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	<title>Athos</title>
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		<title>Trendziel 2017:  Chalkidiki etabliert sich als neuer Reise-Hotspot der Deutschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2016 15:47:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Griechenland auf der Überholspur: Während andere Länder leere Betten beklagen, boomt der Tourismus in Griechenland. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Halbinsel Chalkidiki in Zentralmakedonien.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/trendziel-2017-chalkidiki-etabliert-sich-als-neuer-reise-hotspot-der-deutschen/16703/">Trendziel 2017:  Chalkidiki etabliert sich als neuer Reise-Hotspot der Deutschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Griechenland auf der Überholspur: Während andere Länder leere Betten beklagen, boomt der Tourismus in Griechenland. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Halbinsel Chalkidiki in Zentralmakedonien. Thessaloniki, die Hauptstadt der Region, wurde bereits 2016 von der New York Times als Gourmet-Hotspot des Jahres gewählt. Die Halbinsel überzeugt aber nicht nur mit Freuden für den Gaumen, sondern auch mit unberührter Natur, kultureller Vielfalt und sportlicher Abwechslung. Nicht umsonst nehmen immer mehr Fluggesellschaften wie Condor und Eurowings Thessaloniki in die Liste ihrer neuen Reiseziele auf.</p>
<figure id="attachment_16704" aria-describedby="caption-attachment-16704" style="width: 750px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-16704" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Sani-Resort.jpg" alt="" width="750" height="500" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Sani-Resort.jpg 750w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Sani-Resort-300x200.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Sani-Resort-660x440.jpg 660w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-16704" class="wp-caption-text">Foto: Sani Resort</figcaption></figure>
<p><strong>Gaumenfreuden im Feinschmecker-Paradies</strong><br />
Tzatziki, Gyros und Moussaka: vielen Deutschen ist die griechische Küche vor allem aus dem Restaurant um die Ecke bekannt. Dabei gibt es hier für die Geschmacksknospen noch viel mehr zu entdecken. Die Küche der Chalkidiki überzeugt mit aufregenden Nuancen, die durch die Verwendung von Gewürzen wie Zimt und Koriander entstehen. Diese Einflüsse gelangten aus dem Orient, dem Balkan und Kleinasien über die Hafenstadt Thessaloniki ins Land und haben einen festen Platz in traditionellen Rezepten.</p>
<p>Aber auch vor der modernen Kochkunst schreckt man auf der Chalkidiki nicht zurück. Auf der Halbinsel Kassandra, dem westlichen Finger der Chalkidiki, liegt das Sani Resort. Seit mehr als zehn Jahren findet hier im Mai das Sani Gourmet Festival statt, bei dem Köche aus Griechenland und der Welt den Gästen ihr Können präsentieren. Bei Feinschmeckern ist dieser Event in jedem Jahr ein fester Bestandteil im Kalender und hat dazu beigetragen, dass die Region zum neuen Reise-Hotspot avanciert.</p>
<p><strong>Auf ein Glas mit Dionysus</strong><br />
Im Norden Griechenlands befinden sich einige der besten Weingüter des Landes. Man könnte fast meinen Dionysus, der griechische Gott des Weines, wacht vom Olymp aus persönlich über die Reben, die hier schon seit hunderten von Jahren wachsen und gedeihen. Die meisten Weingüter befinden sich auf dem mittleren und östlichen Finger der Chalkidiki, Sithonia und Athos. Besonders bekannt ist der Rotwein vom heiligen Berg Athos, der Metochi Chromitsa. Er wird von der Familie Tsantali angebaut, die bereits seit 1890 verschiedene Weinberge auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki betreibt. Edle Tropfen gibt es auch in den 20 Restaurants des Sani Resort zu verkosten. Ein besonderes Highlight sind die Weine aus der „Land of Grace“-Linie des Hotels. Diese werden von Ktima Gerovassiliou, einem Winzer aus der Nähe von Thessaloniki hergestellt, der schon mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Zudem fließt sämtlicher Gewinn aus dem Verkauf der „Land of Grace“-Produkte, zu denen unter anderem auch Honig, Oliven und Salze gehören, in wohltätige Projekte der Region.</p>
