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	<title>Kiew</title>
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		<title>Kirchen, Klöster, Kathedralen &#8211; Auf Stippvisite in Kiew</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/kirchen-kloester-kathedralen-auf-stippvisite-in-kiew/16342/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2016 12:53:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nur gut zwei Stunden dauert der Direktflug von Berlin nach Kiew mit Ukraine International Airlines. Es ist später Nachmittag. Die Millionenmetropole am Dnepr empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 30 Grad.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/kirchen-kloester-kathedralen-auf-stippvisite-in-kiew/16342/">Kirchen, Klöster, Kathedralen &#8211; Auf Stippvisite in Kiew</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nur gut zwei Stunden dauert der Direktflug von Berlin nach Kiew mit Ukraine International Airlines. Es ist später Nachmittag. Die Millionenmetropole am Dnepr empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 30 Grad.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Passkontrolle ist schnell erledigt, problemlos. Der Reisepass genügt, ein Visum ist nicht erforderlich. Am Ausgang erwartet uns Frank von der Tourismuszentrale. Er wird unsere Gruppe in den nächsten drei Tagen auf einer Erkundungstour durch Kiew und seine Umgebung begleiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fahren zum Hotel. Vor uns liegt unübersehbar das breite Band des Dnepr. Er prägt das Bild der Landschaft. Der mächtige Strom fließt unaufgeregt, gemächlich dahin, ist wichtige Lebensader des Landes. Er teilt Kiew in zwei Stadtteile – die alte und die neue Stadt. An seinen Ufern wurden hier vor 1500 Jahren die ersten Siedlungen gebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon aus der Ferne erblicken wir Zeugnisse der alten Kultur und Geschichte. Über den Baumwipfeln am bergigen Ufer erheben sich majestätisch prachtvolle Kirchenpaläste. Ihre zahlreichen vergoldeten Kuppeln strahlen in der Abendsonne im neuen Glanz. Ein faszinierender Anblick. Es sind viele dieser Prachtbauten, die der Altstadt ihr besonderes Gesicht verleihen. Sie sind sichtbare Wahrzeichen, das Kiew eine Stadt der Kirchen, Klöster und Kathedralen war und ist. Frank hat unsere staunenden Blicke beobachtet. Morgen, so sagt er, werden wir die schönsten Kirchen kennenlernen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erreichen unser Hotel – das „Radisson Blu Kiew“.</p>
<figure id="attachment_16343" aria-describedby="caption-attachment-16343" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-16343" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Radisson-Blu-Kiew.jpg" alt="Fotos. Matthias Dikert " width="800" height="290" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Radisson-Blu-Kiew.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Radisson-Blu-Kiew-300x109.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Radisson-Blu-Kiew-768x278.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Radisson-Blu-Kiew-660x239.jpg 660w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16343" class="wp-caption-text">Fotos. Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das Vier-Sterne-Haus liegt im historischen Stadtteil Podil, dem alten Zentrum von Kiew. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier schon zu Fuß zu erlaufen. 164 Zimmer und Suiten warten auf Gäste aus aller Welt – ob Urlauber oder Geschäftsleute. Auf Tagungen und Events ist das Hotel bestens eingerichtet. Es macht auf uns einen gediegenen Eindruck, verbreitet Wohlfühlatmosphäre. Nach einem sehr freundlichen Empfang beziehe ich mein Zimmer. Es ist geräumig, klimatisiert und komfortabel ausgestattet. Mein Eindruck – hier werde ich gut schlafen. Doch dazu ist es noch zu früh.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abendessen geht es zu einer besonderen Lokalität – zum Restaurant „Spotykach“, eine bekannte Adresse für Feinschmecker und Nostalgiker. Wer hier speisen möchte, ist gut beraten, vorher Plätze zu bestellen. Das Restaurant liegt etwas versteckt im Innenhof, abseits der Hauptstraße. Das Interieur erinnert an sowjetische Zeiten, gibt dem Raum ein ganz besonderes Ambiente.</p>
<figure id="attachment_16344" aria-describedby="caption-attachment-16344" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-16344" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Spotykach.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert " width="800" height="560" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Spotykach.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Spotykach-300x210.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Spotykach-768x538.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Spotykach-660x462.jpg 660w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16344" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Zur Begrüßung wird jedem Gast der hauseigene Wodka mit Meerrettich gereicht. Ein würziges belebendes Entré. Die Speisekarte bietet ukrainische, russische und internationale Spezialitäten. Wer möchte, kann auch Kosmonautennahrung aus Tuben bestellen. Wir essen Hühnersuppe, gefüllte Teigtaschen und Boeuf Stroganoff. Alles schmeckt vorzüglich. Der Service ist überaus freundlich und aufmerksam. Es hat sich gelohnt, hier eingekehrt zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Tag geht es – wie versprochen – zu den markanten Klöstern und Kathedralen der Stadt. Neben Frank ist Marina mit dabei – eine junge kluge Frau. Sie begleitet uns als Stadtführerin während unserer Reise.</p>
<p><strong>Die Kirchenstadt „Kiewer Höhlenklöster“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Erster Anlaufpunkt sind die weiträumigen Anlagen des „Kiewer Höhlenklosters“ auf den Höhen am rechten Dnepr-Ufer. Es ist ein riesiges einmaliges Kirchenensemble, das sich auf einer Fläche von 29 Hektar ausbreitet. Über 40 einzigartige Baudenkmäler stehen auf dem Klostergrund. Sie stammen aus verschiedenen Epochen zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert. Bedingt durch das hügelige Gelände gibt es einen oberen und unteren Klosterbereich. Allein im oberen Teil erheben sich fünf Kirchen. Die größte, prunkvollste und älteste ist die „Maria-Himmelfahrts-Kathedrale“ aus dem 11. Jahrhundert. Sie nimmt den zentralen Platz ein, fesselt unseren Blick, als wir den Innenhof der ummauerten Klosteranlage betreten.</p>
<figure id="attachment_16345" aria-describedby="caption-attachment-16345" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-16345" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-KiewerHoehlenkloester.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="800" height="1650" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-KiewerHoehlenkloester.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-KiewerHoehlenkloester-291x600.jpg 291w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-KiewerHoehlenkloester-768x1584.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-KiewerHoehlenkloester-496x1024.jpg 496w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16345" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein mächtiges, erhabenes Bauwerk. Seine vielen vergoldeten Kuppeln glänzen eindrucksvoll im strahlenden Sonnenlicht. Über Jahrhunderte war die Kathedrale das geistliche Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche. 1941 sprengten faschistische Truppen das historische Denkmal. Originalgetreu wieder aufgebaut, zeigt sich die Kathedrale heute wieder in ihrem ursprünglichen Antlitz.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir bestaunen vor der Kathedrale den fast hundert Meter hohen Glockenturm mit seiner prachtvollen architektonischen und künstlerischen Gestaltung. Der Aufstieg lohnt, bietet eine herrliche Aussicht auf das Klostergelände mit seinen vielen Kirchen und den Wohnhäusern der Mönche. Fast 100 leben, beten und arbeiten heute hier.<br />
