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Unter Wölfen

Das Für und Wider zur Rückkehr der Wölfe wird unter Experten und in den Medien immer wieder diskutiert. Die Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald geht mit Teilnehmern in die Lausitz, in die Region, in der die Wölfe vor über 15 Jahren wieder Fuß gefasst haben und sich nun weiter nach Norden und Westen ausbreiten.

In einer Woche „unter Wölfen“ leben, gibt die Gelegenheit, das Tier, das eine zentrale Rolle in den Mythen vieler Kulturen einnimmt, in vielen Facetten kennenzulernen. Die sandigen Böden der Lausitz bieten einen optimalen Untergrund, Spuren zu finden, genau zu betrachten, deuten und so im Zusammenhang mit der Umgebung viel über das Verhalten freilebender wilder Wölfe zu erfahren. Wildnispädagogische Wahrnehmungsübungen stimmen darauf ein, ihren Lebensraum mit allen Sinnen zu entdecken und eine innere Verbindung zu den Wölfen herzustellen.

In der dünn besiedelten Landschaft fernab von Funknetzen und Verkehrslärm gibt es eine wunderbare Natur zu erleben: See- und Fischadler, Rothirsche, Wildschweine, Kolkraben, Kraniche, Wasservögel, Fischotter und einiges mehr an seltenen Tieren und Pflanzen.Ein Teil des Gebietes ist Unesco Biospähren Reservat, es gibt hier ausgedehnte Heideflächen, Kiefernwälder, die Teichlausitz, Auenwald und Tagebau-Folgelandschaften. Die Chance wirklich Wölfe zu sehen ist gering aber gegeben.

Foto: Karsten Nitsch
Foto: Karsten Nitsch

Das Spreecamp liegt direkt am Fluss und mitten im Schnittpunkt von vier Wolfsrevieren. Zwei ortskundige Führer, einer davon ein echter Lausitzer, kennen die richtigen Stellen an denen man Wölfe antreffen kann.

Am Feuer sitzend, alten und neuen Geschichten lauschend, im Wolfsrevier im eigenen Zelt oder der Blockhütte schlafend lässt die Mythen ein stück weit lebendig werden und an die Gefühle anknüpfen, aus denen sie entstanden sind.

Die Natur- und Wildnisschule wurde 1998 von Dr. Gero Wever gegründet. Hier bringt er seine Kenntnisse aus Survival, Naturwissen und Erdphilosophie mit denen der Trainingslehre und Sportmedizin zusammen.

Mit einem stetig wachsenden Team, welches über die unterschiedlichsten Ausbildungen und Erfahrungen im Bereich Wildniswissen, Survival und Erdphilosophie und Pädagogik verfügt, entwickelte er die erste Weiterbildung Wildnispädagogik in Deutschland die 2003 in Kooperation mit der VHS Köln an den Start ging. 2007 wurde das Ausbildungsprogramm ausgeweitet auf eine Langzeitausbildung zum Wildnismentor und 2014 mit einem zusätzlichen Zweig zum Wildnisleher.

Die Einfachheit und die Begeisterung von der Einmaligkeit allen Lebens bringen das Team der Wildnisschule zusammen.

Neben dem Wildnismentorprogramm und den verschiedenen wildnispädagogische Aus- und Weiterbildungen bietet die Wildnisschule ein umfangreiches Einzelkursprogramm zu folgenden Themen: Pflanzen- und Spurenwissen, Wahrnehmung und Naturbeobachtung, Philosophie, Survival, Naturhandwerk, Gemeinschaft und Teamcoaching, Schulklassenprogramme, Wildnis-Kanutouren und Visionssuche. Die Kurse finden in Deutschland und Schweden statt. Die Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald in Halle Westfalen gehört zu den erfahrensten und ältesten Wildnisschulen in Deutschland und ist Mitglied im Wildnisschul-Netzwerk Deutschland.

Quellennachweis: Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald

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