<p><strong>Kulturelle Vielfalt rund um den Götterberg Olymp</strong><br />
Die Liste der Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Chalkidiki ist so lang, dass es kaum möglich ist, bei einem einzigen Besuch alles zu entdecken. Angefangen bei der Hauptstadt Thessaloniki selbst mit der Rotunde, die als älteste Kirche der Welt gilt, und dem Weißen Turm, dem byzantinischen Wahrzeichen der Stadt. Die Geburtsstätte des Aristoteles, das antike Stagira, befindet sich ebenso auf der Chalkidiki wie die antiken Ausgrabungsstätten Vergina und Pella, bei denen Gäste auf den Spuren Alexander des Großen wandeln. Nicht verpassen sollten Besucher außerdem einen Ausflug zu den „schwebenden“ Meteora Klöstern. Sie befinden sich ganz in der Nähe des Götterbergs Olymp, vom dem aus Zeus die Welt bewacht. Ausflüge zu diesen und noch zahlreichen weiteren kulturellen Zielen sind über die Sani VIP Services individuell buchbar und teilweise auch Bestand des Sani Wochenprogramms.</p>
<p><strong>Unberührte Natur und seltene Arten</strong><br />
Unvergesslich wird eine Reise auf die Halbinsel Chalkidiki auch durch die Schönheit der Natur. Durch die späte touristische Entwicklung der Region blieben viele Landstrecken sehr lange unberührt und stehen mittlerweile unter besonderem Schutz. So wie das über 100 Hektar große Naturschutzgebiet rund um das Sani Resort. 214 Vogelarten wurden in den Sani Wetlands schon gezählt, von denen 67 auf der Liste der bedrohten Arten stehen. Das Sani Resort engagiert sich mit großem Einsatz für den Erhalt des wertvollen Ökosystems und bietet geführte Touren durch das Gebiet an.</p>
<p>Die natürliche Schönheit der Halbinsel offenbart sich auch untertage, wie in der Tropfsteinhöhle Petralona nahe des Bergs Katsika. Das 1959 durch Zufall entdeckte, weit verzweigte Höhlensystem gelangte durch den Fund eines menschlichen Schädels, der auf ein Alter von circa 200.000 Jahren datiert wurde, zu wissenschaftlichem Ruhm. Funde von Stein- und Knochenwerkzeugen und Spuren von Feuernutzung lassen darauf schließen, dass die Höhle bereits vor 700.000 Jahren bewohnt war.</p>
<p><strong>Ausflüge in Poseidons Welt</strong><br />
Die Halbinsel Chalkidiki liegt umgeben vom ägäischen Meer, das sich durch sein kristallklares Wasser und gute Winde bestens für Segler eignet. Im Sommer finden hier zahlreiche Wettkämpfe wie die Ägäis-Regatta oder die internationale Ägäis-Segel-Rallye, bei dem sich die Besten messen. Für ruhigere Törns bietet sich eine Route zu den Drehorten des Spielfilms „Mamma Mia“ an. Der Hollywoodstreifen mit Meryl Streep und Amanda Seyfried wurde teilweise auf den vorgelagerten Inseln der Chalkidiki gedreht, zu denen Fans noch heute gerne pilgern. Perfekter Ausganspunkt für Segelausflüge jeder Art ist die Sani Marina im Herzen des Sani Resorts. Diese bietet ganzjährige Stellplätze für bis zu 27 Meter lange Yachten und Schiffe. Zudem bietet das Resort seinen Gästen von hier aus täglich kostenfreie Bootstouren in den Sonnenuntergang an – ein Glas Prosecco inklusive.</p>
<figure id="attachment_16705" aria-describedby="caption-attachment-16705" style="width: 750px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-16705" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Segeln.jpg" alt="" width="750" height="500" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Segeln.jpg 750w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Segeln-300x200.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/12/2016-12-19-Segeln-660x440.jpg 660w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-16705" class="wp-caption-text">Foto: Sani Resort</figcaption></figure>
<p><strong>Nicht weiter weg als Mallorca</strong><br />