In der „Dreifaltigkeitskirche“ bewundern wir sehr gut erhaltene Wandmosaiken aus dem 12. Jahrhundert.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann steigen wir hinab zur unteren Klosteranlage – ebenfalls ein Ensemble eindrucksvoller Kirchenbauten. Anziehungspunkt aber sind vor allem das „Höhlenlabyrinth“ unterhalb der Kirchen, das dem Kloster seinen Namen gab und an seine Anfänge erinnert. 1051 siedelten sich hier zwei Mönche an und gruben sich Höhlen in die Erde, um zu meditieren und Gott nahe zu sein. Mit der wachsenden Zahl der Mönche wurde das Höhlensystem weiter ausgebaut und später darüber Kirchen errichtet.<br />
Ehrfurchtsvoll, schweigsam, mit einer brennenden Kerze in der Hand, beginnen wir den Abstieg in das Labyrinth. Der flackernde Kerzenschein erhellt uns den Weg in die Tiefe.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Duft von Weihrauch liegt in der Luft. Die mannshohen Gänge sind sehr eng. Daneben haben sich die Mönche kleine Zellen in den Fels gemeißelt für ihr entsagungsvolles Einsiedler Leben.<br />
Wir stehen an einer Durchreiche in der Wand. Marina klärt uns auf. Manche Mönche haben sich vollständig einmauern lassen und wurden bis zu ihrem Tod über diese Öffnung mit Nahrung und Wasser versorgt, erzählt sie uns. Für uns kaum vorstellbar.<br />
Dann weitet sich der Gang zu einem kleinen Raum. Wir erblicken einen niedrigen reich geschmückten Altar, eine kleine Kirche unter der Erde. Sechs dieser Miniaturkirchen gibt es in den Höhlen. Auch heute halten die Mönche hier noch täglich Gottesdienste ab.</p>
<figure id="attachment_16346" aria-describedby="caption-attachment-16346" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16346" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Kiewer-Hoehlenkloester–unterer-Klosterbereich.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="820" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Kiewer-Hoehlenkloester–unterer-Klosterbereich.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Kiewer-Hoehlenkloester–unterer-Klosterbereich-300x308.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Kiewer-Hoehlenkloester–unterer-Klosterbereich-768x787.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Kiewer-Hoehlenkloester–unterer-Klosterbereich-660x677.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16346" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Immer wieder stoßen wir in den Nischen der langen Gänge auf mumifizierte Leichname. Das Höhlenlabyrinth war damals nicht nur Lebens-, sondern auch Begräbnisstätte der Mönche. Wir fühlen uns in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Nachdenklich steigen wir wieder zum Tageslicht empor.<br />
Wir sind überwältigt von der Fülle der Eindrücke des Höhlenkloster-Ensembles mit seiner herausragenden Architektur und Geschichte. Seit 1990 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wer Kiew besucht, muss es gesehen haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die „St. Sophia-Kathedrale“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir fahren zu einem weiteren Highlight unserer Besichtigungstour, die St. Sophia-Kathedrale. Ein vierstöckiger Glockenturm, mit üppigem Stuckdekor reich verziert, bildet gleichzeitig den Eingang zum Gelände der Kathedrale. Dahinter erhebt sich der weit ausladende, pompöse Bau, der heute Museum ist. Ein warmer Grünton bedeckt alle Dächer. Auf den neun Kuppeln sitzen goldene Zwiebeltürme mit einem Kreuz an der Spitze. Ein Anblick zum Verweilen und Genießen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Führung erwartet uns in der Vorhalle. Hier stehen zwei Modelle, die das ursprüngliche Bauwerk im byzantinischen Stil und in seiner heutigen Form darstellen. Von unserer Museumsführerin erfahren wir, die Kathedrale wurde Anfang des 11. Jahrhunderts erbaut. Sie war damals kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt, lange Zeit auch Sitz der orthodoxen Kirche. Hier fanden Hofzeremonien, Krönungen der Kiewer Fürsten statt, wurden Botschafter empfangen.</p>
<figure id="attachment_16347" aria-describedby="caption-attachment-16347" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16347" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Sophia-Kathedrale.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="2115" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Sophia-Kathedrale.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Sophia-Kathedrale-227x600.jpg 227w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Sophia-Kathedrale-768x2030.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Sophia-Kathedrale-387x1024.jpg 387w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16347" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Tataren haben die Kirche mehrfach verwüstet. Trotzdem sind viele der wunderbaren Fresken und Mosaiken der byzantinischen Kunst bis heute erhalten geblieben. Sie zeigen zahlreiche biblische Geschichten mit bekannten Aposteln. Auch wenn sich die äußere Gestalt der Kathedrale verändert hat, so blieb der Innenraum mit seinen fünf Seitenaltären und ein Teil der wertvollen Wandbilder im alten Stil erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie so viele andere Kirchen in Kiew, sollte dieses Geschichts- und Kulturdenkmal von Weltrang auf Stalins Befehl abgerissen werden. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte dieses frevelhafte Vorhaben.<br />
Der Innenhof mit allen Gebäuden des ehemaligen Klosters und die Kathedrale stehen unter Denkmalschutz und gehören ebenfalls zum Weltkulturerbe der Menschheit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Andreas-Kirche und Andreas-Steig“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Unser nächstes Ziel sind die „Andreas-Kirche“ und der „Andreas-Steig“ im historischen Kern der Stadt. Auf dem Alt-Kiewer Berg erhebt sich weithin sichtbar der prächtige Barrockbau, der dem Apostel Andreas gewidmet ist. Seine Fassaden sind hellblau gestrichen, dunkelblau zeigen sich die Kuppel und die vier kleinen dekorativen Türme an den Ecken. Ein herrliches Bild.</p>
<figure id="attachment_16348" aria-describedby="caption-attachment-16348" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16348" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Andreas-Kirche-und-Andreas-Steig.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="850" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Andreas-Kirche-und-Andreas-Steig.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Andreas-Kirche-und-Andreas-Steig-300x319.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Andreas-Kirche-und-Andreas-Steig-768x816.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Andreas-Kirche-und-Andreas-Steig-660x701.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16348" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir gehen den Andreas-Steig hinab. Er ist mit alten Kopfsteinen gepflastert, schlängelt sich zwischen zwei Bergen hindurch und verbindet die Oberstadt mit der Unterstadt, dem alten historischen Stadtviertel Podil. Der Steig ist bei Touristen und den Kiewern gleichermaßen beliebt. Hier ist die Kunstszene zu Hause. Maler bieten ihre Bilder auf der Straße an. Galerien und Souvenirverkäufer buhlen um Kundschaft. Bars, Cafés und Restaurants locken zur Einkehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Häuser am Andreas-Steig verbreiten das Flair zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie bilden ein sehenswertes architektonisches Ensemble unterschiedlicher Baustile. Neben der Andreas-Kirche ragt dabei das Schloss „Richard Löwenherz“ heraus, das im Stil der englischen Neugotik errichtet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach so vielen Besichtigungen und Eindrücken machen wir Mittagspause im Restaurant „Kanapa“. Äußerlich sieht man dem Haus mit seiner schlichten Holzverkleidung nicht an, dass es zu den gefragtesten Restaurants in Kiew gehört. Bei der sommerlichen Hitze nehmen wir auf der überdachten Terrasse Platz. Die Speisekarte ist umfangreich. Angeboten werden vor allem ukrainische Spezialitäten.</p>
