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	<title>Entdeckungsreise</title>
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		<title>Entdeckungsreise durch die Mecklenburger Seenplatte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ARKM Newsdesk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 14:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckungsreise]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburger Seenplatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wasser, wohin das Auge reicht, sandige Wälder und hübsch restaurierte Altstädte machen die Mecklenburger Seenplatte zu einer beliebten Ferienregion. In den Bootshäusern und Apartments sind teilweise auch Hunde erlaubt. Schöne Wanderausflüge, Stadtbesichtigungen und Besuche vieler Feste sollten mindestens zwischendurch auf dem Ferienprogramm stehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/verschiedenes/entdeckungsreise-durch-die-mecklenburger-seenplatte/31805/">Entdeckungsreise durch die Mecklenburger Seenplatte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wasser, wohin das Auge reicht, sandige Wälder und hübsch restaurierte Altstädte machen die Mecklenburger Seenplatte zu einer beliebten Ferienregion. In den Bootshäusern und Apartments sind teilweise auch Hunde erlaubt. Schöne Wanderausflüge, Stadtbesichtigungen und Besuche vieler Feste sollten mindestens zwischendurch auf dem Ferienprogramm stehen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Sehenswertes an den Ufern der zwölf großen Seen</h2>
<p style="text-align: justify;">In vielen Ortschaften an den Seeufern der Mecklenburger Seenplatte feiern die Menschen mittelalterliche Traditionen. Speisen von einer fremd klingenden Menükarte bestellen und von einem Ober in Mittelaltertracht bewirtet werden, kann Gästen überall passieren. Doch die Gastfreundschaft der Region ist durchaus modern. Daher sind See-Ferien in den Dörfern und Städten ein Erlebnis aus verschiedenen Welten. Jahrestage und Traditionen werden mit liebevoll ausgestalteten Volksfesten <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/plau-am-see-das-tor-zur-mecklenburgischen-seenplatte/1820/" target="_blank" rel="noopener">in den Örtchen an vielen Seeufern</a> gefeiert. Das kann mitten im normalen Urlaub wie eine unterhaltsame Zeitreise wirken.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Übernachten im Bootshaus, Bauerngut oder einer exklusiven Ferienwohnung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Region der Mecklenburger Seenplatte ist seit langer Zeit touristisch geprägt. Übernachtung ist dort in allen Varianten von schlicht bis luxuriös möglich. Romantisch sind beispielsweise Bootshäuschen auf Stelzen. Angler können hier mit einem Boot direkt am Steg ablegen und über die Seen zu ihren Lieblingsplätzen rudern. In den Städten gibt es <a href="https://www.feline-holidays.de/texte/exklusive-ferienhauser-mecklenburgische-seenplatte" target="_blank" rel="noopener">exklusive Ferienhäuser</a>, oft inmitten historischer Altstädte. Die Feriengäste schlängeln sich durch enge Gässchen und erleben im restaurierten Fachwerkhaus modernen Komfort ganz im Gegensatz zur äußeren Ansicht.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Unterkünfte und Strandabschnitte auch mit Hundebegleitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Beim Urlaub mit Hund ist ein wenig Vorrecherche nötig. Zwar erlauben viele Gastgeber die Übernachtung mit Hund. Aber nicht an allen Stränden der Seen dieser Region ist die Mitführung von Hunden geduldet. Auch bei vielen Sehenswürdigkeiten müssen die Vierbeiner draußen bleiben. Allerdings sind Mensch und Hund in kleinen Ferienhäusern etwas außerhalb der Städte gut aufgehoben. Auf weiten Wiesenflächen und gemütlich verlaufenden Sandwegen bekommt auch der vierbeinige Begleiter genügend Auslauf. Vielerorts ist es möglich, ihn auch einmal ohne Leine gewähren zu lassen. Ein Ferienhaus mit eingezäuntem Garten ist <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/tipps-fuer-tierhalter-fuer-den-urlaub-mit-hund-bietet-sich-ein-ferienhaus-an/7935/" target="_blank" rel="noopener">ideal für Ferien mit dem Hund</a>. Bei Vorankündigung stellen die Gastgeber oft Fress- und Wassernäpfe sowie Körbchen oder Ruhedecken bereit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Allerlei Sehens- und Wissenswertes erleben</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Region der Mecklenburgischen Seenplatte hat in Stadt und Land vieles zu bieten. Museen und Gedenkhäuser zeugen von religiöser, künstlerischer und philosophischer Geschichte. Die vielen Wegen durch uralte Eichenbestände sind zusammen mit dem angenehmen Seeklima <a href="https://www.mecklenburgische-seenplatte.de/veranstaltungen" target="_blank" rel="noopener">wie geschaffen für Wanderungen</a> oder Radtouren. Natürlich gehört Badespaß an den Ufern der Süßwasserseen zur Ferienentspannung dazu. Die preisgekrönten Störtebeker-Festspiele auf der nahe gelegenen Insel Rügen (Ralswiek) gehören im Sommerurlaub fast unausweichlich zum Erlebnisprogramm.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Genuss für alle Sinne zwischen bodenständig und mondän</h2>
<p style="text-align: justify;">Viele mächtige Herrscher sah die Mecklenburger Seenplatte kommen und gehen. Zeugnis von deren luxuriösen Lebenswandel legen ihre Schlösser und Herrengüter ab. Ein Beispiel dafür ist in der Nähe des Inselsees das Güstrower Schloss. Beim <a href="https://www.guestrow-tourismus.de/veranstaltungen/sommerfest-im-seeschloss" target="_blank" rel="noopener">Wandeln im Lavendelgarten</a> versetzen die Parkanlage und das nahe gelegene Wasserspiel in eine märchenhaft andere Welt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit:</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Mecklenburger Seenplatte ist von Wasser, Sand und lauschigen Wäldern bestimmt. Ferien hier sind an Seeufern in Bootshäuschen oder in Ferienhäusern der historisch restaurierten Städte ein Genuss. Angeln oder Wandern sowie Tagesausflüge zu mondänen Sehenswürdigkeiten bieten Abwechslung und Beschauliches für jeden Geschmack.</p>
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		<title>Auf Entdeckungstour durch Usedom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Oliver Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 08:53:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisejournalisten Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckungsreise]]></category>
		<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Usedom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Usedom ist die zweitgrößte deutsche Insel nach Rügen. Sie liegt in der Pommerschen Bucht in der südlichen Ostsee und ist durch den Peenestrom und das Stettiner Haff vom Festland und durch die Swine von der Nachbarinsel Wollin getrennt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/reisejournalisten/auf-entdeckungstour-durch-usedom/18110/">Auf Entdeckungstour durch Usedom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Usedom ist die zweitgrößte deutsche Insel nach Rügen. Sie liegt in der Pommerschen Bucht in der südlichen Ostsee und ist durch den Peenestrom und das Stettiner Haff vom Festland und durch die Swine von der Nachbarinsel Wollin getrennt. Der größte Teil der Insel gehört zum deutschen Land Mecklenburg-Vorpommern und ist Teil des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Im polnischen östlichen Teil liegt die zu Westpommern gehörende Hafenstadt Swinoujscie (Swinemünde), wo über die Hälfte der fast 77 000 Inselbewohner lebt. Die größten Orte auf deutscher Seite sind Heringsdorf im Osten und Zinnowitz im Westen der Insel. Mit durchschnittlich 1906 Sonnenstunden im Jahr ist Usedom die sonnenreichste Gegend Deutschlands und der Ostsee.</p>
<p style="text-align: justify;">Der bis zu 70 Meter breite feine Sandstrand der Ostseeküste erstreckt sich mit 42 Kilometer Länge von Peenemünde im Nordwesten bis nach Swinemünde im Osten der Insel. Traumhafte Strände, traditionsreiche Seebäder und ein naturbelassenes Hinterland warten ganzjährig auf die Besucher. Ab etwa 1850 und besonders während der Gründerzeit im deutschen Kaiserreich blühten auf der Insel viele Seebäder auf, die vor allem Gäste aus den Metropolen Berlin und Stettin anzogen. Seitdem ist Usedom stark durch den Tourismus geprägt.</p>
<p style="text-align: justify;">Touristische Zentren sind im Nordwesten Karlshagen, Trassenheide und Zinnowitz, im Mittelteil die Bernsteinbäder Koserow, Loddin, Ückeritz und Zempin und im Osten der Insel die Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck sowie Swinemünde. In den großen Seebädern wurde die „Wilhelminische Bäderarchitektur“ des vorigen Jahrhunderts liebevoll erhalten und bietet dem Besucher mit den inzwischen restaurierten weißen Villen entlang der Dünen ein prächtiges Bild. Überdies kann man auch auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen die seltene Tier- und Pflanzenwelt, vermoorte Niederungen und Salzwiesen, grüne Alleen und idyllische Fischerdörfer, die mit Reet gedeckten Häusern aufwarten, erkunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die zweitbeliebteste deutsche Insel hat natürlich verkehrstechnisch besonders im Sommer mit Staus zu kämpfen. Obwohl die Usedomer Bäderbahn zwischen Swinemünde über Zinnowitz, Wolgast, Züssow, Greifswald und Stralsund bis nach Barth, sowie von Zinnowitz nach Peenemünde verkehrt, es Bus-, Fähr- und Flugverbindungen gibt, reicht die Kapazität meist nicht aus. Der Flughafen Heringsdorf bei Zirchow bietet Linien- und Charterflüge auf die Insel und außerdem verkehren zwischen den Seebrücken und zu weiteren Zielen regelmäßig Fährschiffe.</p>
<p style="text-align: justify;">In unmittelbarer Nachbarschaft zum Seebad Ahlbeck befindet sich der Ort Korswandt, der abseits vom Trubel der Strandpromenade liegt und ein idealer Ausgangspunkt für einen schönen Urlaub auf der Insel ist. Das <a href="http://www.reisegala.de/Page/index.php?site=statement&amp;action=showhotels&amp;hotelsID=201" target="_blank" rel="noopener">Baltic Hills Hotel</a> von der Best Western Gruppe hat sein Quartier am 19-Loch Golfplatz und bietet die ideale Kombination für einen Golf-, Wellness- und Strandurlaub. Man kann auf der Insel also sämtliche Unternehmungen starten.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser erster Ausflug war eine Segway Tour von Ahlbeck nach Swinemünde und zurück. Das Segway ist ein Einpersonen-Fahrzeug, das man mit der Gewichtsverlagerung in Bewegung bringt und lenkt. Jeder kann ab 15 Jahre mit Mofaführerschein das Fahrzeug betätigen. Wir treffen uns bei Steven Wollenberg, dem „bluegreen usedom“ Laden, der individuelle Fahrten, Nachtfahrten und Gruppenfahrten als Schnuppertour, Bädertour oder Swinemündetour im Angebot hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18111" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Segway-Tour-von-Ahlbeck-nach-Swinemünde.