Home / Europa / Kreuzfahrt durch die traumhafte Inselwelt der Kvarner Bucht

Kreuzfahrt durch die traumhafte Inselwelt der Kvarner Bucht

Wie erkundet man eine Region wie die kroatische Adria, die über 1.700 Kilometer Küste und zudem noch über 1.000 Inseln besitzt, am besten? Die Antwort ist leicht: auf einer Reise zu Wasser! Der zauberhafte Reiz einer Kreuzfahrt liegt in den Gegensätzen von kristallklarer Adria, sattgrünem Hinterland und malerischen Häfen.

Wir hatten uns für die beliebte achttägige Bade- & Sightseeing-Route „R1“ von Deutschlands größtem Spezialisten für Kroatien, I.D. Riva Tours, entschieden, die in Rijeka beginnt und die Inselgruppe der Kvarner Bucht sowie die Region Nord-Dalmatien ansteuert.

Unser Schiff, die Kruna Mora mit Kapitän Damir Kordic (auf Englisch „Sea Crown“) ist mit einer Länge von knapp 44 m nicht nur das längste, sondern gleichzeitig auch eines der komfortabelsten Holzschiffe der I.D. Riva Tours Flotte. Allgemeine Daten sind: Länge 43,75 m, Baujahr 1964, rekonstruiert 2000 und 2007. 35 Betten in 16 Kabinen mit Dusche/WC und individuell regulierbarer Klimaanlage. Kabinen unter Deck sind etwas größer als an Deck, Kabinen an Deck sind moderner eingerichtet.

Mit einer Kristallklare Adria, sattgrünem Hinterland und malerischen Häfen, so zeigt sich Kroatien von seiner besten Seite.

Unterdeck: 1 Vierbettkabine mit französischem Bett und 2 Einzelbetten für Kinder bis 13,99 Jahre, 1 Dreibettkabine mit französischem Bett und Einzelbett, 1 Dreibettkabine mit Einzelbetten, 4 Doppelkabinen mit Einzelbetten, 1 Einzelkabine mit französischem Bett (Breite 125 cm). Hauptdeck: 2 Doppelkabinen mit Einzelbetten. Oberdeck: 4 Doppelkabinen mit französischem Bett, 2 Doppelkabinen mit Einzelbetten.

Ansonsten weist das Schiff ein Sonnendeck (250 m2) mit 16 Liegestühlen, Tische mit Bänken und Stühlen an Deck für 30 Personen sowie einen Salon mit Klimaanlage für 35 Personen mit getrenntem Restaurant- und Aufenthaltsbereich auf. WiFi-Internet gibt es an Bord ebenfalls.

Nach der Einschiffung und Begrüßung durch die Reiseleitung mit einem Welcome-Drink ging es zum Kennenlernen von Besatzung und Mitreisenden.

Nach einem Snack an Bord lichteten wir den Anker in Richtung der Insel Krk, die exakt die gleiche Größe wie Cres aufweist. Krk und Cres teilen sich somit den ersten Platz der größten Adriainseln. Zuerst liefen wir eine Bucht an, um in das herrliche Wasser der Adria einzutauchen. Anschließend ging es weiter nach Krk, dem Hauptort der Insel, wo wir auch übernachteten.

Nicht nur die Spuren venezianischer Vergangenheit in der Stadt Krk, sondern auch die mediterrane Vegetation begeisterten. Das Kastell Frankopan mit Blick aufs Meer verfügt über jahrhundertealte Steingänge und einen Glockenturm. Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt wurde im 5. oder 6. Jahrhundert erbaut, aber archäologische Beweise deuten darauf hin, dass die Stätte bereits im 4. Jahrhundert von Christen genutzt wurde. Weinanbau, Oliven und Schafe bilden die Haupteinnahmequellen der Inselwirtschaft. Nach dem Frühstück am Tag darauf war die Abfahrt in Richtung der nächsten Insel – Rab.

Nach etwa zwei Stunden Fahrt ankerten wir in einer romantischen Bucht – ausgiebig Zeit zum Baden und Sonnen. Die Ankunft in der Stadt Rab war am späten Nachmittag, anschließend erlebten wir eine Führung durch die Altstadt.

Die Altstadt von Rab mit ihren markanten Glockentürmen erstreckt sich auf einer schmalen, felsigen Landzunge, auf zwei Seiten von Wasser umgeben. Drei Straßen durchziehen die Altstadt – die „Untere Straße“ (Donja Ulica) mit Cafés und Kneipen, die „Mittlere Straße“ (Srednja Ulica) mit Boutiquen, Souvenirshops und Eisdielen, und die „Obere Straße“ (Gornja Ulica), die Sie zu den vier Kirchen mit ihren Glockentürmen führt. Nach der Übernachtung in Rab ging es weiter zur Insel Zadar.