<figure id="attachment_16349" aria-describedby="caption-attachment-16349" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16349" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Kanapa.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert " width="800" height="290" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Kanapa.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Kanapa-300x109.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Kanapa-768x278.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Restaurant-Kanapa-660x239.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16349" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein köstlicher frischer Salat wird uns als Vorspeise auf einer Baumscheibe gereicht. Der Borschtsch wird in einem ausgehöhlten Kohlkopf serviert. Wir genießen Klöße mit Fleisch und einen sehr leckeren Nachtisch. Es heißt nicht umsonst – das Auge isst mit. Im Kanapa stimmt nicht nur die Qualität des Essens, auch die Präsentation der Speisen ist überaus kreativ und meisterlich. Das ist außergewöhnlich. Ein freundlicher, unaufdringlicher Service unterstreicht den hervorragenden Eindruck. Wer hier einkehrt, wird es nicht bereuen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fahrt auf dem Dnepr</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Essen geht es zum Hafen. Eine einstündige Schiffstour auf dem Dnepr ist angesagt. Zeit zum Entspannen, aber auch Muße, das herrliche Panorama der Stadt vom Wasser aus zu erleben. Bis zu 1000 Meter weitet sich der Fluss in Kiew. Sieben Brücken überspannen ihn. Noch einmal erleben wir die goldenen Kuppeln der Kathedralen, eingebettet in das weite Grün am Steilhang des Dnepr.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Höhlenklosterkomplex erhebt sich übermächtig das Monument der „Mutter-Heimat“ &#8211; ein Bau aus der Sowjet-Ära. Sie stört das harmonische Bild der Landschaft, kann trotz ihrer Dominanz den Glanz der Kirchenkuppeln nicht verdecken.<br />
Am linken, flachen Ufer zieht sich ein langer Sandstrand dahin. Viele Kiewer tummeln sich hier, nutzen das warme Wetter zum Baden und Erholen. Der Blick in das Hinterland zeigt ebenfalls ausgedehnte Grünflächen, aus denen sich erst in der Ferne die Hochhäuser der Neustadt erheben.</p>
<figure id="attachment_16350" aria-describedby="caption-attachment-16350" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16350" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Fahrt-auf-dem-Dnepr.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="1170" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Fahrt-auf-dem-Dnepr.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Fahrt-auf-dem-Dnepr-300x439.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Fahrt-auf-dem-Dnepr-768x1123.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Fahrt-auf-dem-Dnepr-660x965.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16350" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">22 große Parkanlagen gibt es in der Stadt. Neben den Kirchen bestimmen auch sie das schöne Bild der Landschaft. So trägt Kiew zu recht den Beinamen „Gartenstadt“.<br />
An einigen kleinen Buchten liegen große Hotelschiffe vor Anker. Eine kleine runde Wasserkirche erweckt unsere Aufmerksamkeit. Dahinter viele Hafenkräne, die die große wirtschaftliche Bedeutung des Dnepr erahnen lassen. Eine kurze Fahrt mit vielen schönen Eindrücken, die man sich gönnen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Vom Hafen fahren wir mit der Standseilbahn wieder hoch in die Altstadt.</p>
<figure id="attachment_16351" aria-describedby="caption-attachment-16351" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16351" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Standseilbahn.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="580" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Standseilbahn.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Standseilbahn-300x218.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Standseilbahn-768x557.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Standseilbahn-660x479.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16351" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Seit 1905 gibt es sie, inzwischen mehrfach umgebaut und technisch modernisiert. Die Fahrt dauert nur drei Minuten und kostet wenige Cents.</p>
<p style="text-align: justify;">
<strong>Das „St. Michael-Kloster“</strong></p>
<p>Oben angekommen stehen wir auf dem Michael-Platz direkt vor dem Eingang zum „St. Michael-Kloster“, das den Namen des Schutzheiligen von Kiew trägt. Es befindet sich in Sichtachse zu der nur wenige hundert Meter entfernten St. Sophia-Kathedrale.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch hier bildet ein imposanter Glockenturm den Zugang zum Klostergelände mit der prächtigen St. Michael-Kathedrale. Eine leuchtend blaue Farbe schmückt ihre Fassaden. Im Kontrast mit den vielen goldenen Kuppeln ein überwältigender Eindruck.<br />
Das historische Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert erlitt ein barbarisches Schicksal zu Zeiten der Stalin-Herrschaft. 1937 wurde die gesamte Klosteranlage gesprengt und zerstört.</p>
<figure id="attachment_16352" aria-describedby="caption-attachment-16352" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16352" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Michael-Kloster.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="1130" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Michael-Kloster.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Michael-Kloster-300x424.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Michael-Kloster-768x1085.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-St.-Michael-Kloster-660x932.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16352" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle wollten die Machthaber ein neues Regierungszentrum errichten. Doch von dem Plan wurde nur ein Gebäude verwirklicht. Heute ist es Sitz des Außenministeriums der Ukraine.<br />
In nur vier Jahren wurde die St. Michael-Kathedrale in ihrem ursprünglichen Aussehen wieder aufgebaut. Seit 2000 zeigt sie sich in alter Pracht und Schönheit den Besuchern. Wir kommen gerade zu einem Gottesdienst. Junge Mönche begleiten die Zeremonie mit wohlklingenden Gesängen.</p>
<p style="text-align: justify;">Reich ausgestattet ist das Innere der Kathedrale mit Mosaiken, Fresken und Wandbildern. Es sind erhalten gebliebene Originale und Nachbildungen der alten Heiligenbilder und biblischen Szenen. Heute ist das Kloster wieder zu neuem Leben erweckt und gehört der ukrainischen orthodoxen Kirche.</p>
<p><strong>Luxushotel „Intercontinental“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesen wunderschönen Eindrücken haben wir Gelegenheit, das renommierte „Intercontinental“ im Herzen der Altstadt kennen zu lernen. Das elegante Hotel passt durch seinen traditionellen Stil sehr gut in das Bild der Innenstadt. Es bietet den Gästen aus aller Welt Luxus pur. Schon die weiträumige Lobby zeigt sich in einem Ambiente, das herrschaftliche Eleganz ausstrahlt.</p>