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="1232" />Nach Einweisung und kurzem Fahrtraining haben wir uns für die 120-minütige Swinemündetour entschieden und fahren mit Herrn Wollenberg auf die Ahlbecker Promenade los. Der Akku reicht 38 Kilometer und man kann eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern erzielen. Von der Promenade geht unsere Fahrt auf den Radweg und nach kurzer Zeit sind wir an der polnischen Grenze und fahren gerade aus durch die Stadt Swinemünde. Swinemünde ist eine Stadt mit über 41.000 Einwohnern. Ihr Gebiet erstreckt sich auf die Inseln Usedom, Wollin und Kaseburg am Stettiner Haff sowie die Südküste der Ostsee. Swinemünde war bis zum 2. Weltkrieg das drittgrößte deutsche Ostseebad, seit dem 6. Oktober 1945 gehört der Ort zu Polen. Bekannt wurde das Seebad vor allem durch die Besuche von Kaiser Wilhelm II während der Kaisertage seit 1882. Deshalb wird Swinemünde neben Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck auch als das 4. Kaiserbad bezeichnet. In Richtung Hafen sehen wir das historische Rathaus und kommen an der Christuskirche vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Rathaus wurde von 1805 bis 1806 nach einem Entwurf von Mahner erbaut. 1836 kam ein Turm mit Uhr dazu. Von 1932 bis 1945 waren in dem Gebäude ein Regionalmuseum und die Stadtsparkasse untergebracht. Gegenwärtig dient es als Museum für Hochseefischerei. Die Christuskirche, die erste evangelische Pfarrkirche der Stadt, ist auch zu erkennen. Sie wurde 1788 errichtet und 1881 neugotisch umgebaut mit einem Turm und neuer Innenausstattung. Nach dem Bau der Lutherkirche erhielt sie den Namen Christuskirche. Im 2. Weltkrieg wurde sie nur gering beschädigt und diente bis 1951 der deutschen evangelischen Gemeinde. 1951 eignete sich die polnische katholische Kirche das Gebäude an und gestaltete die Inneneinrichtung entsprechend ihrem Ritus um.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kirche brilliert mit einer imposanten Orgelanlage von 1927, deren Klangfülle gerühmt wird. Eine Besonderheit hängt über dem Mittelgang in etwa 3 Metern Höhe, und zwar ein langes Schiffsmodell, das ein Kapitän 1814 der Kirche schenkte, in der er geheiratet hatte. Der rote Wasserturm, ein Backsteinbau, der 1898 als Wasserspeicher gebaut wurde, ist auch von weitem zu erkennen. Im Hafen verkehren Fähr- und Frachtschiffe, während im Yachthafen die schönen Yachten den alten Booten die Schau stehlen. Um zurück durch den Stadtpark zur Promenade zu kommen, geht die Tour an der „Engelsburg“ vorbei. Dieses in den Jahren von 1854 bis 1858 gebaute Fort diente der landseitigen Verteidigung der Stadt und ihres Hafens. Es bekam seinen Namen, weil es dem Mausoleum des römischen Kaisers Hadrian und dem späteren päpstlichen Sitz ähnlich war.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Konstruktion besteht aus einem dreistöckigen Rundbau mit Beobachtungsturm und Terrasse. An den äußeren Wänden befinden sich Schießscharten für Geschütze kleineren Kalibers und Handfeuerwaffen. Umgeben ist die Befestigungsanlage von den bis 1863 errichteten Erdwällen sowie einem doppelten Wassergraben und einem stabilen schützenden Tor. Heute informiert ein kleines Museum über die Geschichte der Engelsburg und es finden Ausstellungen statt. Bei einer Tasse Kaffee kann man sich im Festungsrestaurant erholen, um neue Kräfte für weitere Unternehmungen zu sammeln. Es geht weiter auf dem Radweg der 12 Kilometer langen Europapromenade, die Swinemünde mit den Bädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin verbindet.</p>
<p style="text-align: justify;">Zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Strandbars laden die Gäste ein und auch der breite Sandstrand, der nur durch einen schmalen Küstenwaldstreifen getrennt ist, lockt besonders die Badebesucher an. In der Ahlbecker Goethestraße 30 ist unsere Fahrt zu Ende und wir bedanken uns ganz herzlich bei Steven Wollenberg für die schöne Segway Tour mit den äußerst interessanten Eindrücken. Übrigens vermietet „blue green usedom“ neben Segways auch Fahrräder, Autos und Elektroautos.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer solchen Unternehmung verlangt es nach einem guten Essen. Zum Beispiel lässt es sich sehr gut in dem Restaurant 1900 im Aurelia Hotel St. Hubertus mit dem geschwungenen Jugendstil-Giebel und der weißen Säulenloggia speisen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18112" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-1900-im-Aurelia-Hotel-St.-Hubertus.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="434" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-1900-im-Aurelia-Hotel-St.-Hubertus.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-1900-im-Aurelia-Hotel-St.-Hubertus-300x210.jpg 300w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" />Hervorzuheben wäre in diesem Fall die pommersche Küche von anno dazumal mit dem berühmten Apfelfleisch und der Vorspeisenspezialität Kidasch mit geröstetem Krebsfleisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere nächste spannende Tour ist ein maritimes Abenteuer, in das wir uns noch am gleichen Tag stürzen. „Maritime Abenteuer“ heißt auch das Motto des Sandskulpturen Festivals, das nun schon zum 4. Mal auf der Insel stattfindet. Vom 8. April bis zum 5. November 2017 sind die Meisterwerke von Künstlern aus 9 Nationen, überdacht auf dem Grenzparkplatz zwischen der polnischen Stadt Swinemünde und Seebad Ahlbeck zu bestaunen. Beim 1. Festival wurde 2014 die „Bibel in Bildern“ dargestellt. Dann folgten die Skulpturen „Märchenwelt“ und aus der „Reise um die Welt“. Auf 4.000 Quadratmetern wurde 9.500 Kubikmeter Sand verarbeitet. Auf dem Tauchgang durch die weltweit größte Sandskulpturenausstellung entdeckt der Besucher eine Sandwelt voller Sagen und Geschichten rund um das Thema Meer.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18113" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Sandskulpturen-Festival.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="837" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Sandskulpturen-Festival.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Sandskulpturen-Festival-300x405.jpg 300w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" />Es verzaubern Kunstwerke der versunkenen Stadt Vineta, Ungeheuer aus der Tiefsee, Bilder vom australischen Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde, vom berüchtigten Seeräuber Störtebeker, von Verfilmungen des „Fluchs der Karibik“, „Ariel“ der kleinen Meerjungfrau und der Geschichte „Findet Nemo“ bis hin zu „Käpt`n Blaubär“ und „Sponge Bob“, um nur einige zu nennen. Mit Oliver Hartmann, dem Event Manager des Skulpturen Festivals, machen wir einen interessanten Rundgang und erfahren viel Neues vom Sand und seinen Bauwerken. Schon die alten Ägypter kannten um 4.000 vor Christus Sandskulpturen. Diese sind ein Bauwerk, das nur aus Sand und Wasser besteht. Sand gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und ist entweder organischen oder mineralischen Ursprungs. Organische Sandkörner sind winzige Korallen-, Muschel- und Fossilienteilchen aus Salzwasser-Regionen. Mineralischer Sand stammt häufig aus bergigen Regionen. Um meterhohe Sandskulpturen bauen zu können, braucht man besonderen Sand. Er muss gut zu „stapeln“ sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Hierfür ist die Form der Sandkörner von entscheidender Bedeutung. Der Sand vom Strand ist durch die Bewegung der Wellen rund gewaschen, der ideale Skulptursand hingegen ist jung, hat ein eckiges und scharfkantiges Korn, das weniger stark abgeschliffen ist. Der spezielle Skulptursand für das Festival kommt u.a. aus der Maas und aus Zirkow von der Insel Rügen. Zunächst wird der lose Sand beispielsweise mit einem Radlader in eine Holzverschalung (sog. Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, gepresst. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt. Höhe und Breite der Mallen sind daher variierbar. Im zweiten Schritt werden die Formen aus dem harten Sandblock geschnitten. Hier wird grundsätzlich von oben nach unten gearbeitet. Mallen sind also Holzkisten ohne Boden, die durch Nägel zusammengehalten und bis zu einem Durchmesser von 10 Metern gebaut werden. Zum Bearbeiten des Sandes benötigt man eine Art Spachtel.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum weiteren Einsatz kommen Schaufeln, Teppichmesser, Maurerkellen, Messer, Pinsel und Strohhalme. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich Sandskulpturenkünstler noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Jeder Künstler hat seine Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellt. Sandskulpturen können in einer geschützten Umgebung Jahrzehnte überdauern, solange sie nicht berührt werden. Im Freien können sie monatelang stehen, da ihnen Regen und Wind nichts ausmachen. Die Künstler haben wochenlang mit viel Liebe an den Werken gearbeitet und hoffen, dass die Besucher vorsichtig und rücksichtsvoll mit den Skulpturen umgehen. Und für die Kinder gibt es einen 25 Quadratmeter großen Sandkasten zum Spielen, Buddeln und kreativ sein. Wer gern einen 2. Rundgang starten möchte, kann sich in der zelteigenen Gastronomie stärken, um dann noch einmal von einer anderen Richtung die Kunstwerke zu bestaunen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu bestaunen ist auch das „Historisch-technische Museum“ Peenemünde, das wir als weitere Sehenswürdigkeit am folgenden Tag ins Auge fassen. Zuvor übernachten wir im familienfreundlichen <a href="http://www.reisegala.de/Page/index.php?site=statement&amp;action=showhotels&amp;hotelsID=202" target="_blank" rel="noopener">Travel Charme Strandhotel Bansin</a>, das nur ein paar Schritte vom feinen weißen Ostseestrand entfernt ist.<br />
Das Museum ist mit über 5 Mio Besuchern seit seiner Eröffnung ein wichtiger touristischer Anbieter der Region Vorpommern und weit darüber hinaus. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, bietet das museale Areal seinen Gästen zweisprachige (deutsch und englisch) Ausstellungsstücke der 5.000 Quadratmeter großen Dauerausstellung, wie auch Informationstexte zu den Großexponaten auf dem 120.000 Quadratmeter umfassenden Freigelände. Neben persönlichen Führungen in deutscher und englischer Sprache werden auch Audioguides in polnischer, englischer, schwedischer, französischer und deutscher Sprache angeboten.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18114" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historisch-technische-Museum“-Peenemünde.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="837" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historisch-technische-Museum“-Peenemünde.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historisch-technische-Museum“-Peenemünde-300x405.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />Zusammen mit der historischen Entwicklung bildet die Technologie den Schwerpunkt der Ausstellung, die im Kraftwerk der ehemaligen Heeresversuchsanstalt, dem größten technischen Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns, zu besichtigen ist. Anhand von Dokumenten, Zeitzeugeninterviews, Dokumentationsfilmen, Modellen und Originalteilen wird hier der Weg von den Träumen der ersten Raketenpioniere über zivile Raumfahrt bis zur Entwicklung der militärischen Großrakete in Peenemünde und deren Serienproduktion sowie Kriegseinsatz dargestellt. Ein zweiter Ausstellungsabschnitt widmet sich der Raketentechnik nach dem 2. Weltkrieg und dem Wettrüsten im „Kalten Krieg“, aber auch den ersten Erfolgen in der zivilen Raumfahrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Heeresversuchsanstalt war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. In der benachbarten Erprobungsstelle der Luftwaffe wurden Flugkörper mit revolutionärer Technik getestet. Die Forschung diente jedoch von Beginn an nur dem Ziel, militärische Überlegenheit zu schaffen. Peenemünde ist heute ein Ort internationaler Begegnung und Friedenspädagogik. In Form von Seminaren und Workshops werden im Rahmen der Museumsarbeit Zukunftsfragen aus den Themenbereichen Geschichte, Technologie, Ökologie, Politik und Ethik diskutiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir an der historischen Rundfahrt Peenemünde um 15 Uhr mit Joachim Saathoff teilnehmen, machten wir einen Abstecher zur nahen Hafenbar „Zum dünnen Hering“, um uns dort so richtig zu stärken.