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	<title>Nordstrand</title>
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	<title>Nordstrand</title>
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		<title>Rundum Gesund – auch für Vierbeiner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2017 10:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
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		<category><![CDATA[Urlaub mit Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mehr Familien wünschen sich eine Auszeit gemeinsam mit dem geliebten Hund. „Urlaub frei Schnauze“ heißt es im Pharisäerhof in Nordstrand an der Nordsee.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/deutschland/nordsee/rundum-gesund-auch-fuer-vierbeiner/17733/">Rundum Gesund – auch für Vierbeiner</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr Familien wünschen sich eine Auszeit gemeinsam mit dem geliebten Hund. „Urlaub frei Schnauze“ heißt es im Pharisäerhof in Nordstrand an der Nordsee.</p>
<p>Neben Hundefreilauf mit Teich und hoteleigenem Hunde-Spa haben das Gastgeberehepaar Scheler nun gemeinsam mit der Physiotherapeutin Andrea Deutsch ein neues Angebot für ihre hundebegeisterten Gäste kreiert: Der Rundum Gesund Nachmittag. Entspannung im Urlaub also auch für den Vierbeiner – Gangbildanalyse, Massage und Muskelaufbautraining stehen jeden Mittwoch für 30 Euro pro Hund auf dem Programm. Passend dazu ist das Arrangement „Austoben auf Nordstrand“ für drei Nächte in der Hauptsaison ab 165 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.</p>
<p><strong>Weitere Infos und Buchungen: www.pharisaeerhof.de</strong></p>
<p>Bis Ende Oktober steht das neue Nachmittagsprogramm „Rundum Gesund“ jeden Mittwoch im Pharisäerhof in Nordfriesland für Urlauber mit Hunden bereit. Gemeinsam mit Physiotherapeutin Andrea Deutsch hat sich das Gastgeberpaar Detlef und Kirsten Scheler &#8211; selber Besitzer von drei Hunden &#8211; dieses neue Angebot für die Fellnasen einfallen lassen.</p>
<figure id="attachment_17735" aria-describedby="caption-attachment-17735" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-17735" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Hundephysiotherapie-660x460.jpg" alt="" width="618" height="431" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Hundephysiotherapie-660x460.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Hundephysiotherapie-300x209.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Hundephysiotherapie.jpg 750w" sizes="(max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-17735" class="wp-caption-text">Foto: Pharisäerhof / Andrea Deutsch</figcaption></figure>
<p>Auf dem Entspannungsplan steht als erstes eine Gangbildanalyse, durch die erkannt wird, wo der Hund Probleme hat. Dann werden Massagetechniken eingeübt, die der Hundehalter später auch jederzeit bei seinem Liebling anwenden kann. Und – wenn es der Hund benötigt – wird gezeigt, wie Muskelaufbautraining richtig umgesetzt werden sollte. Start ist jeden Mittwoch um 14 Uhr – buchbar durchgängig noch bis Ende Oktober. Für die Dauer von zwei Stunden kostet der Kurs 30 Euro pro Hund, bei Mehrhundehaltern jeder weitere Hund 15 Euro.</p>
<h2>Pharisäerhof – Alles da für eine tollen Urlaub mit Hund</h2>
<p>Das Hotel Pharisäerhof ist seit Sommer 2013 auf der nordfriesischen Halbinsel Nordstrand für seine Gäste im Einsatz. Die Gastgeber kennen sich mit den Bedürfnissen von Hunden und ihren Besitzern bestens aus. Neben Saunen und Massage-Anwendungen für Herrchen und Frauchen bietet das Hotel eine wahres Hunde-Paradies – ein Hundefreilauf mit Teich auf rund 6.000 Quadratmeter Fläche und einen eigenen Hunde-Spa mit Badewanne und Fußbodenheizung.</p>