Den Flughafen Thessaloniki erreicht man ab den meisten deutschen Flughäfen in etwa zweieinhalb Stunden. Flüge werden von zahlreichen Airlines wie Aegean, Condor, Eurowings, Air Berlin und Ryan Air angeboten, welche die Stadt teilweise ganz neu in ihren Plan aufgenommen haben. Das Sani Resort erreicht man vom Flughafen aus in etwa 45 Minuten. Bei Buchung über die Website des Hotels ist der private Transfer ab einer Buchung von fünf Übernachtungen inklusive. Ein Vorteil für alle Familien: Das erste Kind unter zwölf Jahren darf kostenfrei übernachten. Frühbucher erhalten bis zum 28. Februar 2017 zudem zusätzlich bis zu 20% Ermäßigung für den Sommer 2017.</p>
<p><strong>Über das Sani Resort</strong><br />
An der Küste der bekannten Kassandra-Halbinsel gelegen, präsentiert sich das familiengeführte Sani Resort auf einem 1.000 Hektar großen Gelände mit Naturschutzgebiet als wahres Hideaway. Es umfasst gleich vier Fünf-Sterne-Hotels: das Sani Beach, den Sani Club, das Porto Sani und das Sani Asterias. Ab Juni 2017 kommt mit dem Sani Dunes noch ein weiteres Fünf-Sterne-Haus hinzu, das sich vornehmlich an Paare und Familien mit Kinder ab zwölf Jahren richtet. Gleich 20 Restaurants und diverse Bars laden zu kulinarischen Höchstgenüssen aus aller Welt ein. Die moderne, hauseigene Marina bietet auch Superyachten ganzjährig ein sicheres Zuhause. Gäste von nah und fern können sich hier auch an den noblen Boutiquen und Restaurants erfreuen. Lagunenartige Pool-Landschaften, vier Spas sowie ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot machen das Sani Resort zum Traumziel für aktive Urlauber und Familien. Einen besonderen Namen gemacht hat sich das Resort auch durch die jährlichen Events: diese reichen vom Sani Gourmet Festival, über die Eco-Days, bis hin zum Sani Festival mit renommierten Künstlern aus Jazz und Weltmusik. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Thessaloniki, der nur eine knappe Autostunde vom Resort entfernt ist und von allen großen Airports im deutschsprachigen Raum angeflogen wird, beispielsweise von Aegean Air. Mehr Details unter www.sani-resort.com.</p>
<p><em>Quellennachweis: Wilde &amp; Partner Public Relations</em></p>
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		<title>Athos, der genussreiche Heilige Berg</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/reisetipps/athos-der-genussreiche-heilige-berg/12400/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2016 07:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Mönchsrepublik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen „Garten der Gottesmutter“ darf eine Jungfrau Maria betreten, aber sonst kein weibliches Wesen. Das Ávaton als Einreiseverbot gilt auch für Vierbeiner. Darum ranken sich manche sagenhafte Erzählungen wie jene, das man Hennen nur hielt, weil Eigelb sich bestens zur Ikonenmalerei eignet. Und jede Katze duldet zum Schutz vor Mäuseplagen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Diesen „Garten der Gottesmutter“ darf eine Jungfrau Maria betreten, aber sonst kein weibliches Wesen. Das Ávaton als Einreiseverbot gilt auch für Vierbeiner. Darum ranken sich manche sagenhafte Erzählungen wie jene, das man Hennen nur hielt, weil Eigelb sich bestens zur Ikonenmalerei eignet. Und jede Katze duldet zum Schutz vor Mäuseplagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Mythen zu Fakten: die halbautonome Mönchsrepublik auf dem östlichen „Finger“ der Halbinsel Chalkidike, rund 340 qkm groß und 43 km lang, gipfelt beim südwestlichen Ende im Berg Athos, 2033 Meter hoch. Sie riegelt sich von der banalen Außenwelt wie der Oberhoheit Griechenlands ab durch 5 Kilometer Zaun und Mauer. Etwa 2000 Mönche – Tendenz schwankend – zählt der sakrale orthodoxe Staat, in dem russischen, dem serbischen und dem bulgarischen Kloster wie in den 17 griechischen Klostergemeinschaften. Ferner leben auf Athos auch ein paar Polizisten oder sogar Postbeamte – Briefmarken vom und aus diesem UNESCO-Weltkulturerbe sind begehrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich kommt es mal zu unerlaubten Grenzübertritten, aus Protest oder Neugier. Jedoch ist das Leben der Mönche eher entbehrlich und abgewandt als besonders aufregend, erscheint uns meist fremd und fast befremdlich. Die Uhren gehen hier anders, tatsächlich. Mit Sonnenuntergang ist es Null Uhr wie einst in Byzanz und heut beinah zwei Wochen früher. Man zählt die Tage nach dem julianischen Kalender, nicht nach