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18115" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Hafenbar-„Zum-dünnen-Hering“.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="225" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Hafenbar-„Zum-dünnen-Hering“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Hafenbar-„Zum-dünnen-Hering“-300x109.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />Bei Heringshausmannskost, einem Glas Bier und freundlicher Bedienung ließen wir es uns gut gehen und erfuhren noch, dass man auf dem Boot auch übernachten kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der historischen Rundfahrt mit einem Kleinbus durch das Peenemünder Waldgebiet stößt man auf die Ruinen der militärischen Vergangenheit. Hier findet man teilweise unberührte Natur, da der Peenemünder Haken von 1936 bis 1989 Sperrgebiet war. Auftauchende Gebäude und Infrastrukturreste der Raketen- und Luftfahrtentwicklung erkennt man bis zum Ufersaum, den ein breiter Schilfgürtel umzieht. Nur mit historischen Fotos und Filmsequenzen, die Joachim Saathoff auf seinem Tablet unterwegs genau an den historischen Schauplätzen zeigt, erhält der Besucher eine Vorstellung davon, wie es hier am Peenemünder Haken einst ausgesehen haben muss und wie stark sich hier alles verändert hat. Weitere Stationen der Rundfahrt sind Reste von unterirdischen Kabelanlagen und der Prüfstand VII, die wichtigste Entwicklungs-, Schulungs- und Startrampe für A4 Raketen, der sogenannten „Vergeltungswaffe 2“.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18116" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historische-Rundfahrt-Peenemünde.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="837" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historische-Rundfahrt-Peenemünde.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Historische-Rundfahrt-Peenemünde-300x405.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />An der Startrampe der ersten Rakete, der eigentlichen „Wiege der Raumfahrt“, lassen die verbliebenen Teile eines Umfassungswalles noch die Dimensionen dieser Erprobungsanlage erahnen. Ansonsten hat die Natur an diesem Ort die Spuren der Geschichte überdeckt. Die Urwüchsigkeit dieses Naturparadieses lässt Damwild nicht flüchten, sondern Seeadler brüten und mehrere Orchideenarten erblühen, erklärt Herr Saathoff und weist auf die Besonderheiten des Naturschutzgebietes hin. Saathoffs Wissen über die Peenemünder Geschichte mit zahlreichen erwähnenswerten Hintergrundgeschichten ist über Jahrzehnte sehr umfangreich geworden und er versteht es, die Informationen spannend zu vermitteln. Seit 2007 gibt es den Rundweg von 25 Kilometer Länge mit derzeit 20 Stationen, an denen sich Schautafeln mit weiteren Informationen befinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Schluss haben wir noch den Sitz des Museumsvereins in Müggenhof besichtigt, wo schon ein Modell mit Haltepunkten der Besichtigungsfahrt und weitere Ausstellungsstücke zu sehen sind, der zu einem Zentrum für geführte Rundfahrten in das historische Gelände entwickelt werden soll. Die Fahrten finden von Juni bis September dienstags und donnerstags um 9 Uhr statt, in den übrigen Monaten einmal wöchentlich am Dienstag um 9 Uhr.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Samstag, den 6.Mai , wartete dann ein Segeltörn auf uns. Das Wetter spielte mit, und schon saßen wir im Auto nach Wolgast, um auf dem Segelschoner „Weiße Düne“ das Segelabenteuer zu beginnen. An Bord wurden wir von der Kapitänin Jane Bothe und ihrer Mannschaft mit einem Glas Sekt begrüßt. Bevor sie die Leinen losmachte, gab sie uns Informationen über das Schiff, stellte uns ihre Mannschaft vor und erklärte die Reiseroute unserer 4-stündigen Fahrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die „Weiße Düne“ ist 45 Meter lang, 6,60 Meter breit, hat eine Masthöhe von 29 Metern, einen Tiefgang von 1,60 Meter und eine Segelfläche von 400 Quadratmetern. Ein kleiner 6-Zylinder Motor mit 240 PS treibt die Maschine an und 53 Personen haben auf dem Segelschoner Platz, sowie 20 Kojen, die zur Übernachtung genutzt werden können. Im Jahr 1909 wurde das Schiff als „Neerlandia“ in Meppel(Niederlande) vom Stapel gelassen. Als Binnenschiff unter Segeln, ohne Motor, wurde es 30 Jahre von einer holländischen Familie in der Wattfahrt eingesetzt. Ein Onkel des späteren Kapitäns Funk kaufte das Schiff und baute es um. 1941 sank der Segler nach einem schweren Nordweststurm und 3 Personen ertranken. Karl Funk erlebte als Junge die Bergung, übernahm später als Kapitän das Schiff und nannte es in „Weiße Düne“ um.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18117" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Segelschoner-„Weiße-Düne“.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="837" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Segelschoner-„Weiße-Düne“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Segelschoner-„Weiße-Düne“-300x405.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />Bis 1999 fuhr die „Düne“ als Frachtschiff und 2000 kaufte Familie Brinkmann den mehrfach umgebauten Frachter und ließ ihn zu einem Traditions-Segelschoner zurückbauen. Ab 2004 betrieb die Usedomer Schifffahrts- und Touristikgesellschaft das Schiff und fuhr es in der Hauptsaison auf vorpommerschen Bodden, Peenestrom, Achterwasser und Stettiner Haff. Im Juni 2011 erwarb die langjährige Kapitänin Jane Bothe das Schiff und im Oktober fand die 1. Überfahrt nach Greifswald statt, wo sie im Winterquartier für diverse Feierlichkeiten zur Verfügung stand. Ab 2013 ist die „Weiße Düne“ wieder mit Tages- und Abendfahrten sowie exklusiven Chartertouren und Mehrtagestörns auf den pommerschen Gewässern unterwegs.<br />
Um 11 Uhr legten wir also auf der Schlossinsel ab und fuhren bei Windstille mit dem Motor über den Peenestrom ins Achterwasser. Als dann ein bisschen Wind aufkam, hisste die Mannschaft die Segel und beherzte Passagiere halfen dabei. Auf der Brücke stand die Kapitänin, Bootsmann Merlin Bothe steuerte das Schiff, Detlef Bothe, der Ehemann von Jane, half beim Segelsetzen, ebenso Leichtmatrose Jörn Möller, der im 1.Ausbildungsjahr ist und Matrose und Maschinenwart werden möchte. Jörn lernt 3 Jahre in Duisburg, hat im Jahr 3 Monate Theorie und die übrige Zeit Praxis auf der „Weißen Düne“.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihm macht die Arbeit Spaß, ebenso Detlef Bothe, der sonst der Chef an Land und für die Organisation und den Schriftverkehr zuständig ist. Stefan Schramm sorgt als Koch für das leibliche Wohl der Gäste und Kellner Markus Wolke lässt keinen verdursten, er hat alle Hände voll zu tun, um die Leute mit den richtigen Getränken zu versorgen. Wir fahren jetzt ein paar muntere Knoten ohne Motor, und die Fahrt übernehmen Focksegel-Großsegel und Besansegel. Es ist schön, den Schoner über die Wellen gleiten zu sehen und nur dem Wind zu lauschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei kommen wir weiter mit dem Leichtmatrosen ins Gespräch, der uns alles über das Segeln erklärt und sogar noch einige Seemannsknoten zeigt. Nachdem uns der Smutje mit einem maritimen Lunch, aus frischem Salat, Fisch, Nudeln und Fleisch sowie einem leckeren Dessert verwöhnte, ließen wir die Beine baumeln und uns per Wind in Richtung Heimat treiben. Gegen 15 Uhr legten wir in Wolgast an und träumen schon jetzt von der nächsten Abenteuertour. Zur Übernachtung ging es diesmal ins <a href="http://www.reisegala.de/Page/index.php?site=statement&amp;action=showhotels&amp;hotelsID=203" target="_blank" rel="noopener">Strandhotel Heringsdorf</a>, das direkt an der Strandpromenade des Ostseebades liegt und mit seiner Thermalsole punktet.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem weiteren Besichtigungsprogramm stand eine Minikreuzfahrt mit den Adler-Schiffen von Heringsdorf nach Swinemünde und zurück. Diesmal ging es nicht durchs Achterwasser, sondern hohe Ostseewellen begleiteten uns auf der zweieinhalbstündigen Fahrt. Das Motorschiff hieß „Adler XI“, hat 270 Brutto-Register-Tonnen, ist 6 Meter breit und 30 Meter lang und fasst maximal 250 Passagiere. Mit dem Kapitän Rene Krake kamen wir ins Gespräch und erfuhren noch weitere Details. Die Adler-Flotte besitzt um die 30 Schiffe und er hat bei der Adler-Schifffahrt 2002 als Matrose begonnen und fährt heut als Kapitän über die Ostsee. Zur Besatzung gehören 3 Leute, die sich um das Schiff kümmern, zum Beispiel um das An- und Ablegen, und 2 Küchenprofis, die die Gäste lukullisch verwöhnen und noch einen Kiosk bedienen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Schiff kann eine Höchstgeschwindigkeit von neuneinhalb Knoten erreichen und wird jährlich einmal in der Werft auf die Sicherheit und Tauglichkeit überprüft. Es gibt 9 Rettungsinseln an Bord und entsprechende Schwimmwesten unter den Sitzen. Jeder Passagier ist herzlich willkommen, auch Fahrräder und Kinderwagen werden generell mitgenommen. Bei der Einfahrt in den Swinemünder Hafen hatten wir das Glück, mit dem Kapitän auf der Brücke zu stehen und die Molen vor unseren Augen passieren zu lassen. Dort wo die Swine in die Ostsee mündet, befindet sich an der Westmole eine Mühlenbake(Windmühle), die als Seezeichen 1874 erbaut wurde und anfänglich mit den drehenden Flügeln das blinkende Leuchtfeuer erzeugte. Die Fahrrinne beträgt hier 13,5 Meter und wird durch die Molen gegen Stürme und Versandung geschützt. Regelmäßig wird die Tiefe überprüft, um den Tiefgang für die einlaufenden Schiffe zu gewährleisten. Schon von weitem ist auch der Swinemünder Leuchtturm zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Er ist 65 Meter hoch und einer der ältesten in ganz Polen. Etwa 50 Jahre nach seiner Erbauung wurde die Fassade mit Klinkern versehen, da die Zeit ihre Spuren hinterlassen hatte. Erst in den letzten Jahren wurde der Leuchtturm einer Sanierung unterzogen und ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. In mehr als 22 Metern Höhe gibt es eine große Aussichtsplattform, von der man die ganze Gegend überblicken kann. Für die kleinen Besucher gibt es rund um den Leuchtturm etliche alte Fischerboote, die zum Spielen einladen. Angrenzend an den Turm befindet sich ein kleines Museum, in dem sich alles um die Geschichte des Turms und deren Leuchtfeuer dreht. Unter anderem kann man dort auch ein altes Leuchtfeuer besichtigen, das noch vor ein paar Jahrzehnten im Einsatz war. Natürlich kann aber auch das aktuelle Leuchtfeuer im Turm bestaunt werden, wobei mehr als 300 Stufen in die Turmspitze führen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18118" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Minikreuzfahrt-mit-den-Adler-Schiffen.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="1442" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Minikreuzfahrt-mit-den-Adler-Schiffen.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Minikreuzfahrt-mit-den-Adler-Schiffen-258x600.jpg 258w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Minikreuzfahrt-mit-den-Adler-Schiffen-440x1024.jpg 440w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />Die großen weißen Schwedenfähren kann man auch beobachten. Seit vielen Jahren gibt es schon die Fährverbindungen von der Hafenstadt Swinemünde nach Ystad in Schweden. Die Stadtfähre pendelt alle 20 Minuten zwischen den Inseln Usedom und Wollin. Die Überfahrt dauert rund 10 Minuten und ist kostenlos. Hauptsächlich werden Fußgänger, Radfahrer, PKW und Motorräder transportiert. Busse und LKW können nur in Kaseburg über die Swine gebracht werden. Im polnischen Hafen ist ebenfalls eine große Reparaturwerft angesiedelt, die auch Hochseeschiffe reparieren kann. Viele Frachtschiffe legen im viertgrößten Hafen Polens an der Ostseeküste an und schlagen ihre Ware um.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Hafenamt-Gebäude wurde restauriert und stellt ein sehenswertes Denkmal in der Hafenstadt dar. Das alte Holzhaus wurde 1872 durch Hochwasser der Swine zerstört. Am Gebäude ist ein Schild angebracht, welches den Hochwasserstand im Jahre 1913 anzeigt. Auf der Rücktour nach Heringsdorf hielt „Adler XI“ am Fort Gerhard, um Passagiere mitzunehmen. Dieses Fort wurde 1856 bis 1863 zur Verteidigung vor feindlichen Angriffen von der Seeseite her errichtet und mit einem Wassergraben umgeben. Der Haupteingang und der Hof waren deshalb nur über eine Zugbrücke erreichbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Übernahme der Kriegsmarine und der sowjetischen Truppen ging 1962 das Fort an die Stadt Swinemünde, welches nie an Kampfhandlungen teilgenommen hatte. Heute gibt es Führungen durch die historische Anlage und das Fort ist wieder so hergerichtet, dass man als Besucher viele Ereignisse aus vergangenen Jahrhunderten nachvollziehen kann.<br />
