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Weihnachten mal ganz anders: Mangobaum, Inka-Kola und schwarze Katze

Geist der Weihnacht: Im Dezember feiert fast die ganze Welt das Fest der Liebe. Von weihnachtlichem Einheitsbrei kann dabei jedoch keine Rede sein, wie die Reiseexperten von Evaneos (www.evaneos.de), der Online-Plattform für Individualreisen weltweit, festgestellt haben. Jedes Land erzählt seine eigene, besondere Weihnachtsgeschichte.

Mexiko

In diesem nordamerikanischen Land beginnen die Feierlichkeiten schon ab dem 16. Dezember. Zusätzlich feiern die Mexikaner das Fest der Jungfrau Maria am 12. Dezember, den Neujahrstag und den Dreikönigstag. In diesem Zeitraum finden in allen Dörfern sogenannte Posadas statt. Dabei handelt es sich um Umzüge, die der Reise von Maria und Josef gedenken. Hunderte von Dorfbewohnern verkleiden sich und bitten bei ihren Nachbarn um Quartier. Der Tradition entsprechend begibt sich jede Gruppe zu drei Häusern, doch erst das dritte wird ihnen Gastfreundschaft gewähren. In diesem Haus werden anschließend Weihnachtslieder vorgetragen.

Geschenke werden hier nicht unter einen Baum gelegt, sondern in Piñatas verpackt. Die Pappmaché-Figuren sind mit Naschereien gefüllt und werden durch Schläge mit einem Stock zerbrochen.

Peru

Gebratener Truthahn, Panetón (eine mailändische Kuchenspezialität) und heiße Schokolade – das gibt es an Weihnachten im Land der Inkas. Da die peruanische Bevölkerung durch die Zuwanderung sehr heterogen ist, vermischen sich hier verschiedene kulinarische Weihnachtstraditionen. In anderen Regionen werden zum Beispiel Empanadas, kleine gefüllte Teigtaschen, oder Tamales, in Pflanzenblättern gedämpfter und gefüllter Maisteig, gereicht. Zu Mitternacht wird dann entweder Champagner oder Inka-Kola getrunken. Das jüngste Mitglied der Familie legt das kleine Jesuskind in die Krippe.

Brasilien

Das Land am Amazonas vermischt zwei Traditionen und feiert so eine eigene Version von Weihnachten: Einerseits gibt es die klassische Krippengeschichte, andererseits den bärtigen Weihnachtsmann. Hier ist dieser aber leichter bekleidet, denn in Brasilien herrschen im Dezember sommerliche Temperaturen. Ein Highlight sind auch die öffentlichen Schauspiele, Los Pastores, bei denen eine Hirtin und ein Zigeuner versuchen, das Jesuskind zu entführen.

In Brasilien gibt es keine klassische Bescherung, sondern vielmehr eine kleine Detektivgeschichte: In der Familie oder unter Freunden wird „L’amigo secreto“ praktiziert, was dem deutschen „Wichteln“ sehr ähnlich ist. Erst am Weihnachtstag versammelt man sich, um herauszufinden wer sich hinter diesem „heimlichen Freund“ und seinem Geschenkverbirgt.

Indien

Ein „Bada Din“ (dt. „Großer Tag“) ist das Weihnachtsfest auch in diesem asiatischen Land. Dabei feiern gerade einmal sieben Prozent der Bevölkerung dieses Fest. Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaums existiert auch in Indien: Doch sind es keine Tannen, sondern Bananen- oder Mangobäume. Für Inder gehört Schlemmen ebenfalls zu Weihnachten, wobei Karpfen, Truthahn oder Würstchen auf der Festtafel fehlen und stattdessen Reis mit Curry, würziges Fleisch und Gemüse gereicht werden. Am Abend wird ein großes Freudenfeuer angezündet und das Fest endet mit einem Feuerwerk.
Kinder erhalten liebevoll mit Bambuspflanzen dekorierte Geschenke. Während die Pflanze in Japan für Reinheit und in China für ein langes Leben steht, symbolisiert sie in Indien in erster Linie Freundschaft.

Foto: Pixabay.com
Foto: Pixabay.com

Island

Eine ausgeprägte Sagenwelt ist Teil der isländischen Kultur: Dazu gehören das Riesen-Ehepaar Grýla und Leppalúði sowie ihre 13 Söhne. Die Jólasveinar, was so viel heißt wie „Weihnachtskerle“, sind frech, jung und ausgebufft: Sie stibitzen Nahrung, treiben Schabernack mit den Tieren im Stall und wohnen der Legende nach am See Mývatn in einem Lavafeld. Die Kobolde treiben zwischen dem 12. und dem 24. Dezember allerlei Unfug und legen den Kindern jeden Tag kleine Gaben in die Schuhe. Für artige Mädchen und Buben gibt es Süßes, für kleine Rabauken auch gern mal eine Kartoffel. Bis zum Dreikönigstag verschwinden die Trolle mitsamt ihren riesigen Eltern nacheinander wieder.
Dank Grýla haben Isländer eine gute Ausrede dafür, dass sie sich eigens für den Heiligen Abend neue Kleider zulegen: Eine Legende besagt, dass die schaurig aussehende Riesendame in der Weihnachtsnacht ihre grausame schwarze Katze losschickte, um alle faulen Menschen aufzufressen. Jólaköttur, so heißt der blutrünstige Vierbeiner, holt sich jeden, der nicht fleißig war und es nicht geschafft hat, die Wolle der Schafe bis zum Winter zu Kleidung zu verarbeiten. Deshalb tragen die meisten Isländer am Heiligen Abend zum Beweis neu gekaufte Sachen.

Quellennachweis: Wilde & Partner

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