<figure id="attachment_16353" aria-describedby="caption-attachment-16353" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16353" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="550" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental-768x528.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental-660x454.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Intercontinental-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16353" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die 272 Zimmer und Suiten sind exzellent ausgestattet. Für Staatsmänner, Künstler, Geschäftsleute und Urlauber besitzt das Haus in Größe und Ausstattung für jeden geeignete Räume. Es ist auch auf Events aller Art eingerichtet – für Feste, Konferenzen, Meetings. Durch seine herausragende Lage haben die Gäste von der Terrasse einen einmaligen Panoramablick auf alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt mit ihren Klöstern und Kathedralen. Auch wir konnten uns von diesem Anblick nur schwer losreißen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Küche verwöhnt mit ukrainischen und internationalen Spezialitäten. Für Fitness, Schönheit und Baden bietet ein großer Spa-Bereich viel Platz für jegliche Aktivitäten. Das Hotel „Intercontinental“ lässt keine Wünsche offen für alle, die Luxus lieben und bezahlen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Weg zum „Maidan“, dem Unabhängigkeitsplatz, machen wir noch einen kurzen Stopp an der Oper in Kiew.</p>
<figure id="attachment_16354" aria-describedby="caption-attachment-16354" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16354" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Oper.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="290" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Oper.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Oper-300x109.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Oper-768x278.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Oper-660x239.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16354" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es ist ein prunkvoller Bau, der 1901 im Stil der französischen Renaissance erbaut wurde. Viele weltberühmte Opernsänger- und Balletttänzer sind hier aufgetreten. Seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 hat die Oper den Rang eines Nationaltheaters.<br />
Dann geht es weiter über den Kreschatik – den Prachtboulevard von Kiew – eine Flaniermeile und Einkaufsmekka. Alle internationalen Luxusunternehmen haben hier ihre Geschäfte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der „Maidan“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Berg vor dem Maidan lassen wir den Bus stehen. Schon hier oben ist das blutige Drama, das im Februar 2014 weltweit für Schlagzeilen sorgte, überall gegenwärtig. 100 Menschen kamen bei dem Massaker ums Leben. An einer Straßenseite sind die Fotos der Erschossenen an einem Draht aufgehängt. Es sind Frauen, Männer allen Alters, auch Kinder. Blumensträuße – frische und verwelkte – liegen daneben. Nichts ist vergessen, was damals geschah.<br />
Marina zeigt uns die Einschusslöcher der Gewehrsalven, auch am Hotel „Ukraina“. Auf seinem Vorplatz war 2014 ein Lazarett für die vielen verwundeten Demonstranten eingerichtet.</p>
<figure id="attachment_16355" aria-describedby="caption-attachment-16355" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16355" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Der-Maidan.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="810" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Der-Maidan.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Der-Maidan-300x304.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Der-Maidan-768x778.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Der-Maidan-660x668.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16355" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir stehen am oberen Ring, blicken schweigend auf den Unabhängigkeitsplatz hinab, der wie in einem Talkessel vor uns liegt. Im Zentrum erhebt sich eine hohe Statue aus weißem Marmor. Auf ihrer Spitze steht eine junge Frau mit einem Zweig des Schneeballstrauches in der Hand. Sie ist Sinnbild des jungen unabhängigen ukrainischen Staates. Umgeben ist der Platz von Gebäuden aus den Jahren 1950 bis 1990.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir steigen weiter hinab zum Maidan. Eine große Blumenuhr am rechten Straßenrand fällt uns auf. Daneben die Schrift „Die Helden leben“. Davor sind auf Steintafeln wieder die Fotos der Opfer des Blutbades aufgereiht. Gesühnt ist ihr Tod bis heute nicht. Noch immer ist unklar, wer die Schuldigen dieses Massakers sind. Offenbar soll die Wahrheit darüber verborgen bleiben.<br />
Friedlich liegt der zentrale Platz im Abendlicht vor uns. Möge es immer so bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der nächste Tag beginnt mit einem Abstecher zum Zentral-Park. Es ist die größte Parkanlage der Stadt mit vielen alten Bäumen, blühenden Rabatten, gepflegten Wegen und erholsamen Plätzen. Eingebettet in diesen Park liegt der Marienpalast, einstige Residenz der russischen Zaren. Besuchen können wir ihn nicht. Er wird gegenwärtig umfangreich restauriert.<br />
Direkt neben dem alten Palast erheben sich zwei wuchtige Gebäudekomplexe. Hier befindet sich das politische Zentrum der Ukraine – das Haus des Ministerkabinetts mit dem Amtssitz des Präsidenten und daneben das Parlamentsgebäude. Eine Glaskuppel mit der ukrainischen Staatsflagge krönt den Bau.</p>
<figure id="attachment_16356" aria-describedby="caption-attachment-16356" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16356" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Parlamentsgebaeude.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="285" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Parlamentsgebaeude.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Parlamentsgebaeude-300x107.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Parlamentsgebaeude-768x274.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Parlamentsgebaeude-660x235.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16356" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Eine breite Allee vor dem Parlament führt zu einer Aussichtsterrasse. Von hier haben wir noch einmal einen weiten Blick über die schöne grüne Stadt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann sind wir unterwegs zu einer außergewöhnlichen Touristenattraktion knapp 60 Kilometer von Kiew entfernt – dem „Park Kiewer Rus“.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim „Ramada Encore Hotel“ am Stadtrand legen wir noch einen Zwischenaufenthalt ein. Eine breite Glasfassade ziert das hoch aufragende Gebäude. Das Vier-Sterne-Haus bietet für Geschäfts- und Privatreisende jeglichen Komfort. Die 322 Zimmer sind modern und stilvoll eingerichtet.</p>
<figure id="attachment_16357" aria-describedby="caption-attachment-16357" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16357" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="550" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel-768x528.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel-660x454.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Ramada-Encore-Hotel-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16357" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">14 verschiedene Konferenzräume stehen für Veranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung. In den Restaurants und Bars werden die Gäste mit schmackhaften Speisen der nationalen und internationalen Küche verwöhnt. Zum besonderen Serviceangebot gehört ein kostenloser Busshuttle in die Stadt und zum Flughafen.<br />