Eine Besonderheit, die es auf der MS „Adler XI“ noch gibt, soll nicht unerwähnt bleiben. Und zwar bekommt man auf der Überfahrt nach Polen einen Stempel der „Deutschen Schiffspost“, wenn man eine Karte oder einen Brief an die Lieben daheim in den Schiffspostkasten gesteckt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine schöne Schiffsreise ging um 13 Uhr zu Ende, als wir in Heringsdorf anlegten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man nach einem anstrengenden Urlaubstag auch mal zwischendurch gut essen möchte, dann kann ich ruhigen Gewissens in Ahlbeck das berühmte 5-Sterne Hotel „Ahlbecker Hof“ empfehlen. Seit der Eröffnung 1890 fühlen sich die Besucher hier wohl. In einer langen Geschichte waren sogar Kaiser und Könige hier Gast. Nach sorgfältiger Restaurierung und seit 1995 unter der Leitung von Seetel-Hotels wurde die alte Tradition fortgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18119" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-Kaiserblick.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="628" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-Kaiserblick.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Restaurant-Kaiserblick-300x304.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" />Im Restaurant Kaiserblick schmeckten uns die poelierten Austern auf weißer Tomatenbutter mit Gemüsetörtchen „Caprese“ sowie die Blumenkohl-Vanilleschaumsuppe mit gebackener Blutwurst ausgezeichnet. Der Hauptgang mit einer Portion Stangenspargel und Sauce Hollandaise mit neuen Kartoffeln und kleinem Schinkenteller waren ein Genuss, ebenso der ausgezeichnete Muskateller Wein und die Creme Catalana mit Ananas und Mangosorbet.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter ging es in unserem Programm mit etwas Kultur. Wir fuhren mit der Usedomer Bäderbahn von Heringsdorf etwa eine halbe Stunde nach Zempin. Von dort liefen wir auf dem Ostseedeich etwa 1,6 Kilometer und erreichten „Lüttenort“, an der schmalsten Stelle der Insel, wo sich einst der Maler Otto Niemeyer-Holstein niederließ und sich heute die Gedenkstätte befindet. Ganzjährig kann man die Galerie besuchen und einen geführten Rundgang durch das Atelier und den Garten machen. Wir trafen uns mit der Museumsangestellten Bettina John, die uns durch das Niemeyer Refugium führte und interessante Details zu Leben und Werk des Malers vermittelte.</p>
<p style="text-align: justify;">Otto Niemeyer-Holstein wurde am 11.Mai 1896 in Kiel geboren. Nach der Schulausbildung meldete er sich mit 18 als Freiwilliger zum Militärdienst und absolvierte eine Ausbildung zum Husar. Eine Kriegsverletzung beendete 1916 seine Soldatenlaufbahn. Während der Genesung in der Schweiz begann er autodidaktisch zu malen und zeichnen. Seine Ausbildung vervollständigte er dann an der damaligen Kunst-Akademie in Kassel und fügte auf Anraten eines befreundeten Schriftstellers seinem Familiennamen die Bezeichnung Holstein hinzu. Nach der Scheidung von Hertha Langwara übersiedelte er nach Berlin und ging 1927 die Ehe mit Dr. Annelise Schmidt ein. In den 20er Jahren hatte er auch schon seine ersten eigenen Ausstellungen und begegnete Künstlern wie Paul Klee, Lyonel Feininger, Otto Manigk und Herbert Wegehaupt, mit denen er sich austauschte. Anfang der 30er Jahre war er wiederholt auf der Insel Usedom unterwegs Mit seinem Segelboot fand er an der sandigen Einöde einen Ort, den er später zu etwas ganz Besonderem machte.</p>
<p style="text-align: justify;">Er kaufte die Brache und lebte in einem ausrangierten Berliner S-Bahnwagen, der dann mit Einzelgebäuden umbaut wurde. 50 Jahre lang bis zu seinem Tod lebte und arbeitete Niemeyer-Holstein dort mit seiner zweiten Frau Annelise, die ihm auch einen Sohn schenkte. Er malte dort vor allem norddeutsche Landschaften in impressionistischer Manier. Aber auch Atelier, Haus und Garten sind ein Werk des Künstlers. Er formte und veränderte seinen „Lüttenort“ immer wieder. Das Anwesen ist mit Skulpturen seiner Künstler-Freunde Wieland Förster, Jo Jastram und Werner Stötzer umgeben. Lüttenort war immer ein Ort der Begegnung und des freien produktiven Gedankenaustausches mit Künstlern und Kunstfreunden. In der Zeit von 1933 bis 1945 lebte der mutige Maler zurückgezogen auf der Insel. Er versteckte sogar seine jüdische Schwiegermutter vor Hitlers Schergen auf seinem Areal. Einige seiner Bilder, die bereits öffentlich waren, beschlagnahmten die Nazis. Sehr bald nach Kriegsende stellte Niemeyer wieder aus.</p>
<figure id="attachment_18120" aria-describedby="caption-attachment-18120" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18120 size-full" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Museum-Atelier-Otto-Niemeyer-Holstein.jpg" alt="Auf Entdeckungstour durch Usedom" width="620" height="527" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Museum-Atelier-Otto-Niemeyer-Holstein.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2017/11/Museum-Atelier-Otto-Niemeyer-Holstein-300x255.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-18120" class="wp-caption-text">Copyright: Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">1964 wurde er Professor und 1969 Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Doch er kam immer wieder in Konflikt mit der Staatsmacht. Er weigerte sich, der Niederschlagung des Prager Frühlings offiziell zuzustimmen und wurde jahrelang als Künstler von der Stasi bespitzelt. Otto Niemeyer-Holstein war der 1.Präsident des internationalen Komitees für die Biennale der Ostseeländer und ein Vorbild für junge Künstler, die in den Norden kamen, um in der Küstenlandschaft Anregungen zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Otto Niemeyer reiste viel in seinem Leben, kam aber immer wieder gern in seine Ostseeheimat zurück, um dort die Landschaft zu genießen und zu malen. Vor allem das Meer, das im Zusammenspiel von Licht, Wind und Wolken immer neue Eindrücke und Spannungen bot, war für ihn eine Herausforderung. Zu seinen bekanntesten Gemälden zählen das „Zempiner Ufer“, der „Vereiste Strand“, die „Deich-Landschaft“, der „Obstgarten mit Leiter“ und das „Dorf am Schmollensee“, um nur einige hervorzuheben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der großartige Maler und Künstler ist 1984 gestorben, aber sein Geist lebt weiter und das ist dem 1994 gegründeten Freundeskreis Otto Niemeyer-Holstein zu verdanken. In der Galerie finden Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Desweiteren werden Malerei- und Grafikkurse für Kunstinteressierte angeboten und eine Malschule für Kinder und Erwachsene findet großen Zuspruch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen bei:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Usedom Tourismus GmbH<br />
Hauptstrasse 42<br />
17459 Seebad Koserow<br />
Telefon: +49 (0) 38375 244 144<br />
Telefax: +49 (0) 38375 244 145<br />
E-Mail:info@usedom.de</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Text: Peter Marquardt</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Fotos: Matthias Dikert</em></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Abenteuer Amazonasdschungel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 12:31:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Abenteuer Amazonasdschungel]]></category>
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		<category><![CDATA[Reich der Vulkane]]></category>
		<category><![CDATA[Urwaldstadt Coca am Rio Napo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor uns liegen vier Tage Dschungelerlebnis. Es geht in das Amazonas – Tiefland im Osten Ecuadors. Von Quito ist es nur ein Katzensprung, eine halbe Flugstunde bis zur Urwaldstadt Coca am Rio Napo. Heute zählt die Hauptstadt der Provinz Orellana rund 50.000 Seelen. Noch vor einem halben Jahrhundert gab es hier nur eine kleine Missionarssiedlung von Kapuzinermönchen. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Station 5: Abenteuer Amazonasdschungel</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vor uns liegen vier Tage Dschungelerlebnis. Es geht in das Amazonas – Tiefland im Osten Ecuadors. Von Quito ist es nur ein Katzensprung, eine halbe Flugstunde bis zur Urwaldstadt Coca am Rio Napo. Heute zählt die Hauptstadt der Provinz Orellana rund 50.000 Seelen. Noch vor einem halben Jahrhundert gab es hier nur eine kleine Missionarssiedlung von Kapuzinermönchen. Erst mit der Ausbeutung der reichen Erdölquellen im Amazonasgebiet entwickelte sich die Stadt rasch, dehnte sich im feucht- heißen Regenwald immer weiter aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon beim Verlassen des Flugzeuges spüren wir die tropischen Temperaturen. Brütende Hitze schlägt uns entgegen. Der Schweiß bricht aus allen Poren. Es geht zum Hafen am Rio Napo. Sehr herzlich empfängt uns hier Marco Cisneros in fließendem Deutsch. Wir erfahren: Er hat in Deutschland eine Hotelausbildung absolviert und in Flensburg Biologie studiert. Heute ist er der Manager des Napo-Wildlife-Centers, einer exclusiven Lodge mitten im Urwald. Sie wird bei unseren Dschungeltouren in den nächsten Tagen unser Zuhause sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Hafen besteigen wir ein langes überdachtes Motorkanu.</p>