<p>Modern, hell und freundlich sind die 28 Zimmer im skandinavischen Landhausstil mit friesischen Elementen. Sie verfügen über Dusche, WC und Terrasse oder französischem Balkon sowie W-LAN und Sat-TV. Hunde residieren gratis und können sich auf das „Dog-Package“ mit Napf, Decke, „Leckerlies“ und einer kleinen Überraschung freuen. Neben dem Drei-Sterne Hotel bietet der Pharisäerhof seinen Gästen das „Café mit Schwips“, den Hofladen und eine gemütliche Gaststube.</p>
<figure id="attachment_17736" aria-describedby="caption-attachment-17736" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-17736" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Phaisaeerhof-660x473.jpg" alt="" width="618" height="443" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Phaisaeerhof-660x473.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Phaisaeerhof-300x215.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-14-Phaisaeerhof.jpg 750w" sizes="(max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-17736" class="wp-caption-text">Foto: Pharisäerhof</figcaption></figure>
<h3>Arrangement „Austoben auf Nordstrand“</h3>
<p>Im Doppelzimmer übernachten Gäste in der Hauptsaison (noch bis 14.10.2017) mit dem Arrangement „Austoben auf Nordstrand“ für 165 Euro pro Person bei einer Buchung von drei Nächten. Die Verlängerungsnacht kostet 57 Euro pro Person. In der Nachsaison sind auch Buchungen mit nur zwei Nächten für 109 Euro pro Person im Doppelzimmer möglich. Nordseefrisches Frühstücksbuffet mit regionalen Köstlichkeiten, Kaffee und Kuchen bei der Ankunft, freies Parken, W-LAN, Saunanutzung inklusive Bademantel und Nordic-Walkingstöcke oder Fahrräder (nach Verfügbarkeit) für die Aufenthaltsdauer sind im Zimmer- oder Arrangementpreis eingeschlossen.</p>
<p>Weitere Informationen unter https://pharisaeerhof.de/urlaub-mit-hund- nordsee/rundum-gesund-nachmittag/ oder www.pharisaerhof.de.</p>
<p><em>Quellennachweis: Primo PR</em></p>
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		<title>Auf den Spuren von Rungholt</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/auf-den-spuren-von-rungholt/13794/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2016 11:20:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Familienreisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich nehme Sie heute mit auf eine Zeitreise“, sagt Wattführerin Christine Dethleffsen. Sie steht auf dem Deich bei Fuhlehörn auf Nordstrand und blickt auf das Wattenmeer, das Wasser läuft ab, erste höher liegende Wattbereiche fallen trocken. Im Westen ist die Hallig Südfall zu erkennen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Ich nehme Sie heute mit auf eine Zeitreise“, sagt Wattführerin Christine Dethleffsen. Sie steht auf dem Deich bei Fuhlehörn auf Nordstrand und blickt auf das Wattenmeer, das Wasser läuft ab, erste höher liegende Wattbereiche fallen trocken. Im Westen ist die Hallig Südfall zu erkennen. „Es geht ins Mittelalter. In die Zeit der Hanse.“ Sagt die zertifizierte Nationalparkwattführerin, sie führt Gäste nach Rungholt. Dem legendären Rungholt, einem sagenhaften Ort; untergegangen in einer verheerenden Orkanflut vor mehr als 650 Jahren. „Kommen Sie, wir müssen langsam los, das Meer wartet nicht und es ist ein langer Weg …!“ Nicht nur in die Zeit zurück, sondern auch über eine Landschaft, die einst unterging – und zweimal am Tag bei Niedrigwasser ein wenig wieder aufersteht.</p>