Es ist ein Hotel, das auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich ist. Für 264 Euro pro Tag ist ein Studio für fünf Personen schon zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Park Kiewer Rus“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer guten Stunde Busfahrt erreichen wir den „Park Kiewer Rus“. Wir stehen vor einer alten Holzmauer mit einem Eingangstor, das von zwei Wachtürmen begrenzt wird. In altrussischer Kleidung empfangen uns der Leiter des Parks und seine Begleitung recht herzlich. Nach altem Brauch werden uns Brot, Salz und Schnaps gereicht. Wir treten ein in die Stadt Kiew, wie sie vor 1000 Jahren ausgesehen hat. Alles, was es hier zu bestaunen und zu erleben gibt, spiegelt diese Zeit originalgetreu wider. Es ist eine einzigartige Rekonstruktion der Wladimir Stadt – des historischen Zentrums von Kiew aus der Zeit vom 5. bis 13. Jahrhundert.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus Liebe zur seiner Heimat hatte ein reicher Ukrainer die Idee dazu und mit seinem Geld begonnen, das Riesenprojekt in die Tat umzusetzen – alles authentisch, nach alten archäologischen Plänen und Unterlagen. Heute hat das alte Kiew schon Gesicht, auch wenn das Projekt noch nicht vollendet ist.</p>
<figure id="attachment_16358" aria-describedby="caption-attachment-16358" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16358" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Park-Kiewer-Rus.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="1070" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Park-Kiewer-Rus.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Park-Kiewer-Rus-300x401.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Park-Kiewer-Rus-768x1027.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Park-Kiewer-Rus-660x883.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16358" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir durchstreifen den Park, betrachten die alten hölzernen Wohn- und Handwerkshäuser. Auf dem Turnierplatz zeigen gerade Bogenschützen ihr Können. In der Ehrenloge setzen wir uns auf den Sessel, von dem einst Großfürst Wladimir mit seinem Gefolge den Wettkämpfen zusah. Wir blicken auf die gewaltige Befestigungsmauer mit ihrem hohen Eingangstor und ihren Wachtürmen. Sie trennt den Außenbereich von der Innenstadt ab. Wir besteigen die Stadtmauer. Das Bauwerk ist bis zu 15 Meter hoch und aus dicken, massiven Stämmen und Balken gezimmert. 300 Meter dieser einmaligen Holzburgmauer stehen schon. In ihrem Inneren sind kleine gemütliche Schlaf- und Wohnräume eingebaut. Hier können alle, die das mittelalterliche Leben und Treiben intensiver kennen lernen wollen, für 25 Euro übernachten.</p>
<p style="text-align: justify;">In den nachgebauten historischen Gasstätten werden mittelalterliche Gerichte angeboten.<br />
An den Wochenenden finden hier altrussische Spiele, Volksfeste und sportliche Wettkämpfe statt mit Schwertkämpfen, Reiterstunts und Dressuren. Wer möchte, kann dabei selbst mitmachen beim Bogenschießen, Messer oder Axt werfen. Wir selbst üben uns im Umgang mit den Schwertern.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Park ist auch Schauplatz für mittelalterliche Schlachten in der Kleidung und mit den Waffen der alten russischen Kämpfer.<br />
So wird die Kultur, das Leben und die Atmosphäre aus der Zeit der „Kiewer Rus“, des ältesten ostslawischen Staates, lebendig gehalten. Geschichte zum Anfassen, hautnah – ein tolles Erlebnis.</p>
<p><strong>„Farm Naturalist“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auf unserem Rückweg nach Kiew besuchen wir noch ein kleines Ferienparadies in reizvoller Natur – die „Farm Naturalist“. Dieser vor zwei Jahren errichtete Gebäudekomplex ist weit mehr als nur ein moderner Bio-Bauernhof mit großzügigen Ställen und Freigehegen für die Tiere.</p>
<p style="text-align: justify;">Angeschlossen ist ein Hotel mit Restaurant. Alles, was hier auf den Tisch kommt, sind Naturprodukte aus dem eigenen Haus, die man auch im Hofladen kaufen kann. Für die Hotelgäste bietet die Farm viele Freizeitmöglichkeiten. Der angrenzende See lädt zum Baden und Angeln ein. Wer möchte, kann reiten oder Reitunterricht bei professionellen Trainern nehmen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und einen Mini-Zoo.</p>
<figure id="attachment_16360" aria-describedby="caption-attachment-16360" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16360" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Farm-Naturalist.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="800" height="1075" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Farm-Naturalist.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Farm-Naturalist-300x403.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Farm-Naturalist-768x1032.jpg 768w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/10/2016-10-18-Farm-Naturalist-660x887.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16360" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein Hotelzimmer ist hier schon für 20 Euro zu haben und auch die köstlichen Speisen sind recht preiswert. Auf der Terrasse mit Blick zum See konnten wir uns von ihrer besonderen Qualität selbst überzeugen. Aufgetischt wurden Hühnerbrühe mit Wachtelei, Platten von Wurst- und Fleischwaren sowie eine gegrillte Ente – alles frisch vom eigenen Bauernhof. Ein Genuss.<br />
Die „Farm Naturalist“ ist für alle, die die Ruhe der Natur suchen, das Leben auf einem modernen Bauernhof kennen lernen möchten und eine schmackhafte natürliche Küche schätzen, eine gute Adresse.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist unser letzter Abend in Kiew. Schon in den drei Tagen unseres Aufenthaltes ist mir die Stadt ans Herz gewachsen. Was macht sie so anziehend und sehenswert. Aus der Fülle der Eindrücke, suche ich nach einer Antwort.<br />
Da ist das einmalige historische Flair der Stadt mit den zahlreichen Kirchen, Klöstern und Kathedralen. Erhaben, mächtig dominieren sie das Bild in der Altstadt mit ihrem weithin sichtbaren Goldschmuck auf den Zwiebeltürmen. Sie sind herausragende Zeugnisse der 1500-jährigen Kultur und Geschichte von Kiew.<br />
Da verbreiten die vielen Parks und Grünanlagen ein Gefühl der Ruhe und Harmonie, prägen auf ihre Weise das schöne Antlitz der Stadt.</p>
<p style="text-align: justify;">Da sind die freundlichen, liebenswerten, stets hilfsbereiten Menschen, die den Puls der Stadt bestimmen.<br />
Da ist Kiew, eine der preiswertesten Städte Europas, die jedem Touristen mit Euros in der Tasche einen sorglosen Urlaub ermöglicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch ist die Zahl der Reisenden aus Westeuropa spürbar zurückgegangen. Die Unruhen der letzten Jahre und der anhaltende Konflikt weit im Osten des Landes haben daran sicher Anteil. Doch davon ist in Kiew nichts zu spüren.<br />
Eine Reise zu einer der ältesten und schönsten Städte Europas ist heute bedenkenlos möglich. Wer sie nicht gesehen hat, versäumt Vieles. Wer sie erlebt hat, wird begeistert sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen bei:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ukraine International Airlines Berlin &#8211; Airport ticket office (sales agency)<br />
Terminal A Gate 2<br />
Telephone / Fax<br />
+49 30 41013601<br />