dem gregorianischen wie wir. Was aber reizvoll sein kann, sich wieder- und zurechtfinden in einer anderen Zeit und im uns ungewohnt geistigen Raum. Maximal 120 Mann dürfen täglich die Grenze passieren, davon generell lediglich 10 nicht orthodox gläubige Ausländer. Alle landen in Dafni an, dem Hafen für Einreiseberechtigte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Küstentour mit Klosterblick für alle</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als Einreiseerlaubnis dient das Diamonitirion, notwendig bereits für den Besuch des Weingutes Metochi Chromitsa nicht weit vom gut bewachten Grenzzaun. Dieses exotisch anmutende Dokument gestattet den Aufenthalt von bis zu vier Tagen mitsamt Übernachtung, dazu Speis und Trank in drei (eines pro Nacht) der zwanzig bewohnten Klöster und „Skiten“, meist kleinen Siedlungen wie das Weingut. Gegen Entgelt von derzeit 25 Euro erhält Mann es, zierlich gestempelt und mit den Signaturen von vier Äbten aus den Gemeinschaften versehen, im Pilgerbüro von Ouranoupoli. Für Bootsfahrten entlang der Küste in dem gebührenden Abstand von 500 Metern zum Ufer ist es nicht erforderlich.</p>
<figure id="attachment_12409" aria-describedby="caption-attachment-12409" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-12409" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bootsfahrt.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="620" height="2240" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bootsfahrt.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bootsfahrt-166x600.jpg 166w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12409" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">So legen wir also ab, Frauen, Männer und Kinder beiderlei Geschlechts an Bord des Ausflugsdampfers. Der Hafen von Ouranopoli, dem letzten Ort vor der Mönchsrepublik, mit trutzigem Turmbau, nun Museum, und kleiner Kapelle am Rande bleibt zurück – samt kommerziellen Verlockungen. Unter Deck im Shop gibt’s dafür diverse Devotionalien wie Weihrauch und Myrte segensreich verströmendes Parfum. Aber fast alle Passagiere stehen lieber schon an der Reling und halten Ausschau. Es kreischen die Möwen um uns, am steinigen Ufer steht verlassen wohl ein Lagerhaus. Neu auf alt getrimmt, zieht schmuck der Dreimaster an uns vorbei. Da, erstes Kloster in Sicht! Meyali Moni aber gilt als Kirche. 180 Klöster zählte Athos einst, nun nur noch zwanzig. Von ferne grüßen Moni Zographou und Constamonitou. Unten am Wasser stehen deren Arsenale fest gefügt und teils neu mit roten Ziegeln gedeckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann erhebt sich doch noch Moni Docheiariou vor unseren Augen. Steil steigen die Klostermauern an, ‚eine feste Burg’ und als Krönung ein Turm und keine Kuppel. Es wurde im 11. Jh. gegründet und bald reichlich von Kaiser Michael VII. Doukas gefördert. Nach der Brandschatzung durch Piraten 1578 aufs Neue hochgezogen mit dem Glockenturm als die letzte Erweiterung im 18. Jahrhundert. Hauptanziehungspunkte im Klosterkomplex sind die Fresken der Kretischen Schule in der Kirche und die wundertätige Ikone der Muttergottes in der Gorgoepikos-Kapelle. Nur einige Bootsminuten später gehen wir vor Moni Xenofontos in Position. Dieses Kloster förderten die Fürsten der Walachei im 16. wie 17. Jh. und auch seine alte Kirche schmücken Fresken der Kretischen Schule, ausgeführt um 1544 von Meister Antonius. Breit hin gelagert erstreckt sich die Klosteranlage vor unseren Augen, behäbig wäre da nicht der wehrhafte Mauerkranz des stattlichen Gevierts mit seinen aufgesetzten Gebäuden. In Lila und Rot ragen aus erkennbar begrüntem Innenhof sechs Kuppelbauten empor.</p>