<figure id="attachment_12382" aria-describedby="caption-attachment-12382" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12382" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Rio-Napo-Kanufahrt.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1252" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Rio-Napo-Kanufahrt.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Rio-Napo-Kanufahrt-297x600.jpg 297w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Rio-Napo-Kanufahrt-507x1024.jpg 507w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12382" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es wird uns in die Nähe der Lodge bringen, rund 90 Kilometer von Coca entfernt. Wir fahren auf dem träge dahinfließenden Rio Napo stromabwärts. Er ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Fast 1500 Kilometer lang, nimmt er auf seinem Weg rund 800 Flüsse auf. Schon hier in Coca ist er ein kilometerbreiter Strom, der sich bis zur Mündung auf acht Kilometer Breite ausdehnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser Boot rast mit fast 50 Stundenkilometer über das Wasser. Der starke Fahrtwind bringt uns Abkühlung. Wir spüren die feuchte, tropische Wärme kaum noch. Es ist eine Fahrt mit Umwegen. Von einem Ufer zum anderen schlängelt sich unser Boot in Richtung Amazonas. Die zahlreichen aufgeschwemmten Sandbänke lassen keinen geraden Kurs zu. Unser Bootsführer muss höllisch aufpassen, um nicht zu stranden, denn täglich verändert sich die Fahrrinne, gibt es neue Untiefen. Diese ungewöhnliche Zickzack – Fahrt ist uns angenehm. So können wir die vom Urwald dicht bewachsenen Uferregionen näher in Augenschein nehmen. Es ist ein grünes Paradies, eine scheinbar unberührte einzigartige Naturlandschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur selten entdecken wir einzelne Hütten oder kleine Siedlungen am Ufer. Hier zu leben und zu wohnen, ist für uns nur schwer vorstellbar. Doch dann erblicken wir eine Hafenanlage mit langen Lastkähnen, auf denen LKW’s und andere Großgeräte transportiert werden. Eine lodernde Gasfackel im nahen Hinterland macht uns deutlich, hier wird Erdöl gefördert.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Ecuador ist das „Schwarze Gold“ die wichtigste Einnahmequelle. Darauf kann das Land nicht verzichten. Doch die Ausbeutung der Erdölquellen im Amazonasgebiet schlägt tiefe Wunden in die urwüchsige Natur, beeinträchtigt die Flora und Fauna erheblich. Der dichte Urwald am Ufer verwehrt uns, die giftigen Hinterlassenschaften der Produktion unmittelbar zu sehen. Wir können nur ahnen, welche verheerenden Einschnitte sie in dieses Naturparadies bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach zwei Stunden Fahrt auf dem Rio Napo biegen wir in einen schmalen Seitenarm ein. Kurz danach erreichen wir eine kleine Anlegestelle. Weiter kann unser Motorkanu nicht fahren. Das seichte Wasser des Flüsschens lässt das nicht zu. Wir steigen um in ein kleines Kanu.</p>
<figure id="attachment_12367" aria-describedby="caption-attachment-12367" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12367" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bachfahrt-Schwarzes-Wasser-.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="829" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bachfahrt-Schwarzes-Wasser-.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Bachfahrt-Schwarzes-Wasser--300x401.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12367" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Jetzt geht es nur noch mit Muskelkraft unserer beiden Begleiter flussaufwärts. Wir erfahren, bis zur Lodge sind es noch 7,5 Kilometer. Sie ist nur über diesen kleinen Fluss erreichbar, einen anderen befahrbaren Weg gibt es nicht. Die einheimischen „Kichwa Añangu“ nennen den kleinen Bach „Schwarzes Wasser“. Dabei ist das Wasser klar, doch die dichten Urwaldbäume überspannen den Fluss über weite Strecken wie ein grünes Dach, lassen die Sonnenstrahlen kaum zum Boden vordringen und so das Wasser dunkel erscheinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist eine einzigartige, ganz besondere Atmosphäre, die uns uns umgibt. Was wir auf dem breiten Rio Napo nur erahnen konnten, jetzt sind wir mittendrin, eingetaucht in die grüne Lunge Ecuadors. Die Faszination Dschungel hat für uns begonnen. Wir bestaunen mächtige Baumriesen, können uns nicht satt sehen an der üppigen, vielgestaltigen Landschaft. Sie atmet Ruhe, doch sie ist voller Leben. Vielseitig sind die Geräusche des Urwalds, die an unsere Ohren dringen. Unüberhörbar ist das Gekreische der Papageien, Sittiche und vieler anderer Vogelarten. Da rast eine Horde Wildschweine grunzend durch die Büsche des Waldes. Wir sehen sie nicht, hören sie nur. Dann huscht eine Gruppe von Totenkopfäffchen direkt vor unseren Augen flink über die Baumwipfel von einer Flussseite zur anderen. Ein Stück weiter zieht ein Tapir langsam seiner Wege. Schon diese ersten Eindrücke sind überwältigend.</p>
<p style="text-align: justify;">Zahlreiche, querliegende Baumstämme im Flussbett lassen uns nur mühsam vorankommen. Plötzlich ändert sich die Uferzone. Der bisher feste Boden ist einer sumpfigen, morastigen Landschaft gewichen. Auf diesem Untergrund finden die Urwaldriesen keinen Halt mehr. Nur kleinere Bäume, dichtes Buschwerk und Mangroven wachsen hier, lassen einen tieferen Einblick in den Regenwald zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir nähern uns der Lodge. Nach einer weiteren Flussbiegung liegt unerwartet ein großer breiter See vor uns, von dichtem Urwald umrandet. Silbrig glänzt seine Oberfläche im Sonnenlicht. Ein malerischer Anblick. Am Ufer erkennen wir schon aus der Ferne das Napo-Wildlife-Center. Zentraler Blickfang ist ein 40 Meter hoher Turm aus mehreren Etagen. Über jedes Stockwerk breitet sich ein dichtes Bambussdach aus. Sie lassen den Bau in seiner Form wie einen riesigen Urwaldbaum erscheinen. Davor gruppieren sich die 16 Wohnhütten der Lodge für maximal 32 Gäste. Auch sie haben Bambusdächer, bieten so ein einheitliches Ensemble.</p>
<p style="text-align: justify;">In der offenen, überdachten Empfangshalle am Steg werden wir freundlich begrüßt. Ein erquickender, kühler Erfrischungstrunk wird uns gereicht. Dann beziehen wir unsere Zimmer. Die Wege zu den einzelnen Hütten sind gepflastert und mit blühenden Rabatten und Sträuchern gesäumt. Alles wirkt wie eine schön angelegte kleine Parkanlage.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu jedem Holzhaus gehört eine Veranda mit Sitzgruppe und Hängematte.</p>
<figure id="attachment_12376" aria-describedby="caption-attachment-12376" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12376" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Napo-Wildlife-Center.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="426" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Napo-Wildlife-Center.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Napo-Wildlife-Center-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Napo-Wildlife-Center-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12376" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der großflächige Innenraum ist als Wohn- und Schlafzimmer kombiniert gestaltet. Das moderne breite Doppelbett ist von einem Moskitonetz umhüllt. Eine Couchgarnitur mit Sesseln lädt zum Ausruhen ein. Die glänzenden Dielen, die massiven braungebeizten Holzwände und Dachbalken, ein geschnizter alter Schrank – all das wirkt anheimelnd, behaglich, gediegen. Das eingebaute große Bad besticht mit exklusiver Ausstattung – moderner Dusche, WC und Waschschüssel. Es fehlt an nichts in dieser Luxusherberge. Wir sind überwältigt, das haben wir mitten im Urwald nicht erwartet.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Nachmittag lädt uns Marco, unser Guide und Manager der Lodge, auf die oberste Aussichtsplattform des Turmes. Sie ist über Treppen erreichbar, aber auch – man höre und staune – über einen Aufzug. Ich wähle den bequemen Weg. Oben erwarten uns Tee und Erfrischungagetränke und ein atemberaubender Blick über die Wipfel der Dschungellandschaft und den See zu Füßen der Lodge.</p>
<figure id="attachment_12364" aria-describedby="caption-attachment-12364" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12364" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Aussichtsplattform.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1318" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Aussichtsplattform.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Aussichtsplattform-282x600.jpg 282w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Aussichtsplattform-482x1024.jpg 482w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12364" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">„Añangucocha“ – Ameisensee – so nennen ihn die hier beheimateten Kichwa. Er wirkt friedlich, lädt zum Baden ein. Doch das ist verboten. Kaimane, Pirañhas, Anakondas und der riesiege Peitschenfisch sind hier zu Hause. Er kann drei bis vier Meter lang werden und besitzt ein Riesenmaul. Damit hat er schon einmal einem Kanufahrer der Lodge ein Paddel durchgebissen, erzählt uns Marco. Die Bewohner des Sees erblicken wir nicht, umso mehr zeigt sich uns ein Teil der Tierwelt des Regenwaldes. Vogelschwärme flattern aufgeregt durch die Lüfte. Sie zeigen sich uns in ihrem prächtigen vielfarbigen Gefieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sehen nur die Totalität des Regenwaldes, doch Marco entdeckt mit seinen geübten Augen verschiedene Vögel, die im Geäst der Bäume hocken. Mit einem leistungsstarken Fernrohr bringt er sie für uns ganz nah, lässt uns in aller Ruhe die reiche Vogelwelt bewundern. Von ihm erfahren wir: Die Lodge liegt im größten Naturschutzgebiet Ecuadors, dem Nationalpark Yasuni. Er wurde 1979 von der Regierung beschlossen und umfasst eine Fläche von fast 10.000 Quadratkilometern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die UNESCO erklärte dieses Naturparadies 1989 zum Biosphärenreservat. Mit Recht. Der Nationalpark zählt weltweit zu den Orten mit der größten Artenvielfalt. Fast 2300 Baum- und Buscharten wachsen hier. Darin leben allein fast 600 Vogelarten. So kommen Ornithologen aus aller Welt in den Park, um die breite Vogelpracht näher zu untersuchen und zu studieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese einzigartige Naturlandschaft weist die größte Dichte an Amphibien-, Säugetier-, Vogel- und Pflanzenarten des gesamten Amazonasgebietes auf. Die außergewöhnliche Vielfalt der Flora und Fauna hat verschiedene Ursachen. Die Nähe zum Äquator bietet über das ganze Jahr ein weitgehend stabiles Klima, mit gleichmäßigen tropischen Temperaturen. Dazu kommt die ständig hohe Luftfeuchtigkeit durch die häufigen intensiven Regenfälle.</p>
<p style="text-align: justify;">Letztlich ist auch der Mangel Motor für die Artenvielfalt. Die gegenseitige Konkurrenz, die Rangelei um das Vorhandene, zwingt zur ständigen Anpassung, um die eigenen Lebenschancen zu verbessern. So entstanden und entstehen in diesem üppig wuchernden Treibhaus immer wieder neue Lebensformen. Dieser Hintergrund hat unseren Blick für den Dschungel geweitet, hat uns neugierig gemacht, ihn unmittelbar zu erleben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir steigen vom Turm hinunter, bestaunen die einzigartige Stahl- und Holzkonstruktion des Bauwerks. Jede Etage ist individuell eingerichtet, bietet gemütliche Sitzecken, zeigt Bilder der Tierwelt des Regenwaldes und Porträts der einheimischen Kichwa. Sie sind auch die Erbauer und Eigentümer der Lodge.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Turm und die Hütten der Lodge mitten in den Urwald ohne Straßenanbindung zu errichten ist eine Meisterleistung. Das gesamte Baumaterial, die Anlagen für die Strom- und Wasserversorgung und die Ausstattung der Zimmer mussten über den Rio Napo und dann mit den kleinen Kanus über den Schwarzwasserfluss mühselig zum Ameisensee transportiert werden. Auch alles, was zur täglichen Versorgung der Gäste und des Personals benötigt wird, kommt über diesen Weg.</p>