Fax: +49 30 41013636</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Text: </strong>Manfred Vieweg</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fotos: </strong><a href="http://reisegala.de/Page/index.php?site=statement&amp;action=showbericht&amp;berichtID=586" target="_blank">Matthias Dikert</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/kirchen-kloester-kathedralen-auf-stippvisite-in-kiew/16342/">Kirchen, Klöster, Kathedralen &#8211; Auf Stippvisite in Kiew</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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		<title>Weliki Nowgorod</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/weliki-nowgorod/9034/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2015 10:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue Tag begann mit einem schnellen kurzen Frühstück im Hotel „Azimut“, da auf dem Petersburger Hauptbahnhof schon der Schnellzug nach Weliki Nowgorod auf uns wartete. Um 7 Uhr betraten wir den Zug „Lastochka“ (Schwalbe) und erreichten gegen 10 Uhr die Stadt Weliki Nowgorod.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/weliki-nowgorod/9034/">Weliki Nowgorod</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der neue Tag begann mit einem schnellen kurzen Frühstück im <a href="https://www.reiseratgeber24.de/sankt-petersburg-8710.html" target="_blank">Hotel „Azimut“</a>, da auf dem Petersburger Hauptbahnhof schon der Schnellzug nach Weliki Nowgorod auf uns wartete. Um 7 Uhr betraten wir den Zug „Lastochka“ (Schwalbe) und erreichten gegen 10 Uhr die Stadt Weliki Nowgorod.</p>
<figure id="attachment_9037" aria-describedby="caption-attachment-9037" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9037" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Der-Zug-„Lastochka“-660x248.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="232" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Der-Zug-„Lastochka“-660x248.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Der-Zug-„Lastochka“-300x113.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Der-Zug-„Lastochka“.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9037" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dort empfing uns unter anderem die Stadtbilderklärerin Marina Dobrikowa vom dortigen staatlichen Museum, zeigte uns ihre Stadt und vermittelte interessante Einzelheiten.<br />
Weliki Nowgorod ist die älteste Stadt Russlands, die Wiege der russischen Demokratie, der Mittelpunkt des Handels und Handwerks im Mittelalter. Sie war der wichtigste Handelspartner der Hanse vom 12. bis zum 15. Jahrhundert und ein Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen Europa und Russland. Weliki Nowgorod war ein Treffpunkt der russischen und hanseatischen Kaufleute. Die Hanse kam den Bürgern mehrmals zu Hilfe. Die im Jahre 1231 ausgebrochene Hungersnot konnte nur dank der Getreidelieferungen aus den Hansestädten gelindert werden. Seit 1992 gehören viele Architekturdenkmäler und Gebäude Weliki Nowgorods zum Weltkulturerbe der UNESCO. 1993 wurde die Stadt als erste russische Stadt Mitglied des Hansebundes der Neuzeit. 2009 feierte Weliki Nowgorod sein 1150-jähriges Stadtjubiläum und war als erste russische Stadt Gastgeber des 29. Hansetages der neuen Zeit. Weliki Nowgorod hat heute etwa 219 000 Einwohner und liegt 180 km südöstlich von Sankt Petersburg am Wolchow Fluss, nördlich des Ilmensees.</p>
<p style="text-align: justify;">Früher sagte der Volksmund: “Nowgorod ist der Vater, Kiew ist die Mutter und Moskau ist das Herz aller altrussischen Städte.“ Die erste Erwähnung über die Stadt findet in allen Chroniken 859 statt. In diesem Jahr wird Nowgorod 1156 Jahre alt sein. Weliki Nowgorod spielte eine große Rolle bei der Entstehung des russischen Staates. Im Jahre 862 kam Rurik nach Nowgorod und gründete hier die erste russische Großfürstendynastie und 1862 wurde hier beschlossen, das 1000-jährige Jubiläum des russischen Staates zu feiern. Zu diesem Ereignis wurde ein bedeutendes Denkmal enthüllt.</p>
<figure id="attachment_9043" aria-describedby="caption-attachment-9043" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9043" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Denkmal-1000-Jahrfeier-660x454.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="425" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Denkmal-1000-Jahrfeier-660x454.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Denkmal-1000-Jahrfeier-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Denkmal-1000-Jahrfeier-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Denkmal-1000-Jahrfeier.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9043" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<figure id="attachment_9046" aria-describedby="caption-attachment-9046" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9046 size-full" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Weliki-Nowgorod.jpg" alt="Weliki Nowgorod" width="800" height="3410" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Weliki-Nowgorod.jpg 800w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Weliki-Nowgorod-141x600.jpg 141w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Weliki-Nowgorod-240x1024.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-9046" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dieses Monument besteht aus 3 Teilen. Oben sieht man den riesigen Reichsapfel, das Attribut der Zarenmacht. Dort kniet eine Frau in der Nationaltracht. Sie verkörpert Russland. Das Mütterchen Russland kniet vor dem Engel und wird von ihm gesegnet. Diese Skulpturgruppe oben symbolisiert die russische orthodoxe Kirche. Um den Reichsapfel herum sind sechs Skulpturgruppen angebracht. Sie entsprechen den 6 wichtigsten Etappen der russischen Geschichte. In der Mitte steht mit Schild und Schwert im Kettenhemd der legendäre skandinavische Fürst Rurik. Dieser Fürst regierte hier in Nowgorod, aber 20 Jahre später wurde die Hauptstadt der alten Russen nach Kiew verlegt, und so wurde das Land die „Kiewer Rus“ gegründet. Am Ende des 10.Jahrhunderts regierte in Kiew Wladimir der Große. Er steht links von Rurik mit dem achtarmigen Kreuz. Er hat Russland christianisiert. Eine Frau ist bereit, das neugeborene Kind zur Taufe zu bringen und ein Slawe stürzt das heidnische Idol ins Wasser. So wurde das Heidentum durch das Christentum ersetzt. Rechts von Rurik steht Dimitri vom Don. Von diesem Dimitri wurde der erste Sieg über die Mongolen und Tataren errungen auf dem Schnepfenfeld am Don 1380 und diese Skulpturgruppe symbolisiert den Anfang der Befreiung Russlands vom tatarischen mongolischen Joch. Kleinere Figuren unten personifizieren das russische Volk. 109 Persönlichkeiten sind abgebildet, die einen bestimmten Beitrag für die russische Geschichte geleistet haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Weliki Nowgorod liegt am Fluss Wolchow. Dieser teilt die Stadt in 2 Teile. Hier auf der Festung, dem Kreml der Sophienseite, wurde in der Mitte des 11.Jahrhunderts die Sophienkathedrale erbaut. Auf der gegenüberliegenden Handelsseite lag im Mittelalter der berühmte Nowgoroder Markt. Das Geschäfts- und Handelsleben pulsierte auf der Handelsseite und das Festungsgelände war das politische kulturelle und religiöse Zentrum der Stadt. Die beiden Zentren wurden in Nowgorod immer mit einer Brücke verbunden. Wo jetzt die Fußgängerbrücke liegt, lag im Mittelalter die bekannte hölzerne Nowgoroder Brücke. Diese wurde zum ersten Mal am Ende des 10.Jahrhunderts erwähnt. Dabei wurden Nowgoroder christianisiert und die Männer wurden von der einen Seite der Brücke im Wasser getauft und die Frauen von der anderen Seite. Die Brücke wurde bis zum 18.Jahrhundert aus Holz gebaut. Auf der Brücke spielten sich Szenen ab, die eng mit der Nowgoroder Geschichte verbunden waren. Im Mittelalter stießen Nowgoroder unliebsame Personen herunter. Die in Streit geratenen Seiten begannen die Brücke zu zerstören. Und da griff der Erzbischof mit seinem Gefolge ein, um die Streitenden zu trennen und die Brücke zu retten. Die Brücke gehörte zur Kremlbefestigung und der Erzbischof von Nowgorod war für den Bau der Festung und der Brücke zuständig. Die erste Festung wurde aus Holz gebaut. Am Anfang des 14.Jahrhunderts wurde hier mit dem Steinbau der Burganlage begonnen. Weliki Nowgorod brauchte fast 100 Jahre, um die hölzernen Wände durch die steinerne Mauer zu ersetzen. Zu Beginn des 15.Jahrhunderts wurde dieses Gelände mit einer mächtigen Steinmauer umgeben. Die erste Mauer wurde aus Naturstein (Kalkstein,Muschelstein) errichtet und diese Mauer stand hier 50 Jahre und da wurde beschlossen, sie wieder zu restaurieren. Gegen Ende des . 15. Jahrhunderts wurde Nowgorod an das Moskau-Reich angeschlossen und diese Renovierung haben sowohl Baumeister aus Nowgorod als auch von Moskau gemacht und die alte Mauer mit roten Ziegelsteinen verkleidet und seit dieser Zeit sieht die Festung dem Moskauer Kreml sehr ähnlich. Heute befinden sich auf dem Gelände die Nowgoroder Philharmonie mit der großen Konzerthalle, die Musikfachschule für die Jugendlichen, die Malschule für die Kinder, die Werkstätten der Restauratoren, Ausstellungsräume von den staatlichen Museen und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Areal gibt es neben der Sophienkirche auch die älteste Glockenwand Russlands zu bestaunen. Die 3 größten Glocken, die jetzt unten eine Wand bilden, hingen früher dort oben in den mittleren Glockenstühlen.</p>
