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Natur und Kultur erleben in Twente

Hügel, Wald und Stille: „Das andere Holland“ nennt man die Gefilde entlang der deutsch-niederländischen Grenze ganz offiziell. Fernab von Stränden und Trubel findet man hier hügelige Naturlandschaften, romantische Flüsschen, weite Wälder, Wiesen und Moore – und viel, viel Ruhe zum Abschalten und Entspannen. Das Künstlerstädtchen Ootmarsum begeistert Besucher nicht nur durch seinen mittelalterlichen Charme, sondern auch durch seine Galerien und durch eine traumhafte Umgebung, die man bei Wanderungen und Radtouren erkunden kann.

Foto: Parkhotel de Wiemsel
Foto: Parkhotel de Wiemsel

Ootmarsum: Schmuckkästchen für Kunstfreunde
Ein kurzer Spaziergang von fünf Minuten – schon ist man vom Parkhotel de Wiemsel im Zentrum von Ootmarsum. Das Dorf mit seiner gotischen Kirche, Patrizierhäusern und verwinkelten, mit Feldkieseln gepflasterten Gassen gilt als ältestes Städtchen der Region Twente. Es konnte sich seinen mittelalterlichen Charme weitgehend bewahren und wurde in den 1980er-Jahren liebevoll restauriert. Das Freilichtmuseum „Los Hoes“ mit seinen historischen Hallenhaus-Bauernhöfen zeigt das ländliche Leben der Region in früheren Zeiten. Sehenswert sind auch das Rathaus mit seiner Rokoko-Fassade, das Cremershaus und das Drostenhaus.

Ton Schulten: Der Maler und sein Museum
Der 1938 in Ootmarsum geborene Maler Ton Schulten ist ein wahres Original und nicht nur durch seine Werke weit über die niederländischen Grenzen hinaus bekannt. Er war es, der Ootmarsum zum Künstlerstädtchen machte und mitten in seinem Heimatort das Museum Ton Schulten eröffnete, ein topmodernes Bauwerk in Backstein und Glas. Seine Bilder, meist an expressionistische Werke erinnernde Landschaftsmosaiken, zeichnen sich durch kräftige Farben und ein einzigartiges Spiel mit dem Licht aus. Mit leuchtendem Blau, feurigem Rot und inspirierendem Grün versprühen sie Lebenslust und Optimismus. Darüber hinaus bietet der Maler in seiner Chez-Moi Ton Schulten Galerie International Raum für wechselnde Ausstellungen nationaler und internationaler Gastkünstler (de.tonschulten.nl).

Vor allem aber glänzt die „Kunststadt des Ostens“ durch seine Ateliers und Galerien hinter historischen Fassaden. Viele Künstler haben in Ootmarsum ihre Werkstätten, und Liebhaber können hier wirklich alles finden – vom Gemälde aus dem 18. Jahrhundert über Glaskunst und Bronzeplastiken bis zum topmodernen Schmuckdesign.
Jedes Jahr im August wird der Ort Schauplatz für den größte Open-Air-Kunstmarkt der Niederlande: „Kunst in Ootmarsum“ lockt mehr als 200 Künstler in das Städtchen und präsentiert einen bunten Reigen an Kunst und Kunsthandwerk (www.kunstinootmarsum.nl). Weitere Informationen zum Ort gibt es auf Deutsch unter de.ootmarsum-dinkelland.nl.

Foto: vvv ootmarsum  dinkelland
Foto: vvv ootmarsum dinkelland

Naturerlebnisse im „Garten der Niederlande“
Der Nordosten der Region Twente wird auch „Garten der Niederlande” genannt. Landschaftlich besonders reizvoll ist nördlich von Ootmarsum das Naturreservat Het Springendal mit mehr als 350 Hektar Wald, Quellen, kleinen Teichen, Flussläufen, Brücken und Wasserfällen. Das Naturschutzgebiet ist für den Autoverkehr gesperrt, Wanderer und Radler haben die verschiedenen Routen also ganz für sich und hören nichts als den Wind in den Blättern, das Singen der Vögel und das Blöken der Schafe, die die historische Heidelandschaft erhalten sollen. Wer mit offenen Augen durchs Gelände streift, findet auch die hier befindlichen Hügelgräber – vermutlich aus der Jungstein- oder Bronzezeit. Mehrere Wassermühlen kann man bewundern bei einer Rad- oder Fußwanderung durch das Tal der Mosbeek. Die ehemalige Wassermühle Bels aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute das Pfannkuchenhaus mit 100 verschiedenen Sorten der Leckerei.