<p style="text-align: justify;">Heiliges Highlight jeder Halbtags-Bootsfahrt entlang des Athos ist Moni Panteleimonos. Eine kleine Klosterstadt – sowie russische Exklave am Mittelmeer seit 250 Jahren. Rossikon wie es deshalb auch genannt wird erlebte dank der huldreichen Hand von russischen Zaren einen steilen Aufstieg. Mehrfach um- und ausgebaut, wurde es mit über 2000 Mönchen vor 100 Jahren das bedeutendste Kloster – mit der größten Glocke Griechenlands, oder zumindest der zweit-schwersten. Als wertvollste Reliquie gilt der Kopf des Heiligen Panteleon. Auch wer nicht gläubig ist erfreut sich an der grünen Dachlandschaft mit Kreuzen und Kuppeln. Wladimir Putin besuchte Rossikon am 9. September 2005 und es gefiel ihm so gut wie alle russischen Zaren vor ihm, die jemals hier waren. Wir Mannsbilder besuchen lieber – das Weingut vom Kloster. Mit köstlicher Küche. Denn was die Mönche machen, mundet meistens. Wenn es auch nicht immer – wie hier bei Epifanios – danach aussieht.</p>
<figure id="attachment_12412" aria-describedby="caption-attachment-12412" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12412" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Klosterkueche.jpg" alt="Foto: Mount Athos Area Organisation" width="620" height="872" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Klosterkueche.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Klosterkueche-300x422.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12412" class="wp-caption-text">Foto: Mount Athos Area Organisation</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Zuerst aber tuckern alle noch ein Stück Halbinsel entlang. In der Ferne zeigt sich wenn auch recht wolkenverhangen der eigentliche Berg Athos. Vorbei am Anleger von Dafni umrunden wir Kap Kastanias und folgen einer meist locker bewaldeten selten kahlen Küste die streckenweise steil ins Meer abfällt. Oberhalb einer Bucht liegt in 230 Meter Höhe auf Fels gebaut Moni Simonos Petras. Gegründet zur Mitte 14 Jh. vom Heiligen Simon erscheint das Kloster so nah am Himmel als für die Ewigkeit fest gefügt. Oft wurde es aber ein Opfer der Flammen. Die beiden nächsten Gottesburgen und unsere letzten auf der Bootstour hatten etwas mehr Glück. Moni Grigoriou sowie Moni Dionissiou entstanden nach Bränden neu mit sehenswerten Wandgemälden. Sie konnten ihre bedeutenden Bibliotheken und wundertätige tragbare Ikonen als sakralen Schatz bis heute hüten. Wer sich die vier Tage Zeit als Pilger auf Wanderschaft nimmt, wird auch noch die eine oder andere Einsiedelei, „Kellion“ genannt, entdecken. Wir aber kehren bereits nah am Berg Athos mit Blick auf ein vermutlich verlassenes Kloster um – zurück nach Ouranoupoli in der weltlichen Erde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein Wein für Kenner und den Kreml</strong></p>
<p style="text-align: justify;">1969 ging Evangelos Tsantalis auf die Pirsch. Er jagte auf Athos – erstaunlich. Ein Ungewitter zwang ihn in Metochi Chromitsa Zuflucht zu suchen. Der Orkan verzog sich, und bei klarer Sicht sah der gelernte Winzer einen verlassenen Weinberg vor sich – und dessen ertragreiche Zukunft. Wir lauschen der Geschichte auf der Terrasse vom Pavillon, wo Gästegruppen gern gute Tropfen kredenzt werden. Mitten im Rebland, mit Blick übers Meer. Schlendern dann durch die sakrale Anlage, bevor unser kundiger Begleiter Christos Bitzios, Regionalmanager bei Tsantali, hinab in den Keller bittet zur lockeren Weinprobe.</p>
<figure id="attachment_12415" aria-describedby="caption-attachment-12415" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12415" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Weinproduktion-Mount-Athos.jpg" alt="Foto: Foto: Matthias Dikert" width="620" height="1833" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Weinproduktion-Mount-Athos.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Weinproduktion-Mount-Athos-203x600.jpg 203w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Weinproduktion-Mount-Athos-346x1024.jpg 346w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12415" class="wp-caption-text">Foto: Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">„Kormilitsa“ nennen die Russen das Klostergut, eigentlich bezeichnet das Wort Nahrungsgeber(in) wie die stillende Mutter. Wir finden, dass passt gut zum Wein, den Putin im Kreml auftischt. Beim Bankett im Rossikon wurde ihm ein alter Roter serviert. Seit 2007 ist Tsantali mit „Kormilitsa Gold“ offizieller Hoflieferant. Nur 5450 Flaschen maximal werden pro Jahrgang abgefüllt, alle sind mit dem Wappen vom Kreml geschmückt und jeder Rotwein ist nummeriert. 