<figure id="attachment_9055" aria-describedby="caption-attachment-9055" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9055" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Glockenwand-660x239.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="224" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Glockenwand-660x239.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Glockenwand-300x109.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/Glockenwand.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9055" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Jede Glocke hatte einen eigenen Klang und wurde zu bestimmten Anlässen angeschlagen. Die größte Glocke ohne Krone ist die Festtagsglocke. Sie wiegt über 26 Tonnen und ihren Klang konnte man im Umkreis von 50 Kilometern hören. Links davon befindet sich die Sonntagsglocke und rechts die Alltagsglocke. Ursprünglich hatte die Glockenwand 18 Glocken. Fünf große hingen an diesen mächtigen Balken und 13 mittlere und kleinere hingen an den dünnen Balken. Viele Glocken von Nowgorod ließ Peter der I. zu Kanonen gießen, auch nach der Oktoberrevolution wurden etliche eingeschmolzen und im 2. Weltkrieg sind weitere Glocken verlorengegangen. Die geretteten Glocken haben hier ihren Platz gefunden und werden von den Besuchern bewundert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die älteste Steinkathedrale Russlands, die Sophienkathedrale, wurde in Weliki Nowgorod während der Zeit von 1045 bis 1050 errichtet. 2050 feiert die Stadt das Millennium der Sophienkathedrale. Das war die Hauptkirche der Nowgoroder Feudalrepublik. In dieser Kirche wurden Erzbischöfe gewählt. Hier verwahrten die Bürger ihre Staatskasse. Die Stadtchroniken wurden hier seit dem 12.Jahrhundert geschrieben, hier befand sich eine der reichsten Kirchenbibliotheken und die Schule für die Kinder. Ferner wurden vornehme Gäste und Gesandte empfangen und sie diente auch als Grabeskirche. Auf dem Kreuz der vergoldeten Kuppel sitzt eine bleierne Taube, das ist das Symbol des heiligen Geistes. Mit dieser Taube ist seit dem Ende des 16.Jahrhunderts eine Legende verbunden.<br />
100 Jahre lang kämpften damals die Nowgoroder für ihre Unabhängigkeit von Moskau. Dabei wurden sie bei Iwan, dem Schrecklichen angezeigt. Es wurde gesagt, dass die Nowgoroder Bürger vorhaben, einen litauischen Fürsten nach Nowgorod zu berufen. Das konnte Iwan, der Schreckliche, Nowgorod nicht verzeihen und er kam mit seinen Kriegern und tötete über 4000 Leute. Der Fluss Wolchow war rot vom Blut, überall in der Stadt lagen die Leichen. Die Häuser brannten, die Kirchen wurden beraubt und um diese Zeit flogen die Tauben über die Stadt. Eine Taube war müde, setzte sich auf das Kreuz der Sophienkathedrale und als sie nach unten blickte, versteinerte sie vor Schreck. Seit dieser Zeit wird in Nowgorod gesagt: “Solange die Taube oben bleibt, wird die Stadt bestehen, aber wenn sie weg fliegt, geht die Stadt zugrunde.“ Die Legende fand die Bestätigung im 2.Weltkrieg. Die Zentralkuppel der Sophienkathedrale wurde im Kriege zerstört. Das Kreuz mit der Taube ist heruntergefallen und Weliki Nowgorod lag tatsächlich in den Ruinen. Die Stadt wurde sehr stark zerstört. Seit dieser Zeit glauben die Nowgoroder an diese Legende und ab und zu gucken sie, ob die Taube noch oben ist. Oben ist im Moment eine Kopie, das Originalkreuz ist im Kriege verschwunden. 60 Jahre lang hat man nicht gewusst, wo es war. Aber 2014 hat die Stadt das alte Kreuz zurückbekommen aus Spanien. Spanische Soldaten hatten im 2. Weltkrieg das Kreuz als Kriegsbeute nach Madrid mitgenommen. Dieses Kreuz ist jetzt in der Sophienkathedrale ausgestellt, die Stadt ist also doppelt gesichert mit Ersatzkreuz und Ersatztaube.<br />
Die Sophienkathedrale ist eine russisch-orthodoxe Kirche, wo es keine Musikinstrumente gibt, sondern nur menschliche Stimmen, die überall gut zu hören sind. Das Gebäude ist eine fünfschiffige Kreuzkuppelkirche. Das Mittelschiff bildet mit dem Querschnitt im Grundriss ein griechisches Kreuz. Über dem Mittelpunkt ist immer die Zentralkuppel. Eigentlich sollte die Sophienkathedrale eine offene Galerie haben. Aber da es im Norden kalt ist, wurde diese Galerie zugemacht. Darum ist diese Kirche auch ein bisschen dunkel. Die Kathedrale wurde nach dem Bauabschluss mit Fresken bemalt und Mosaikplatten ausgestattet. Mosaiken kann man während des Gottesdienstes bis heute bewundern. Sie schmücken Chorstühle im Altarraum. Von alten Fresken sind hier nur kleine Fragmente aus dem 11. und 12. Jahrhundert erhalten geblieben. Sie sind im Altarraum in der südlichen Vorhalle und in der Zentralkuppel. Unter anderem kann man heute das Wandfresko „Konstantin und Helene“ bestaunen. Das letzte Mal wurde die Kirche im 19. Jahrhundert bemalt. Sie bewahrt die zweitälteste Ikonenwand und die sehr bekannte Ikone, das wundertätige Bild, eine der ältesten russischen Ikonen der „Gottesmutter des Zeichens“ in diesem Reliquienschrein. Diese Ikone gilt als Schutzpatronin der Stadt.<br />
Das Bronzetor mit Szenen aus dem alten und neuen Testament ziert den Haupteingang und dieses Portal wurde Mitte des 12.Jahrhunderts in der deutschen Stadt Magdeburg gegossen und dann hier eingebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nikolaus-Kathedrale wurde 1113 im Gegengewicht zur Sophienkathedrale erbaut. Sie steht auf dem Fürstenhof und die Fürsten haben niemals im Kreml gewohnt, dort war die Residenz des Erzbischofs und er kontrollierte die Hauptkirchen der Stadt. Die Nikolaus-Kathedrale gehörte den Nowgoroder Fürsten. Sogar der Chlerus der Nikolaus-Kathedrale unterstand nicht dem Erzbischof, sondern dem Fürsten. Diese Kirche war das Symbol der Fürstenmacht. Aber die Fürsten haben in Nowgorod nur bis zur Mitte des 12.Jahrhunderts gewohnt. 1136 bekam die Stadt ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Kiew. Als Oleg die Hauptstadt nach Kiew verlegte, wurde Weliki Nowgorod zur zweitwichtigsten Stadt der Kiewer Rus. In Nowgorod regierten die älteren Söhne des Kiewer Fürsten und seit Mitte des 12. Jahrhunderts begann die Stadt ihre Fürsten nach eigenem Ermessen zu wählen.<br />
