eine unvorstellbare Urgewalt präsentieren.

Als nächster Übernachtungsort eignet sich das neu erbaute Hotel FOSSHOTEL MYVTAN, malerisch gelegen, mit einem unterbauten Blick auf den viertgrößten Sees Islands, dem Myvtan-See. Das luxuriöse Hotel, das am 1. Juli 2017 eröffnet wurde, bietet 92 geräumige Zimmer in einer wunderschönen Umgebung nördlich des Mývatn-Sees. Das Hotel wurde von preisgekrönten Architekten entworfen und verfügt fast ausschließlich über umweltfreundliche Materialen. Der Hotel-Komplex ist ein flaches Gebäude, ausgekleidet mit Lärchenholz und einem Grasdach, das sich harmonisch mit der umliegenden Natur verbindet. Dieses spektakuläre Hotel bietet zum einen großräumige Standardzimmer oder Zimmer mit Seeblick und Suiten mit Whirlpools im Freien an. Im Foyer des Hauses befindet sich ein wunderschönes Panorama-Restaurant mit einem herrlichen Ausblick auf den See und einer dazu empfehlenswerten, kulinarischen Küche.

Im Myvtan-Gebiet findet man auf kleinstem Raum unterschiedliche und gegensätzliche Landschaften bzw. alle Formen vulkanischer Aktivitäten. Der See ist durch unzählige Inseln, Landzungen und Buchten unterteilt, wobei viele Uferareale mit einem türkis-trüben Teppichboden überzogen sind. Dabei erkennt man zahlreiche kleine Bauernhöfe und frisch gemähte Wiesen entlang der Ufer, die für einen fruchtbaren Boden stehen. Auf dem Wasser tummeln sich zahlreiche Entenarten und verschiedene Singschwäne. Selbst bizarre Pseudo-Krater trüben dabei nicht unbedingt den malerischen Landschaftseindruck. In der Nähe des Sees, am Fuß des Namafjalls breitet sich Islands beeindruckendste Solfatarenfeld aus. Es riecht nach faulen Eiern und Schwefel, es dampft, blubbert und zischt in den bis zu 100 Grad heißen Schlammtöpfen mit einer graublauen Tonmasse und die von Schwefel überzogenen Berge erstrahlen dabei meist in leuchtenden unterschiedlichen Gelb-Braun-und Orangetönen.

Nicht versäumen sollte man auch, den Vulkan Krafla zu besichtigen, wo 1984 zum letzten Mal dickflüssiges Lava floss. Ebenso ein Besuch wert ist in dieser Region auch das in unmittelbarer Nähe des Vulkans liegende hochmodern arbeitende Geothermalkraftwerk Krafla.

Foto: Pixabay.com

Wer Myvtan in Richtung Westen im Norden der Insel verlässt, kommt nach einem kleinen Abstecher von der Ringstraße automatisch am zwar nur 15 m hohen, aber dennoch imposanten hufeisenförmigen Wasserfall Goafoss vorbei. Hier donnert der faszinierende Wasserfall in breiten Kaskaden hinunter. Seinen Namen „Götterfall“ bekam er im Jahr 1000, nachdem man das Christentum angenommen hatte und somit symbolträchtig alte Götterstatuen in das Wasser warf.

Foto: Pixabay.com

Die mit 18000 Einwohnern viertgrößte Stadt Islands Akureyri ist das wirtschaftlich, touristische und kulturelle Lebenszentrum des Nordens von Island. Reizvoll liegt diese Stadt am Fjord Eyjafjördur. Die beiden größten Reedereien und die größte Konservenfabrik Islands habe hier Ihren Sitz. Im Hafen kann man die größte Fischereiflotte bestaunen mit den dazugehörigen fischverarbeitenden Betrieben. Dazu gibt es eine Brauerei und seit 1987 ist Akureryi auch Universitätstadt.1975 gründete man hier ein in einem schönen Holzbau von 1900 ein professionelles Theater. Trotz der nahen Lage zum Polarkreis überrascht diese Stadt wegen seiner geschützten Lage am Ende des Fjords durch ein mildes und regenarmes Klima. Hier befindet sich deshalb auch der 1912 gegründete sehenswerte Botanische Garten, der Lystigardur Akureyrar. Dieser wurde von einer Frauenvereinigung als Vergnügungspark angelegt, in dem heute ca. 430 isländische Pflanzenarten auf dem gepflegten Gelände zu bestaunen sind. 600 weitere aus anderen Regionen, zum Beispiel aus Grönland oder Südafrika runden das bunte Bild ab. Sehenswert auch der alte Ortskern mit seinen liebevoll gepflegten und bunten restaurierten Holzhäuser. Erwähnenswert sei hier das Davidhus, welches von dem bekannten Nationaldichter David Stefansson bewohnt wurde. Die Bibliothek zählt zu den wertvollsten Schätzen Islands. Wer die absolute Ruhe, Einsamkeit, Selbstbesinnung und trotzdem den Kontakt mit den Einheimischen nicht missen will, der ist im GUESTHOUSE SVINAVATN in Svinavatan bestens aufgehoben. Eine Oase der Ruhe, ca., 9 km von der Ringstraße entfernt, mit direktem Blick auf den malerischen Svinav-See. Hier kann man wirklich seine Seele baumeln lassen. Die Zimmer sind standardmäßig mit Holzböden eingerichtet. Es gibt eine Gemeinschaftsküche mit einem Frühstücks-und Aufenthaltsraum Am nahe gelegenen 120 m tiefen See kann man z.B. kostenfrei frische Forellen angeln. Das umliegende isländische Hochland bietet ein einzigartiges Panorama und ist ideal zum Wandern. Entspannen kann man sich auch auf der möblierten Terrasse oder im Garten. Eine kleine Kirche, Baujahr 1883, in der heute noch Gedenkgottesdienste abgehalten werden, lässt diese idyllische Plätzchen zu einem unvergesslichen Aufenthalt machen. Das sehr freundliche und zuvorkommende Besitzer- Ehepaar freut sich auf jeden Gast und sucht unkonventionell das Gespräch mit seinen Gästen aus der ganzen Welt.