70% Cabernet Sauvignon, notieren wir, und 30% Limnio, eine autochthone Sorte, die man wohl zuerst auf der Insel Limnos anbaute. Reift zuerst 24 Monate in Eichenfässern, danach in der Flasche. Was der Kreml von der limitierten Auflage nicht abnimmt, kommt in den Handel – und wird beispielsweise in Ouranoupoli für schlappe 180 Euro an Frau oder Mann verkauft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die nicht vergoldete Kormilitsa-Kollektion umfasst zwei Rote sowie einen Weißen aus Assyrtiko und Chardonay-Trauben. Tsantali, einer der bedeutendsten Produzenten in Nordgriechenland, setzt sich önologisch auf Athos für den ökologischen Weinbau ein. Nicht nur bei Kormilitsa. Auch beim Agiorotiko Abaton als limitierter Bio-Wein mit Kultstatus – Rebsorten sind wieder Cabernet Sauvignon und Limnio. Er nimmt sich neun Monate Zeit zur Reifung im Barrique. „Noten von dunklen Beeren, Pfeffer im Duft“ ertasten Sinnesorgane beim Tasting. Der Agathon wurde vielfach prämiert, beim Agathon X werden die besten Bio-Trauben separat mit der Hand gelesen. Als Laien halten wir uns eher ans Optische. An allerlei präsentierte Fässer im Weinkeller, an die Kunstobjekte dort, altes Winzergerät – und an die Bocksbeutel. Beinah wie in Mainfranken. Aber so wundervoll kalligraphisch verzierte Etiketten gibt’s dort kaum. Am schönsten beim Agioritikos rosè, ein Cuvee aus den autochthonen Sorten Xinomavro, Limnio und Roditis. „Im Duft Aromen von Erdbeeren und Kirschen“. Auch der edelsüße Agioritiko Mana findet seinen Liebhaber.</p>
<p style="text-align: justify;">Rund hundert Hektar baut Tsantali hier ökologisch an. Bis auf 200 Meter Höhe, terrassenförmig. Sandige, tiefe Böden, arm an organischen Substanzen, aber die Unterböden sind reichlich gesegnet mit Spurenelementen, mit kristallinen Kieselsteinen welche zum fruchtigen Charakter und zum fülligen Körper der Weine beitragen. Das glauben wir gern in dieser heiligen Atmosphäre. Und speisen dann oben in einer adretten Gaststube, nebenan von der Bibliothek und den Gemächern für die Nacht ganz genussvoll. Die Küche ist kleiner als eine Kombüse. Jedoch die Gerichte werden mit viel Liebe und großem Herzen hergestellt. Authentisch ist zum Modewort geronnen, aber dank den Mönchen vom Wein war’s wahrlich so – bei Gott.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kouzina – der Heilige Berg tischt auf</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jedes Jahr von Ende Mai bis Anfang Juni kommt die Küche vom heiligen Berg in dessen Umland genuin zur Geltung. Als erstes sind wir bei Nick und Miranda zu Gast, sitzen bei Sonnenuntergang mit Blick zur Insel Amoliani auf deren Terrasse vom logo „Athos“ und lassen es uns schmecken.</p>
<figure id="attachment_12418" aria-describedby="caption-attachment-12418" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12418" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Athos-Taverna.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="620" height="1232" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Athos-Taverna.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Athos-Taverna-300x596.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Athos-Taverna-515x1024.jpg 515w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12418" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das von Touristen gut besuchte Restaurant zeigt sich beim Food Festival von seiner besten Seite. Besonders in punkto Fisch erweist sich die gastronomische Location als richtige Wahl. Denn die Mönche essen ja keinerlei Fleisch, sondern nur Meeresgetier, dazu Gemüse und Früchte, Kräuter und Nüsse. Das leckere Dessert würden sie wohl auch nicht als Teufelszeug abweisen. Obwohl, teuflisch gut war es schon. Und da Fisch bekanntlich schwimmen muss, lohnt sich der Griff ins volle Weinregal. Kormilitsa gibt’s bestimmt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Siehe, Athos isst anders“ sagt Jotta</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nun sind wir auf den Geschmack dieser echten Ökoküche gekommen und lassen uns gerne in ihre Geheimnisse und Rezepturen einführen. Wer wäre dazu besser