Über 2000 Jahre alt ist die Stadt schon und so gleicht unsere kleine Sightseeingtour fast einer Zeitreise. Wir begegnen Relikten eines römischen Forums, Klöstern, Palästen im venezianischen Stil und zahlreichen sakralen Bauten aus unterschiedlichen Epochen.

Sehr sehenswert ist die Rundkirche „St. Donatus“, die aus dem 9. Jahrhundert stammt und die „Domkirche der Hl. Anastasia“ aus dem 12. bis 13. Jahrhundert. 28 Kirchen hat es hier einst gegeben, jetzt sind es noch 14. Leider wurde im 2. Weltkrieg ein Großteil der Stadt zerstört und auch die jugoslawischen Unabhängigkeitskämpfe Anfang der 90er Jahre hinterließen ihre Spuren. Dennoch sind wir von der gesamten historischen Atmosphäre dieser Stadt wie in Bann gezogen und genießen unseren Bummel sehr.

Insbesondere auch am Ufer zur Adria, wo wir schließlich in Form zweier außergewöhnlicher Kunstinstallationen auch der Moderne begegnen. Die eine Installation nennt sich „Meeresorgel“. Sie besteht aus steinernen Treppenstufen, die bis ins Meer führen. Darunter befinden sich 35 Rohre unterschiedlicher Größen, die bis unter den Meeresspiegel reichen. Je nach Wellengang verändert sich in den Rohren der Luftdruck, der über Pfeifen verschiedene Töne erzeugt. Sie geben auf originelle Weise den „Sound des Meeres“ wieder.

„Gruß an die Sonne“ nennt sich die zweite Installation, die aus 300 mehrschichtigen Glasplatten mit eingebauten Solarzellen besteht. Am Abend zeigt sich das Kunstwerk dann in allen farblichen Variationen, Spiegelungen und Facetten. Eine wunderbare Idee!

Sicher der Höhepunkt unserer Reise – „Am letzten Schöpfungstag wollte Gott sein Werk krönen, und so schuf er aus Tränen, Sternen und Atem die Kornaten“, schrieb der irische Schriftsteller George Bernard Shaw. Die herrliche Natur, die vielen kleinen und großen Inseln (im Volksmund heißt es – „für jeden Tag im Jahr eine Insel“), das wunderbare Meer – all das macht die Kornati-Inseln zu einem einzigartigen Paradies. Sie sind die größte und dichteste Inselansammlung im Adriatischen Meer. Sie erstrecken sich zwischen den Inseln Dugi Otok im Nordwesten, Žirje im Südosten sowie Pašman, Vrgada und Murter im Norden und Nordosten. Danach brachen wir auf zur Insel Lošinj, die nicht nur dafür bekannt ist, dass sie die meisten wolkenlosen oder nur gering bewölkten Sonnentage jährlich hat, sondern auch von dichten Pinienwäldern überzogen ist.

Nach einer Badepause erreichten wir Mali Lošinj, in dessen Hafen wir den Abend und die Nacht verbrachten. Am Donnerstag fuhren wir zur Nachbarinsel Cres, die durch eine Schwenkbrücke in Osor mit Lošinj verbunden ist. Markantes Merkmal der Insel sind die schier endlosen Olivenhaine und unzähligen Schafherden. Nicht umsonst gilt Lammfleisch als eine der Spezialitäten der Insel Cres. Am Freitag hieß es dann, Abschied zu nehmen von der kroatischen Inselwelt bei einem schmackhaften Dinner mit der Mannschaft. Von Cres ging es entlang der Ostküste Istriens zurück nach Rijeka – nicht ohne noch einmal Gelegenheit zum Baden in einer der Buchten der Insel Cres gehabt zu haben. Nach der Übernachtung im Hafen von Rijeka war dann am Samstag nach dem Frühstück Ausschiffung für uns.

Fazit unserer Reise war, wer Baden und Sightseeing in Kroatien perfekt miteinander verbinden will, ist bei dieser Kreuzfahrt sehr gut aufgehoben.

Weitere Informationen bei:

Kroatische Zentrale für Tourismus
Stephanstraße 13
60313 Frankfurt/Main
Tel. 0049-69-2385350
Fax 0049-69-23853520

I.D. Riva Tours GmbH
Neuhauser Straße 27
D-80331 München
Tel. 089/2311000
info@idriva.de

Text und Fotos:

Matthias Dikert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.