Ein weiterer Höhepunkt der Rundreise ist eine Rundfahrt über die Halbinsel Snaefellsnes im Westen von Island. Man verlässt die Ringstraße Nr. 1 von Blönduosi auskommend in Bru und fährt von hier aus weiter in das sehenswerte kleine Hafenstädtchen Stykkisholmur.Schon um 1550 wurde hier ein Handelsplatz von deutschen Hanse-Kaufleuten aus Bremen und Oldenburg gegründet. Der geschützte Hafen, durch einen lagen Basaltdamm umrundet, ist bis heute die Lebensgrundlage des Ortes. Von hier aus gibt es Fährverbindungen in die Westfjorde der Insel. In Hafennähe gestalten das Stadtbild liebevoll restaurierte und in bunten Farben gestrichene alte Holzhäuser. Der vergletscherte Gipfel des 1446 m hohen Vulkankegel Snaefellsjökull bildet den Abschluss der schmalen, weit in das Meer ragenden Halbinsel. Er ist in manche Literaturgeschichte eingegangen: Jules Verne ließ in seinem futuristischen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ seine Protagonisten in das Erdinnerer des Vulkans einsteigen.

Höhepunkte einer kleinen Rundreise vor Ort ist die Ortschaft Budir, wo sich die kleine Kirche von 1848 mit dem Flügelaltar von 1750 mit dem Bild des letzten Abendmahls befindet und die zu den beliebtesten Fotomotiven Islands zählt. Der kleine Fischerort Arnarstapi liegt sehenswert auf einem Plateau zwischen dem Snaefellsjökull und der Steilküste mit meterhohe Basaltklippen, die so lange von den Wellen des Meeres bearbeitet wurden, bis nur noch durchlöcherte Felsen, Türme und Bögen übrigblieben. In Hellnar brüten im Sommer auf den Felsvorsprüngen viele Seevögel, die Felstürme von Londrangnar ragen aus dem tosenden Meer empor, vermutlich alte Felsschlote. In der Nähe befindet sich der Leuchtturm von Malarrif. Eine größere Ortschaft ist Olvasik, der wegen seines Fischereihafens seit Jahrhunderte als wichtiger Handelsplatz und Touristenzentrum gilt mit entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten Auf dem Weg zurück in die Hauptstadt Reykjavik, sollte man es nicht versäumen, von der Ringstraße abzubiegen und einen kleinen Abstecher von Borgarnes zu den Heisswasserquellen Deildartunguhver bzw. nach Reykholt unternehmen. Die ergiebigste Heiwasserquelle Islands, fördert rund 200 Liter fast kochend heißes Wasser pro Sekunde, welches die Gewächshäuser in der Umgebung sowie die Städte Borgarnes und Akranes versorgt. Die gesamte Region ist eine Niedrigtemperatutgebiet, das heißt, durch entsprechende Spalten treten Dampf und heißes Wasser an die Oberfläche. Allerdings liegen keine aktiven Magmaschichten darunter.

Der historisch wichtige Ort Rekyholt war einst der Wohnsitz des berühmten isländischen Dichters und Historiker Snorri-Sturiussion (1179-1241), dem der ganze Ort gewidmet ist. Hinter seinem Wohnhaus fand man den ersten Hot-Spot Islands.

Endstation Reykjavik. Die 120.00 Einwohner große Hauptstadt der Insel hat sich über Jahre zu einer dynamischen, innovativen und ständig wachsenden Kleinmetropole entwickelt. Den wohl besten 360 Grad-Blick auf die Stadt hat man vom sehenswerten futuristischen Archtitekturkunstwerk Perlan, die „Perle“. Um eine aufgesetzte gläserne Kuppel sind sechs Tanks angeordnet, in denen Thermalwasser gespeichert wird.

Beginnen sollte man dann einen Stadtbummel am Wahrzeichen der Stadt, an der unbedingt zu besuchenden Kirche Hallgrimskirkja, dann weiter durch die Haupteinkaufsstrasse Skolavöroustigur in Richtung Zentrum schlendern. Von hier aus gelangt man in die sehenswerte Altstadt mit dem zentralen Austurvöllur Platz und seiner Statue von Jon Sigurosson. Nur wenige Schritte davon entfernt trifft man auf die Domkirche und das Parlamentsgebäude. Auf dem Weg in Richtung Meer erreichen Sie das Hafnarhus. Dieses ehemalige Verwaltungs-und Lagergebäude der Hafenbehörde dient heute als international bekannter Pop-und Künstlertempel. Am Alten Hafen steht das moderne Konzerthaus Harpo mit seiner schillernden Glasfassade. Ausklingen lässt sich der Rundgang in einer der zahlreichen Restaurants rund um den alten Hafen Gamla Höfn. Island muss man mindestens einmal in seinem Leben gesehen und erlebt haben. Immer wieder wurde diese größte Insel Europas von mehreren Naturkatastrophen heimgesucht. Doch das isländische Volk scheint weiterhin mit Mut, Ausdauer und Optimismus gegen alle Naturwidrigkeiten von Feuer und Eis auf ihrer Insel unerschütterlich zu kämpfen.

Text: Axel Ehrhardt

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