<p style="text-align: justify;">Beeindruckt von diesem gewaltigen Aufwand, nehmen wir unser Abendessen im Restaurant am Fuße des Turmes ein. Ein reich gedecktes Buffet erwartet uns. Es gibt Bohnensuppe, frischen Salat, zwei warme Hauptgerichte Fisch und Fleisch, gebackene Bananen, Pudding und Frischobst zum Nachtisch. Alles schmeckt vorzüglich. Dazu werden uns verschiedene frischgepresste Säfte serviert.</p>
<p style="text-align: justify;">Uns fällt auf, dass in der Küche und im Service nur Männer arbeiten. Marco klärt uns auf: Die Harmonie untereinander, die Konzentration auf die Arbeit ist uns wichtig. Wenn Frauen dabei sind, lenkt das von den Aufgaben ab. Es gibt Eifersüchteleien, Missgunst, kleine Streitigkeiten. Deshalb sind hier nur Kichwa-Männer beschäftigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Tag brechen wir zu einem ersten Ausflug direkt in den tropischen Regenwald auf. Lange Hosen sind angesagt, dazu tragen wir Gummistiefel von der Lodge und haben auch einen Regenponcho mit dabei. Ein Kanu setzt uns über den Ameisensee.</p>
<figure id="attachment_12361" aria-describedby="caption-attachment-12361" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12361" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Ausflug-im-Regenwald.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1411" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Ausflug-im-Regenwald.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Ausflug-im-Regenwald-264x600.jpg 264w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Ausflug-im-Regenwald-450x1024.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12361" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dann tauchen wir in das grüne Meer des Urwaldes ein. Wir müssen uns nicht durch die Wildnis schlagen, wandern auf kleinen Pfaden. Die geschützte Natur zeigt sich hier im Nationalpark Yasuni in ihrer Ursprünglichkeit. Große, blaue Falter und andere Schmetterlinge begleiten unseren Weg. An einigen Baumstämmen hängen Termitennester.</p>
<p style="text-align: justify;">Marco hat wieder das Fernrohr dabei. Was wir nicht sehen – er sieht alles, weiß alles, kennt alles über Flora und Fauna des Regenwaldes. Oben in der Astgabel eines Baumes hat er ein Faultier entdeckt, zeigt es uns über das Fernrohr ganz deutlich. Es sind nicht nur die großen Tiere des Dschungels, die er uns nahe bringt. Es sind vor allem auch die vielen kleinen Lebenwesen, die wir durch ihn kennenlernen – einen Tausendfüßler, eine Spitznasenkröte, einen Rubinpfeilgiftfrosch. An einer Stelle weist Marco auf den Boden. Wir sehen nur bräunlich gefärbte Blätter. Er greift ein Blatt heraus – es ist eine gut getarnte große Heuschrecke, die sich in ihrer Farbe vollständig der Umwelt angepasst hat. Begleitet von der vielstimmigen Geräuschkulisse des Dschungels stapfen wir an bis zu 60 Meter hohen Kapokbäumen vorbei, die viele breite mannshohe Wurzeln ausbilden.</p>
<p style="text-align: justify;">Plötzlich erhebt sich vor uns eine große Stahlkonstruktion, ein 37 Meter hoher, begehbarer Aussichtsturm. Unfassbar für uns, wie die vielen Träger, Streben, Treppen und Geländer hierher gebracht und aufgebaut wurden. Auf der Aussichtsplattform bietet sich uns ein faszinierendes Panorama. Wir blicken auf das dichte grüne Dach des Dschungels. Es zeigt sich in vielen Farbschattierungen. Ein Ara-Pärchen zieht seine Kreise. Sittiche schwirren durch die Luft. Ein Tukan sitzt auf einem Ast fast zum Greifen nah. Mit seinem Fernrohr hat Marco einen Brüllaffen auf einer weit ausladenden Baumkrone entdeckt. Ein Gefühl der Freude hat uns ergriffen. Wir können uns an diesem überaus lebendigem Naturparadies nicht satt genug sehen. Möge es der Menschheit für immer erhalten bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Umweltministerium hat dafür strenge Regeln erlassen. Im Nationalpark ist Holz fällen, fischen und jagen untersagt, auch für die hier lebenden Kichwa. Ranger vom Umweltministerium sind hier ständig im Einsatz, wachen darüber, dass diese Festlegungen nicht unterlaufen werden. Unterstützt werden sie in ihren Bemühungen zum Schutz des Nationalparks auch durch die ansässigen Kichwa. Mit ihnen wurde von der Regierung ein entsprechender Vertrag abgeschlossen. Das alles lässt hoffen, das der Reichtum und die Schönheit des tropischen Regenwaldes weitgehend erhalten bleiben, wenn nicht die fortschreitende Erdölindustrie das Reservat massiv schädigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit diesen Gedanken verlassen wir den Aussichtsturm, erspähen auf dem Rückweg zur Lodge weitere kleine Bewohner des Dschungels. Eine Baumläuferechse hat sich an einem Baumstamm festgekrallt. Ihre Hautfarbe hat sie der Baumrinde angepasst. Sie ist so nur schwer zu entdecken. Auf einem großflächigen Blatt hat sich eine kleine Schlange breit gemacht. Sie ist giftig, weiß Marco. Aus etwas Abstand bestaunen wir sie. Wer glaubt, auf Schritt und Tritt im Urwald Affenhorden, Ameisenbären, Tapiren und Anakondas zu begegnen, wird vielleicht enttäuscht sein. Dazu bedarf es Zeit, Ausdauer und auch etwas Glück.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen verspricht uns Marco ein besonderes Schauspiel. Wir werden die bunte Vielfalt von Papageien und Sittichen aus unmittelbarer Nähe beobachten können. Dazu geht es mit dem Kanu auf dem „Schwarzen Wasser“ wieder zurück zum Rio Napo. Ein großes Motorkanu nimmt uns hier auf. Wir fahren nur eine kurze Strecke am Ufer des Flusses entlang. An einer Stelle hat der Urwald eine Lücke gelassen, gibt den Blick frei auf die Uferböschung. Wir nähern uns mit abgeschaltetem Motor langsam diesem Platz. Was wir hören und sehen, verschlägt uns den Atem. Dutzende Papageien drängen sich dicht an dicht in mehreren Pulks auf dem Lehmboden.</p>
<figure id="attachment_12379" aria-describedby="caption-attachment-12379" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12379" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Papageienbeobachtung-Lehmfelsen.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1054" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Papageienbeobachtung-Lehmfelsen.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Papageienbeobachtung-Lehmfelsen-300x510.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Papageienbeobachtung-Lehmfelsen-602x1024.jpg 602w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12379" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ihr lautes Gekreische und Gekrächze ist weithin zu hören. Aufgeregt flatternd ringen sie um den besten Platz an diesem Fleck, geben keinen Zentimeter frei.</p>
<p style="text-align: justify;">Was sie in Scharen hierher treibt, ist für sie lebensnotwendig. Eifrig pickend nehmen sie aus dem Boden wichtige Mineralien und Salze auf, die sie für ihre Verdauung unbedingt brauchen – tagtäglich. Sie finden sie nur an wenigen Stellen. So wird jede zum Treffpunkt der bunten mehrfarbigen Vogelwelt in grün, gelb, blau, schwarz und weiß. Ihre besonderen Lebensgewohnheiten ermöglichen uns diesen einzigartigen Anblick. Wir könnten stundenlang diesem hektischen Treiben zusehen. Doch Marco drängt zum Aufbruch. Er verspricht uns, am Nachmittag noch einen weiteren Sammelplatz der bunten Vogelschar aufzusuchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Begegnung mit einer Gruppe der Kichwa Añangu steht jetzt auf dem Programm. Wieder tauchen wir in den Dschungel ein, erreichen nach einem kurzen Fußmarsch ein Indio-Camp. Ein paar einfache Hütten stehen hier, ausgestattet und eingerichtet als Besuchs- und Informationszentrum für Touristen. Wir werden sehr freundlich empfangen. Hübsche junge Frauen mit ihren kleinen Kindern erwarten uns. Sie tragen farbige Röcke und Blusen, die sie selbst geschneidert haben. Dann singen, tanzen und spielen sie für uns, zeigen uns ihre fröhliche indianische Lebensart.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Leiterin des Zentrums führt uns danach in eine geräumige Hütte, die mit vielen, meist hölznern Küchen- und Arbeitsgeräten ausgestattet ist.</p>
<figure id="attachment_12373" aria-describedby="caption-attachment-12373" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12373" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Indio-Camp.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="705" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Indio-Camp.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Indio-Camp-300x341.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12373" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Sehr anschaulich gibt sie uns einen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise ihres Stammes. Sie zeigt uns, wie nach uralter Weise Feuer entzündet wird. Wir erfahren viel über die Kultur, die Bräuche und Traditionen der Kichwa, wie sie das harte Leben mitten im Urwald meistern.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss unseres Besuches präsentieren uns die Frauen in einem Shop noch Produkte ihrer traditionellen Handwerkskunst. Da gibt es buntbestickte Textilien, indianischen Schmuck, Schnitzereien, Tierfiguren aus Glas und Holz und vieles mehr. Die Fülle des Angebots regt zum Kauf an. Es sind schöne Andenken an unseren Aufenthalt im tropischen Regenwald.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir ziehen weiter zum zweiten Tummelplatz der bunten Vogelwelt. Mit unserem Kanu geht es im „Schwarzen Wasser“ ein Stück flussaufwärts. Dann betreten wir erneut einen Dschungelpfad und erreichen nach einer halbstündigen Wanderung eine kleine Lichtung. Hier haben die Kichwa einen großen, überdachten Beobachtungsstand errichtet. Wir blicken auf eine kleine freie Schneise, die vom Urwald umsäumt ist. Darauf hockt in großen Scharen das artenreiche bunte Vogelvolk des Urwalds.</p>
<figure id="attachment_12370" aria-describedby="caption-attachment-12370" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12370" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Beobachtungsstand.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="876" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Beobachtungsstand.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Beobachtungsstand-300x424.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12370" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Auch hier naschen sie aus dem Boden die lebensnotwendigen Mineralien, suchen mit lautem Geschrei die beste Stelle zu ergattern. Wir sind gebannt von diesem lebhaften Spektakel. Niemand redet. Keiner will dieses faszinierende Schauspiel stören. Nur ungern reißen wir uns nach einer Stunde von diesem wunderbaren Anblick los, kehren zur Lodge zurück. Das Abenteuer Dschungel hat damit für uns einen eindrucksvollen Abschluss gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen besteigen wir unsere Kanus, fahren zurück zum Rio Napo. Plötzlich taucht vor uns eine Riesenotter-Familie auf und beäugt uns aufmerksam.</p>