<figure id="attachment_13797" aria-describedby="caption-attachment-13797" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-13797" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Watt-Moewe-660x442.jpg" alt="Foto: Sven Oliver Rüsche" width="618" height="414" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Watt-Moewe-660x442.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Watt-Moewe-300x201.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Watt-Moewe-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Watt-Moewe.jpg 750w" sizes="(max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-13797" class="wp-caption-text">Foto: Sven Oliver Rüsche</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">„Wir können die große Runde dorthin nur machen, wenn Nipptide ist – das Wasser also besonders tief abläuft. Sonst sind manche Gebiete überhaupt nicht zu erreichen. Entweder sie tauchen gar nicht auf oder die Priele, die wir auf dem Weg dorthin überqueren müssen sind viel zu tief.“ Auf festem Watt geht es im Zick-Zack gen Westen, den direkten Weg versperren Priele. Es sind insgesamt 14 bequem zu gehende Kilometer.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gruppe erreicht den „Tonnenstein“; der den Eintritt in das Gebiet ehemaliger Warften markiert. „Warften sind künstlich aufgeworfene Wohnhügel“, erklärt Christine Dethleffsen, „sie ragten auch bei Sturmflut noch aus der tobenden Nordsee – dorthin haben sich Mensch und Vieh immer vor dem zu hohen Wasser retten können.“ Nur 1362 nicht mehr – dann kam die alles ertränkende „Marcellusflut“. Die Wohnhäuser von damals sind längst verschwunden, die Warften aber konnte die Nordsee bis heute nicht ganz abrasieren. Der geübte Blick erkennt sie schnell im abgelaufenen Watt.</p>
<p style="text-align: justify;">„Das hier war eine Kirchwarft“, erklärt sie, „man erkennt es daran, dass keine Brunnenreste gefunden wurden.“ Damals schachteten die Leute ihre Brunnen mit Torfsoden aus, diese charakteristische Struktur wird zur Zeit eher selten gefunden, da sie zugeschlickt sind. Aber sie markieren ganz sicher alte Siedlungsplätze. „Also: Willkommen in Rungholt – der Tonnenstein liegt im Bereich der Obbenbüller Kirche, hier wird der Beginn des eigentlichen Rungholtgebietes angenommen!“</p>
<p style="text-align: justify;">1362 ging eine ganze Landschaft unter – ein Ort trug den Namen „Rungholt“ (der lag zwischen den heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm) und er wurde zum Synonym für die ganze Landschaft. Betrachtet man mit „Rungholt“ das gesamte untergegangene Gebiet, so wandelt man zwischen der Hallig Südfall und Nordstrand sicher über „Rungholt“. Im Norden sind Pellworm und die Halligen zu erkennen, wie sie sich eben über den Meeresboden erheben. Vor dem großen Ertrinken war dies zusammenhängendes Land und wurde von den Fluten der zweiten „Mandränke“ 1634 endgültig zerrissen und ersäuft. „Das eigentliche Rungholt hatte einen Hafen, war aber eher ein Siedlungsgemenge als eine Stadt, wie wir uns das heute vorstellen“, erklärt Christine Dethleffsen.</p>
<figure id="attachment_13806" aria-describedby="caption-attachment-13806" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13806" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Nordsee-Kutter-660x442.jpg" alt="Foto: Sven Oliver Rüsche" width="618" height="414" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Nordsee-Kutter-660x442.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Nordsee-Kutter-300x201.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Nordsee-Kutter-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Nordsee-Kutter.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-13806" class="wp-caption-text">Foto: Sven Oliver Rüsche</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dies also ist die Reise in die Vergangenheit. Hier war das legendäre Rungholt, das in den Sagen wiederauferstanden ist „ …und in Wirklichkeit eben doch nicht ganz untergegangenen ist. Wir laufen über altem Kulturland, man muss das wissen und ganz genau hinschauen.“ Laufen und Pausieren, Zuhören und Staunen. Der Blick reicht nach Südwesten an Hallig Südfall vorbei. Nun hat sich die Wattstruktur verändert: Sandbänke sind zu erkennen, die Nivellierung hat sich insgesamt erhöht. Die Gruppe marschiert auf eine der Erhebungen – es sind die alten Warften.<br />