Sehr interessant ist die Entstehungsgeschichte der Nikolaus-Kathedrale. Das war die Stiftung von Mstislaw dem Großen. Er war zuerst Fürst von Nowgorod und später Großfürst von Kiew. Er war sehr beliebt und als er plötzlich erkrankte, wollten die Nowgoroder unbedingt ihren Fürsten heilen. Aber es gab keinen Arzt in der Stadt, der das tun konnte. Da träumte der Fürst von dem Heiligen Nikolaus, der ihm seine Hilfe und Unterstützung versprach. Aber dafür brauchte der Fürst eine Ikone mit dem Heiligen Nikolaus und das sollte jedenfalls eine runde Tafel sein. Diese Form der Ikonen ist ungewöhnlich, aber es gab solche in der Sophienkathedrale in Kiew. Die Nowgoroder Bürger machten sich auf den Weg, diese Ikone von Kiew nach Nowgorod zu transportieren. Mitten im Ilmensee wurden die Schiffe von einem riesigen Sturm erwischt. Drei Tage und drei Nächte wütete der Sturm und erst am vierten Tag beruhigte sich der See und die Nowgoroder konnten weiter fahren. Jedoch war es nicht mehr nötig, im Wasser neben den Schiffen hatten sie diese runde alte Ikone entdeckt, die auf wundersame Weise von Kiew nach Nowgorod heran geschwommen kam. Als dann der Fürst vor der Ikone betete, wurde er wieder gesund. Zu Ehren dieses Ereignisses ließ er hier diese Kirche bauen. Das ist die älteste Kirche in Russland, die dem Heiligen Nikolaus geweiht ist. Der Heilige Nikolaus ist einer, der am meisten verehrten Heiligen in Russland. Er ist Schutzpatron von allen Reisenden, den Seeleuten, von den Kaufleuten und Zimmermännern und ist ein schneller Helfer in aller Not, sogar für arme Menschen. In Russland gilt er als 2. Erlöser. Jede 6.Kirche der Stadt wurde diesem Heiligen gewidmet.</p>
<p style="text-align: justify;">Zur Stärkung machten wir Halt in dem Restaurant Dom Berga („Berg‘s Haus“) und unternahmen eine kulinarische Zeitreise ins Russland des XIX Jh.</p>
<figure id="attachment_9061" aria-describedby="caption-attachment-9061" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9061" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Restaurant-Dom-Berga-660x454.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="425" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Restaurant-Dom-Berga-660x454.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Restaurant-Dom-Berga-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Restaurant-Dom-Berga-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Restaurant-Dom-Berga.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9061" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das alte Kaufmannshaus wartet mit alten Fotos und Büchern, Kerzenleuchtern, Grammophon, kostbaren Textilien und stilvollen Tischdekorationen auf. Die Speisen und Getränke werden nach alten überlieferten Rezepten zubereitet wie Nowgoroder Kwas, Medowucha und Blinni.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir einige Kilometer zum 1964 gegründeten Museum der Holzbaukunst fuhren, statteten wir dem Restaurationszentrum für Malerei, im Antonius-Kloster einen kurzen Besuch ab.</p>
<figure id="attachment_9064" aria-describedby="caption-attachment-9064" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9064" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Antonius-Kloster-660x454.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="425" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Antonius-Kloster-660x454.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Antonius-Kloster-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Antonius-Kloster-110x75.jpg 110w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Antonius-Kloster.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9064" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dieses Zentrum ist gerade eröffnet worden und ist eine Filiale des Nowgoroder Museums. Es beschäftigt sich mit der Restaurierung und dem Wiederaufbau der historischen Wandmalereien.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Freilichtmuseum in Witoslawlitzy befindet sich in der Nähe des Jurijew-Klosters und ist eines der beliebtesten Erholungsorte der Nowgoroder. Seinen Namen erhielt das Museum nach dem Dorf „Witoslawlitzy, das im 19.Jahrhundert verschwunden war. Auf einer Fläche von 33,4 Hektar sind Kirchen, Kornspeicher, Kapellen, Bauernhäuser und Mühlen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, die aus dem ganzen Nowgoroder Gebiet hierher gebracht wurden, mit neuem Leben versetzt worden. Das heißt, die alten Gebäude wurden abgebaut und in einzelnen Teilen in dieses Museumsdorf gebracht und wieder neu errichtet. Inzwischen gibt es 26 Holzbaudenkmäler, erklärt uns Marina Dobrikowa. Alles, was in dem Museum ausgestellt ist, wurde von den Nowgoroder Zimmerleuten geschaffen. Sie haben früher solche Holzbauten ohne Nägel angefertigt. Das nennt man Blockbauweise und die Stämme sind gezapft und gefugt. Dabei haben sie nur mit einer Axt gearbeitet. Sie kannten die Säge, aber benutzten sie nicht. Die Säge zerstört nämlich die Holzfaserung und dann dringt Feuchtigkeit ein und die Bretter verfaulen schneller.</p>
<figure id="attachment_9067" aria-describedby="caption-attachment-9067" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-9067" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Freilichtmuseum-Witoslawlitzy-660x668.jpg" alt="Foto: Matthias Dikert" width="618" height="625" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Freilichtmuseum-Witoslawlitzy-660x668.jpg 660w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Freilichtmuseum-Witoslawlitzy-300x304.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/09/2015-09-01-Freilichtmuseum-Witoslawlitzy.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-9067" class="wp-caption-text">Foto: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Diese Spaltbretter wurden durch das Zerspalten der Stämme gewonnen und mit einer Axt geglättet. Diese Arbeit war mühsam und wenig ergiebig und die Spaltbretter waren viel teurer, als die später gebräuchlichen Sägebretter, jedoch waren sie trotzdem sehr begehrt. Mit den elastischen und bruchfesten Spaltbrettern wurden auch früher Dächer, Bänke und Hängeböden gefertigt. Die Holzbauten haben kein Fundament. Sie stehen auf den Felssteinen, und Felsstein ist hart wie Granit. Von außen sieht so ein Haus zweistöckig aus, der Wohnraum ist oben und der Raum unten wurde mit Lebensmittelvorräten und Wirtschaftsgeräten bestückt. Die Häuser hatten Galerien und auf dem Dach der Galerie konnte die Hausfrau Knoblauch, auch Zwiebeln sowie Kleidung trocknen lassen und unter dem Dach verwahrte man im Winter Holz und Heu. Das Dach wurde nach vorn gezogen und schützte somit die oben liegenden Stämme. Außerdem wurden die Häuser mit Holzschnitzereien verziert, woran man den Wohlstand der Bauern erkennen konnte.<br />
In so einem Haus verlief das ganze Leben, von der Geburt bis zum Tode. Interessant wie einfach und zweckmäßig die Leute damals vom 16. bis zum 19. Jahrhundert gelebt haben. Heute hat sich der Wohnkomfort deutlich verbessert und die Menschen haben auch andere Ansprüche an das Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Zug „Lastochka“ (Schwalbe) brachte uns wieder sicher zurück nach Sankt Petersburg, von wo aus wir dann am nächsten Morgen die Heimreise nach Berlin antraten.</p>
<p style="text-align: justify;">Lesen Sie bitte auch:</p>
<p style="text-align: justify;">Sankt Petersburg</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen bei:</p>
<p style="text-align: justify;">Visit Russia Deutschland<br />
visitrussia.germany@russia.travel</p>
<p style="text-align: justify;">Tourist-Information “Tourismuskompetenzzentrum „Rote Isba“<br />
173007 Weliki Nowgorod, Sennaja-Platz 5,<br />
Tel.: +7 (816 2) 77 30 74, +7 (816 2) 99 86 86 (rund um die Uhr),<br />
Fax: +7 (816 2) 73 73 42</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Text:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Peter Marquardt</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fotos:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.reisegala.de/Page/index.php?site=statement&amp;action=showbericht&amp;berichtID=557" target="_blank">Matthias Dikert</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/weliki-nowgorod/9034/">Weliki Nowgorod</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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