<figure id="attachment_12358" aria-describedby="caption-attachment-12358" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12358" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Abschied.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="364" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Abschied.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Abschied-300x176.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12358" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Sie begleiten uns noch eine kleine Wegstrecke. Es scheint, als wollten sie uns auf Wiedersehen sagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein großes Motorkanu nimmt uns am Rio Napo auf, bringt uns nach Coca zurück. Während der Fahrt sind wir in Gedanken noch bei den unvergesslichen Erlebnissen im Dschungel. Nur zwei Prozent vom gesamten Amazonas-Regenwald besitzt Ecuador. Doch auf diesem kleinen Flecken sind 50 Prozent der Pflanzen- und Tierwelt des riesigen Amazonasbeckens zu finden. Ein herrliches Stück Ecuador.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur elf Tage haben wir das Land am Äquator bereist, haben die Vielfalt und Schönheiten der unterschiedlichen Landschaften erlebt. Wir haben die trocken-heiße Küstenregion mit der Millionenstadt Guayaquil kennengelernt, haben das Andenhochgebirge mit seinen vielen Lagunen bestaunt, standen an der Straße der Vulkane in 5.000 Meter Höhe am Fuße des Chimborazo, wanderten durch die prächtige Altstadt von Quito und waren auf Entdeckungstouren im tropischen Regenwald.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaum ein Land hat Reisenden diese vielseitige Erlebniswelt zu bieten. Ecuador – ein fazinierendes Land für einen maßgeschneiderten Urlaub, der keine Wünsche offen lässt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen bei:</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: justify;">Botschaft von Ecuador</li>
<li style="text-align: justify;">Joachimstaler Str. 12</li>
<li style="text-align: justify;">10719 Berlin</li>
<li style="text-align: justify;">Deutschland</li>
<li style="text-align: justify;">Tel. 0049-30-8009695</li>
<li style="text-align: justify;">Fax 0049-30-800969699</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><em>Text: Manfred Vieweg</em><br />
<em> Fotos: Matthias Dikert</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/abenteuer-amazonasdschungel/12355/">Abenteuer Amazonasdschungel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Reich der Vulkane &#8211; Auf Entdeckungsreise in Ecuador</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/suedamerika/ecuador/ecuador-reisebericht/12228/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Oliver Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2016 14:54:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Reisejournalisten Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps]]></category>
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		<category><![CDATA[Bankenzentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom nördlichen Andenhochland reisen wir in den Süden des Landes. In einer knappen Flugstunde erreichen wir von Quito Guayaquil. Schon beim Aussteigen spüren wir, hier in der Metropole der Küstenregion herrschen andere Temperaturen als in den Höhen der Anden um Quito. Angenehme, wohlige Wärme umschmeichelt uns noch jetzt in den frühen Abendstunden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/suedamerika/ecuador/ecuador-reisebericht/12228/">Im Reich der Vulkane &#8211; Auf Entdeckungsreise in Ecuador</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="https://www.reiseratgeber24.de/suedamerika/">Südamerika</a> &#8211; Vom nördlichen Andenhochland reisen wir in den Süden von Ecuador. In einer knappen Flugstunde erreichen wir von Quito Guayaquil. Schon beim Aussteigen spüren wir, hier in der Metropole der Küstenregion herrschen andere Temperaturen als in den Höhen der Anden um Quito. Angenehme, wohlige Wärme umschmeichelt uns noch jetzt in den frühen Abendstunden. Doch wir wissen, das schwül- heiße tropische Klima der Region lässt die Temperaturen am Tage auf 30 bis 35 Grad ansteigen. Sonnenschutz, leichte Kleidung und eine Kopfbedeckung sind dann gefragt. Hier gibt es keine vier Jahreszeiten, nur die Trocken- und die Regenzeit von November bis Mai.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Guayaquil – die tropische Küstenregion von Ecuador</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit rund drei Millionen Einwohnern ist Guayaquil die größte Stadt von Ecuador, die wichtigste Hafenstadt des Landes und ein bedeutendes Industrie-, Handels- und Bankenzentrum. Sie liegt am mächtigen kilometerbreiten Strom Guyanas, der von den Flüssen Daule und Babahoyo gespeist wird, die in Guayaquil zusammenfließen.<br />
Von unserem Hotel „Wyndham“, ein ganz neuer, moderner Bau nahe dem Stadtzentrum, haben wir einen guten Überblick auf das Panorama dieser breiten Flusslandschaft.</p>
<figure id="attachment_12231" aria-describedby="caption-attachment-12231" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12231 size-full" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hotel-„Wyndham“.jpg" alt="Anreise in Ecuador" width="620" height="426" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hotel-„Wyndham“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hotel-„Wyndham“-300x206.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hotel-„Wyndham“-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12231" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein verheißungsvoller erster Eindruck, der neugierig macht, die Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt von Ecuador näher kennenzulernen.<br />
Bei unserem Stadtrundgang erreichen wir schon nach wenigen Minuten das Viertel „Las Peñas“, das zum historischen Kern von Guayaquil gehört. Es liegt am Hügel Santa Ana. Seine Häuser breiten sich über den gesamten Berghang aus.<br />
Viel Geld haben die Stadtväter hier reingesteckt, um die zum Teil verfallenen Bauten wieder herauszuputzen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dabei wurde streng darauf geachtet – wo immer es möglich war – das historische Ambiente zu bewahren. So sind am Fuße vom Santa Ana-Hügel original getreu restaurierte Holzhäuser aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts zu sehen. In frischen blauen Farben, mit alten Balkonen, Galerien, Lampen und holzverzierten Fenstern, so zeigen sie sich heute den Besuchern.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir stoßen auf einen breiten Treppenaufgang. Er wird von attraktiven, farbenfrohen Häusern flankiert, die zum Aufstieg einladen. 444 Stufen sind zu ersteigen, um die volle Schönheit dieses komplett restaurierten Stadtviertels näher zu betrachten. Dicht an dicht drängen sich die meist zweigeschossigen Bauten. Sie leuchten in hellen, freundlichen Farben, als wären sie gerade erst gestrichen. Hier gibt es Boutiquen, kleine Kneipen, Galerien und immer wieder herrliche Ausblicke auf die Stadt.</p>
<figure id="attachment_12234" aria-describedby="caption-attachment-12234" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12234" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Santa-Ana.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="2809" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Santa-Ana.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Santa-Ana-226x1024.jpg 226w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12234" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Direkt unterhalb der Bergkuppe sind noch Zeugnisse der einstigen Befestigungsanlage zu sehen – alte Kanonen, ausgegrabene Mauerreste. Ein kleines Museum gibt vertiefenden Einblick in die Zeit als Piraten und Freibeuter die Stadt häufig angriffen und plünderten. Auf dem oberen Plateau steht die weißgetünchte, schlichte Kapelle „Santa Ana“ und ein alter Leuchtturm. Von ihm hat man den wohl schönsten Panoramablick über Guayaquil und seine Flüsse. Schon allein diese Aussicht lohnt den Aufstieg.<br />
Der Nachbarhügel von Santa Ana erregt unsere Aufmerksamkeit. Auch seine Hänge sind eng bebaut mit ineinander verschachtelten Häusern, die wie eine Favela anmuten. Dieses etwas heruntergekommene Stadtviertel sollten Touristen meiden. Unser Reiseleiter Freddy warnt, hier ist ein Hort der Kriminalität, der Prostitution und des Drogenhandels.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser Stadtrundgang führt uns jetzt zum Malecon 2000, direkt unterhalb von Santa Ana. Der alte Uferdamm am Guayas wurde zu einer prächtigen Promenade aufwendig um- und neugestaltet und im Jahre 2000 fertiggestellt. Auf dieser 2,5 Kilometer langen Flaniermeile herrscht lebhaftes, lautes Treiben. Viele Stadtbewohner und Touristen zieht es hierher. Von einer kleinen Bühne schallt Musik einer Band.</p>
<figure id="attachment_12237" aria-describedby="caption-attachment-12237" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12237" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Malecon-2000.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1635" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Malecon-2000.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Malecon-2000-228x600.jpg 228w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Malecon-2000-388x1024.jpg 388w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12237" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Vielgestaltig zeigt sich dieser moderne Prachtboulevard, erinnert auch an die historischen Wurzeln der Stadt. So nimmt eine mächtige Rotunde mit dem monumentalen Standbild der Freiheitshelden Sìmon Bolivar und San Martin einen zentralen Platz ein. Eine Ehrengalerie der in Stein gemeißelten Präsidenten, die aus Guayaquil kamen, zeugt von dem Stolz der Stadtväter auf ihre ruhmvolle Vergangenheit. Auffällig ist auch ein hoher, maurisch-byzantinischer Uhrturm in diesem Ensemble mit tropischer Flora, schattigen blühenden Parkanlagen, Spielplätzen, kleinen Lokalen und Geschäften.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Rande des Malecon beeindrucken zwei protzige Bauwerke im Renaissance-Stil die Besucher. Es ist das Rathaus und daneben der Gouverneurs-Palast, der Sitz der Provinzregierung seit 1922. Alles, was die Stadt anziehender und schöner macht, wurde und wird in diesem Zentrum der Macht entschieden, getragen von dem ehrgeizigen Anspruch, besser zu sein, als die Landeshauptstadt Quito.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur drei Querstraßen von der Uferpromenade entfernt, erreichen wir eine weitere Sehenswürdigkeit – den Park „Seminario“.</p>
<figure id="attachment_12240" aria-describedby="caption-attachment-12240" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12240" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Park-„Seminario“.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="767" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Park-„Seminario“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Park-„Seminario“-300x371.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12240" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dieser romantische Platz ist von einem alten, kunstvollen Metallzaun umgeben. Das Besondere darin sind seine Bewohner – etwa 200 grüne Leguane. Diese urtümlichen Tiere tummeln sich auf den Wegen, grünen Rabatten oder ruhen auf den Bäumen. Sie lassen sich durch die vielen Besucher nicht stören, gehen gemächlich ihrer Wege oder naschen an den für sie eingerichteten Futterstellen. Diesen schönen Echsen so nah zu sein, sie auch zu streicheln, das hat schon seinen besonderen Reiz. Ein weiteres interessantes Bauwerk grenzt an diesen Park – die Kathedrale. Sie ist im neugotischen Stil erbaut und lädt zu einem Besuch ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir verlassen das Zentrum und fahren über die breite Brücke des Rio Daule zum gegenüberliegen Ufer. Hier breitet sich der großzügig angelegte „Historische Park“ aus. Er vereint ein Naturerlebnis der besonderen Art mit einem anschaulichen Einblick in die Historie der Stadt um 1900.</p>