Wo einst die Grafen von Bentheim relaxten
Ausflug in die Vergangenheit: Etwa zehn Kilometer südöstlich von Ootmarsum kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad das Landgut Singraven besichtigen, ein Anwesen aus dem 17./18. Jahrhundert. Die Anlage mit 470 Hektar Land war einst Sommerfrische der Grafen von Bentheim – eine Traumlocation, denn das Flüsschen Dinkel umfließt in einem großen Bogen das Landschloss. Der letzte Besitzer, Willem Frederik Jan Laan, restaurierte große Teile des Anwesens, und so können Besucher heute bei Führungen seine Kunst- und Antiquitätenkollektion bestaunen. Zu den vielen denkmalgeschützten Gebäuden zählen neben dem Herrenhaus auch das Kutscherhaus und die jahrhundertealte Wassermühle mit drei Rädern, heute ein Restaurant. Jenseits des herrlichen Parks und des Arboretums von Singraven erschließt sich eine zauberhafte Naturlandschaft mit weiten Wäldern, Feldern, Wiesen und Mooren. Hier sind viele seltene Pflanzen und Tiere zu finden, etwa der Eisvogel ([http://]www.singraven.nl/de, wechselnde Öffnungszeiten beachten). Im nahen Ort Denekamp lohnt auch das naturhistorische Museum „Natura Docet” (Die Natur lehrt) einen Besuch.

Mit E-Bike oder Hollandrad: Erkundungen auf zwei Rädern
Die Region Twente durchziehen Hunderte Kilometer Radwege, die durch ein ausgeklügeltes Netz miteinander verbunden sind. So fährt man auf gut ausgeschilderten Routen bequem von Knotenpunkt zu Knotenpunkt und kann problemlos auch von einer Route zur anderen wechseln. Direkt vom Parkhotel de Wiemsel aus können die Gäste zu herrlichen Radtouren aufbrechen – etwa entlang des Flusses Dinkel, der östlich an Ootmarsum vorbeifließt. Auf asphaltierten Landwirtschaftswegen und „fietspaden“ (Radwegen) geht es durch bäuerliche Landschaft, vorbei an Maisfeldern, Kuh- und Pferdeweiden. Kleine und große Sterngucker freuen sich unterwegs über einen Besuch in der Cosmos Sternwarte – mit Planetarium und dem größten öffentlich zugänglichen Teleskop der Niederlande. Wer etwas mehr Kondition mitbringt kann auch bis nach Enschede oder Gronau radeln. Unterwegs stärkt man sich in einem der Cafés des Ortes De Lutte mit Appelgebak, dem leckeren holländischen Apfelkuchen.
Viele nützliche Informationen zu Radtouren in der deutsch-holländischen Grenzregion gibt es im Internet unter http://www.holland.com/de/tourist/urlaubsthemen/das-andere-holland/radfahren.htm.

Enschede: Industriekultur zum Anfassen
Eine gute halbe Stunde fährt man mit dem Auto von Ootmarsum nach Enschede. Durch die Folgen eines Brandes im Jahr 1862 und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zeigt die Stadt heute ein modernes Gesicht. Hier kann man ganz entspannt bummeln und shoppen und dem Rijksmuseum Twenthe einen Besuch abstatten, das Gemälde und Objekte aus der Zeit vom 13. Jahrhundert bis heute zeigt. Die spannende Geschichte der Stadt erzählt das Stadtmuseum Twentse Welle, ein Ankerpunkt der „Europäischen Route der Industriekultur“. Die modern gestaltete Ausstellungführt mitten hinein in die Entwicklung und Geschichte der Textilindustrie dieser Gegend. Zu sehen sind unter anderem funktionstüchtige Maschinen und andere Erinnerungen aus dem ehemaligen Jannink-Werk (www.rijksmuseumtwenthe.nl).

Quellennachweis: Wilde & Partner Public Relations

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