„Wir kommen jetzt in das Gebiet, in dem viele Fundstücke entdeckt wurden“, sagt Christine Dethleffsen. Ein Kollege von ihr hat ein Fass gefunden, sie selbst etliche Scherben sowie viele Tierknochen und sogar Menschenknochen, Ziegelsteine deuten auf wichtigere Häuser hin – zum Beispiel Kirchen. Und manchmal kann man Baumstuppen erkennen. „Rungholt war ein Handelsort, das kann man an den Fundstücken im NordseeMuseum Husum gut nachvollziehen. Ich möchte an dieser Stelle meine Gäste in diese Zeit zurückversetzen.“ Sie berichtet von den Langhäusern der damaligen Zeit, in denen Mensch und Vieh gemeinsam wohnten und mit getrocknetem Kuhmist heizten. Vom Salztorf, den sie abbauten und mit dem Salz verdienten und Handel trieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch davon, dass Vieh nach Sturmfluten eher verdurstete als ertrank – die Fethinge (offene Zisternen auf den Warften, in denen das Regenwasser für die Tiere aufgefangen wurde) waren versalzen. Dass die Pest wenige Jahre vor dem Untergang hier gewütet hatte, beständige Wetterverschlechterungen die Ernten miserabel ausfielen ließen. Davon, dass die wohl geschwächte Arbeitskraft der Rungholter vielleicht nicht ausreichte, um die Deiche in Ordnung zu halten und sich gegen die vernichtende Orkanflut zu wehren, die zwischen dem 15. und 17. Januar 1362 wütete. „Denken Sie daran: Wir marschieren hier über einige Warften, alles alte Siedlungsplätze – die Brunnenreste und Pflugspuren können Sie bei guten Bedingungen hier erkennen“, erinnert Christine Dethleffsen, „… und für die meisten Gäste ist das ein schaurig-schönes Gefühl!“ Sie erzählt und geht mit ihren Gästen hinein in eine untergegangene Epoche.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch längst nicht alles sei entdeckt worden, meint Christine Dethleffsen. „Die Masse liegt noch unter einem, anderthalb Meter Schlick und Sand begraben“, schätzt sie. Aber, so ihre Erfahrung: „Das kann sich nach jeder Flut ändern! Diese schnelle Veränderung des Meeresbodens ist gigantisch; was heute so aussieht, kann auf der nächsten Tour total unterschiedlich sein.“ Eine ominöse Sache aber hat sie seit langem im Blick und nur eine vage Erklärung: Westlich hinter dem Priel Fuhleschlott gelegen befindet sich eine auch für den Laien gut erkennbare Erhebung, eine Erdscholle, dahinter liegt Rungholts Kirchwarft – „…auf der ersten Erhöhung befindet sich eine Vertiefung von rund 150 mal 40 Metern, die sich bisher nicht verändert hat, die Form bleibt bestehen. Man geht davon aus, dass dies mal ein See war. Im Rungholtgebiet gab es wohl Süßwasserseen. Nicht groß, dafür tief und mit gutem Fischbesatz. Das ist total faszinierend.“</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gruppe muss umkehren und marschiert in Richtung eines großen Prieles „…dort müssen wir hin, da müssen wir durch. Auf dem Weg dorthin kann man sehr gut die parallel angelegten Entwässerungsgräben erkennen – die von 1362!“ Der Priel ist zehn, vielleicht zwanzig Meter breit und knietief und noch strömt das Wasser mit diesem unheimlichen Sog der Nordsee hinterher. Die liegt weit im Westen und lauert darauf, ganz bald wieder zu kommen. „Zwar ist noch Ebbe, also ablaufendes Wasser, doch wir müssen jetzt zurückgehen! Manchmal ist es regelrecht unheimlich, wie schnell das Wasser kommt.“ Die Vergänglichkeit vor Augen kehrt die Gruppe um. Die Menschen damals hatten keine Chance, als das Wasser kam. Christine Dethleffsen und ihre Zeitreisenden schon. Das Wasser läuft nun bald wieder auf, ganz, ganz schnell. Und Rungholt geht wieder unter wie seit 654 Jahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Erlebniswattwanderungen auf den Spuren von Rungholt<br />