geeignet als Jottta Mitsiou-Polychronidou aus Thessaloniki, Philologin, TV-Chefköchin und Autorin des Werks „Griechenland isst anders“. Und Athos ja ohnehin. In den Klöstern und Skiten ernährt Mann sich von dem, was Erde und Meer hergeben auf sowie am Heiligen Berg. Ihren Felsen empor kletterten die kultivierten Terrassen bei den drei letzten Klöstern, die wir während der Bootsfahrt zu Gesicht bekamen. Gepflegt sind die Gemüsegärten auf Athos und nur selten verfallen. Jotta weiht uns Laien ein: „Mönche kochen alles, sie braten und frittieren nie“. Und sammeln an Wildkräutern, was bei ihnen nicht vor der Pforte wächst. Athos ist und bleibt ein Bio-Paradies, wenn es so, fast unberührt, weiter existieren kann – und das die Halbinsel umgebende Meer noch lange von störenden Umwelteinflüssen verschont wird.</p>
<figure id="attachment_12421" aria-describedby="caption-attachment-12421" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12421" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Dinner.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="620" height="1228" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Dinner.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Dinner-300x594.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Dinner-517x1024.jpg 517w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12421" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Darauf stoßen wir alle an mit unserem Gastgeber Grigoris, dessen Weinlager gut gefüllt ist. Seine Familie produziert auch edles natives Olivenöl – und betreibt bei Ouranoupoli in bester Strandlage ein Camping mit Bungalows. Aus der – für uns – Schauküche der Taverna kommt ein Gedicht von Gericht nach dem anderen. Fischsuppe frisch vom Fang – heute war wohl Zackenbarsch im Netz. Hinein mit Möhren und Zucchini und würzigen Kräutern vom Berg. Ein Salat mit viel Rukola und Wildkräutern, Nüssen, Honig, natürlich Olivenöl und vermutlich etwas Essig servieren Jotta und ihre hiesige Assistenzköchin. Grigoris zeigt uns eine Menge von Seeigeln – stehen die auch noch auf dem Speiseplan? Jetzt gibt’s den Hauptgang: Seebrasse mit Zitronensauce, im Ofen samt griechisch gefertigten Kartoffelscheiben gut gedünstet. Einfach lecker. Und der Nachtisch, traditionell Halva, schmeckt mit Kirsche herrlich. Die Seeigel heben wir uns besser auf fürs nächste Mahl. Liebe Kouzina, wir kommen wieder!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wenn, dann ins „Eagles Palace“. Das Traditionshotel, äußerst stilvoll und erstes Haus am Heiligen Berge nimmt nicht nur Architekturformen der Athos-Klöster auf – hier bereitet zur Kouzina der Mönch Epifanios die Speisen vor. Und authentischer geht’s nicht außerhalb von Athos. Wir aber logierten im „Alexandros Palace“.</p>
<figure id="attachment_12424" aria-describedby="caption-attachment-12424" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12424" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alexandros-Palace.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="620" height="829" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alexandros-Palace.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alexandros-Palace-300x401.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12424" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">5 Sterne, mit einer Pool- und Parklandschaft auf 60 000 qkm, mit Sandstrand und Spa und auch mit regionaler Küche im Angebot. Vor allem aber mit einem Panoramablick auf Amoliani, Ägäis und sogar Athos, der wirklich fünf Sterne wert ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen bei:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mount Athos Area Organisation</em><br />
GR-63075 Ouranoupoli<br />
Telefon &amp; Telefax: 0030 23770 / 211 39</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Griechische Zentrale für Fremdenverkehr</em><br />
Holzgraben 31<br />
60313 Frankfurt am Main<br />
Tel. 069 / 25 78 27 11</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Text: Christoph Merten<br />
Fotos: Matthias Dikert/Mount Athos Area Organisation</em></p>
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