mit Christine Dethleffsen: www.watt-wandern.de</p>
<p style="text-align: justify;">Von Ende Mai bis Januar kommenden Jahres steht Rungholt, „die versunkene Stadt in der Nordsee“, im Mittelpunkt einer besonderen Ausstellung. Das NordseeMuseum Husum zeigt das nordfriesische Wattenmeer mit seinen Kulturspuren. Um Rungholt ranken sich Legenden und Mythen, untergegangen ist während einer verheerenden Orkanflut im Jahre 1362 eine ganze Landschaft, von denen zum Beispiel die Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die Hallig Südfall übriggeblieben sind. Dort wurden über die Jahre immer wieder Funde aus dem Wattenmeer geborgen, die dem Leben der damaligen Zeit zuzuordnen sind &#8211; von Teilen einer Schleuse bis hin zu spanisch-maurischer Keramik. Immer wieder werden bei Wattwanderungen Relikte vom Leben der damaligen Zeit gefunden – und manchmal sogar ein menschlicher Schädel. In der Ausstellung sind erstmals die wichtigsten und schönsten Stücke aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengeführt und erlauben faszinierende Blicke auf einen Lebensraum und deren Bewohner, die während einer einzigen Flut in der Nordsee ertrunken sind. Ein bisschen also ist Rungholt wieder auferstanden und ein Gesicht hat es nun auch – Rechtsmediziner rekonstruierten an einem aufgefundenen Schädel das Abbild eines Mannes.<br />
www.rungholt-ausstellung-husum.de/<br />
www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum</p>
<figure id="attachment_13800" aria-describedby="caption-attachment-13800" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13800" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Strandkorb-660x442.jpg" alt="Foto: Sven Oliver Rüsche" width="618" height="414" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Strandkorb-660x442.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Strandkorb-300x201.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Strandkorb-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/04/2016-04-21-Strandkorb.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-13800" class="wp-caption-text">Foto: Sven Oliver Rüsche</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Auf Nordstrand gibt es das Inselmuseum, in dem Fundstücke ausgestellt sind. Robert Brauer ist Wattführer und geht mit Gästen zum in der zweiten „Mandränke“ 1634 untergegangenen Siedlungsplatz Hersbüll – hier können Kulturspuren besichtigt werden. Cornelia Mertens führt Gäste ins Watt nach Hersbüll und Rungholt. Bei einer Wanderung von Nordstrand zur Hallig Südfall wandert man über untergegangenes Rungholt-Land. www.nordstrand.de</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Pellworm betreibt der Heimatforscher und Hobby-Archäologe Helmut Bahnsen sein „Rungholt-Museum“ – im Laufe mehrerer Jahrzehnte hat er hunderttausende Fundstücke gefunden. In seinem liebenswerten Museum stellt er im Watt gefundene Artefakte &#8211; vom Steinzeitbeil bis zum Whisky-Krug &#8211; aus. Natürlich auch Stücke aus der Rungholt-Zeit. Er geht mit Gästen zur alten Siedlungsstelle Waldhusen, die mit Rungholt unterging – hier können ebenfalls Kulturspuren besichtigt werden. www.pellworm.de</p>
<p style="text-align: justify;">Rungholt Arrangement mit fünf Übernachtungen auf Nordstrand:<br />
http://www.nordseetourismus.de/o-rungholt-nordstrand</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen über Touren und Erlebnisangebote auf www.nordseetourismus.de</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quellennachweis: Nordsee-Tourismus-Service GmbH</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/auf-den-spuren-von-rungholt/13794/">Auf den Spuren von Rungholt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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