<figure id="attachment_12243" aria-describedby="caption-attachment-12243" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12243" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Historischer-Park.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1922" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Historischer-Park.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Historischer-Park-194x600.jpg 194w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Historischer-Park-330x1024.jpg 330w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12243" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein gut befestigter Holzsteg führt uns zunächst mitten durch einen urwüchsigen sumpfigen Mangrovenwald. Papageien und viele andere Vögel hocken auf den Zweigen zum Greifen nah. Sie gehören zu einem Zoo, der in diese natürliche Uferlandschaft organisch eingebettet ist und vor allem bedrohten, einheimischen Tierarten Schutz und Lebensraum bietet. Wir entdecken Tapire, Ozelots, Kaimane und viele andere Zoobewohner. Sie alle scheinen sich in dieser Umwelt wohl zu fühlen.<br />
Nach diesen ungewöhnlichen Einblicken in die Tier- und Pflanzenwelt der Mangroven von Ecuador gelangen wir zum historischen Teil des Parks. Da ist eine Hacienda originalgetreu nachgebaut, da gibt es ein ganzes Ensemble von sehenswerten zweistöckigen Holzbauten, die bis ins Detail genau wieder entstanden sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Guayaquil verfügt nicht über das koloniale Ecuador-Ambiente wie Quito. Viele Brände haben die Spuren der alten Zeit eingeäschert. Die größte Brandkatastrophe war 1896. Fast die Hälfte der alten Holzbauten wurde damals Opfer der Flammen. Deshalb ist bewundernswert, wie mit großem Aufwand und Akribie das alte Flair zum Ende des 19. Jahrhunderts wieder neu geschaffen wurde. Es ist auch Ausdruck dafür, wie wichtig der Stadt die Pflege ihres historischen Erbes ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Aufenthalt in der Hafenstadt am Pazifik erschöpft sich aber nicht nur in den Sehenswürdigkeiten der Millionen-Metropole. Sie ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Um dem tropisch-heißen Guayaquil zu entfliehen, ist eine Tagestour an die Küste empfehlenswert. Nur eineinhalb Fahrstunden entfernt erreicht man die Kleinstadt Playas. Kilometerlange, kaum belebte Strände laden zum Baden und zu Spaziergängen ein. Auch das nahegelegene, malerische Fischerdorf El Morro lohnt einen Besuch. Hier werden Bootsausflüge zu den weitläufigen Mangrovenwäldern im Mündungsgebiet des Guayas oder zur Vogelinsel Isle Fregatta angeboten. Bei diesen Touren sind häufig Delphine zu beobachten. Von Juni bis September gibt es Ausfahrten, um Buckelwale ganz nah zu erleben. Viele Restaurants der Küstenregion und der Hauptstadt bieten eine breite Auswahl an Fischgerichten und Meeresfrüchten an. Köstlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cuenca – Teufelsnase – Chimborazo – Die südlichen Anden</strong></p>
<p>Auf unserer Entdeckungsreise geht es von Guayaquil zum alten Inkazentrum Cuenca im Hochgebirge der Anden. Wir durchfahren auf einer gut ausgebauten, kurvenreichen Straße mehrere Klimazonen, schrauben uns an den Berghängen entlang bis auf eine Passhöhe von 4200 Meter. Hier erreichen wir den Nationalpark „El Cajas“.</p>
<figure id="attachment_12246" aria-describedby="caption-attachment-12246" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12246" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Nationalpark-„El-Cajas“.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1046" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Nationalpark-„El-Cajas“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Nationalpark-„El-Cajas“-300x506.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Nationalpark-„El-Cajas“-607x1024.jpg 607w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12246" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die dünne Luft ist in Ecuador deutlich zu spüren. Mühsam erklimmen wir eine kleine Anhöhe. Vor uns liegt eine schöne Lagune wie ein glänzendes Auge in dieser scheinbar unberührten weiten Landschaft. Steil, schroff, zerklüftet sind die umliegenden Bergspitzen. Tiefe Schluchten schneiden sich in diese Felslandschaft ein. Ein magischer Anblick. Der Wind ist stürmisch in dieser Höhe, die Vegetation karg. Nur kleinwüchsige Pflanzen, spärliche Gräser, Moose und Flechten bedecken den Boden, klammern sich an die Felsen. Über allem liegt eine unendliche Ruhe und Stille. Nur das Pfeifen des Windes ist zu hören.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor 13 Jahren gab es hier noch Eisgletscher, erzählt uns Freddy. Eindeutige Spuren der Klimaerwärmung. „El Cajas“ ist Ausgangspunkt für viele Wandertouren in diesem wasserreichen Naturparadies. Die Wege führen an zahlreichen Lagunen und Seen vorbei. Auch ein alter Inkapfad durchkreuzt den Nationalpark. Warme Kleidung, festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung und Getränke sind bei den Wanderungen unbedingt erforderlich. Wer Glück hat, kann dabei auch den selten gewordenen Anden-Condor durch die Lüfte gleiten sehen. Hier leben auch Brillenbären, Pumas, Ozelots und Bergtapire. Wir möchten noch verweilen und den herrlichen Anblick genießen, doch wir müssen weiter zu unserem Tagesziel Cuenca.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 30 Kilometern erreichen wir die drittgrößte Stadt des Landes. Sie liegt in einem Hochbecken in 2500 Meter Höhe, war vor der Invasion der Spanier 1533 ein wichtiges Inka-Zentrum. Doch ihre Bauten wurden Opfer der spanischen Eroberungszüge. Heute sind nur noch Überreste alter Inka-Tempel in der Umgebung von Cuenca zu finden.</p>
<figure id="attachment_12249" aria-describedby="caption-attachment-12249" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12249" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Cuenca-1.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1790" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Cuenca-1.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Cuenca-1-208x600.jpg 208w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Cuenca-1-355x1024.jpg 355w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12249" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">So ist die Altstadt vor allem geprägt vom alten Kolonialstil. Sie zeigt sich im gleichen reizvollen Ambiente, wie in Quito. Auch hier gibt es die engen, schachbrettartigen Gassen und Straßen, die den Verkehr fast auf Schritttempo bremsen. Auch hier beherrschen viele Kirchen das Stadtbild. Bei unserem Rundgang stehen wir am Calderon Park vor zwei bedeutenden Gotteshäusern von Cuenca. Auf der einen Seite des Platzes befindet sich die alte Kathedrale. Sie stammt noch aus den Gründertagen der Stadt. Errichtet wurde sie 1557 auf dem Fundament eines ehemaligen Inka-Palastes. Ihr direkt gegenüber erhebt sich ein gewaltiger Kirchenkomplex mit drei riesigen Kuppeln – die neue Kathedrale. Als 1886 die Bauarbeiten begannen, sollte sie der größte Sakralbau Lateinamerikas werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch ein Fehler des Architekten in der Statik machte bis heute die Vollendung des Bauwerkes unmöglich. Dennoch, die 105 Meter lange und 55 Meter breite Kathedrale beeindruckt nicht nur von außen, sondern vor allem auch von innen. Das riesige Gewölbe aus Alabaster, rosafarbenem Marmor und die blauen Mosaikkuppeln machen sprachlos, lassen die Besucher winzig erscheinen in diesem Prachtbau. Er bietet zehntausend Gläubigen Platz. Drei Gottesdienste finden täglich statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den erhabenen Kirchen beeindrucken uns auch eine Reihe repräsentativer Gebäude aus dem 20. Jahrhundert. Sie sind Domizil der politischen Macht, der Provinz- und Stadtverwaltung. Wir streifen weiter durch die Gassen. Alte Häuser aus der Kolonialzeit mischen sich mit neuen Gebäuden und kleinen Geschäften.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kleiner sehenswerter Blumenmarkt fesselt unseren Blick direkt vor dem Karmeliterkloster. Es ist eine Blüten- und Farbenpracht, wie man sie kaum zu sehen bekommt. Die Indiofrauen sind an ihren übervollen Ständen eingebettet in ein Blütenmeer unterschiedlichster Arten. Sie lächeln uns freundlich an, hoffen auf ein kleines Geschäft. Ein schöner Anblick.<br />
Am Rande der Altstadt dehnt sich am Ufer des Rio Tomebamba ein weitläufiges attraktives Wohnviertel aus. Es sind restaurierte Bauten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt vom Einfluss französischer Jesuiten. Ihre künstlerische Handschrift in Dekor und Wandgestaltung ist noch heute zu erkennen. Ein Spaziergang durch dieses Viertel mit seinen dicht ineinander verschachtelten noblen Häusern ist eine Augenweide. Das gut erhaltene historische Zentrum von Cuenca mit seinem kolonialen Charme ist ein Kleinod, das man gesehen haben muss. Seit 1999 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir übernachten im Hotel Santa Lucia, direkt in der Altstadt. Die Räume verbreiten mit ihren barocken Elementen eine palastartige Atmosphäre, die beeindruckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf unserer Entdeckungstour durch Ecuador fahren wir am nächsten Tag auf der berühmten Panamericana Richtung Norden. Unser Ziel ist Alausi – ein kleines verschlafenes Andenstädtchen. Es ist Ausgangspunkt einer spektakulären Zugfahrt auf einer Teilstrecke der Eisenbahnlinie von Guayaquil nach Quito.</p>
<figure id="attachment_12252" aria-describedby="caption-attachment-12252" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12252" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alausi-und-Teufelsnase.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1442" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alausi-und-Teufelsnase.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alausi-und-Teufelsnase-258x600.jpg 258w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Alausi-und-Teufelsnase-440x1024.jpg 440w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12252" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir besteigen die im alten Stil nachgebauten Wagen, gespannt, was uns erwartet. Während der Fahrt erklärt eine Zugbegleiterin in Englisch und Spanisch die Besonderheiten der Strecke. Eine enge Schlucht muss die Bahn überwinden, um nach zwölf Kilometern die 500 Meter tiefer gelegene Talstation Sibambe zu erreichen. In Serpentinen schlängelt sich der Zug an den Felswänden hinunter. Die Wagen scheinen die Felsen zu streifen, bieten auf der anderen Seite den Blick in den steilen Abgrund der Schlucht bis zum Rio Chanchan im Tal. An den Fenstern drängen sich die Touristen mit ihren Kameras, um diese atemberaubenden Eindrücke für die Ewigkeit einzufangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor über hundert Jahren wurde die Trasse aus den Felsen gesprengt. Eine Glanzleistung. Doch es gibt auch eine Schattenseite &#8211; viele Gleisbauer kamen dabei ums Leben.<br />
Wir erreichen die „Teufelsnase“ – ein hundert Meter hoher Felsvorsprung, der wie eine riesige Nase in die Schlucht ragt. Für die Erbauer damals das größte Hindernis. Sie hatten die geniale Idee, die Gleise an der steilen Felswand fast übereinander zu legen und über zwei Spitzkehren den Zug durch Vor- und Zurückstoßen im Zickzack ins Tal zu führen. Ein Meisterwerk der Ingenieurkunst.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Bahnhof in Sibambe empfängt uns eine Tanzgruppe. Hübsche junge Frauen und Männer in farbiger indianischer Kleidung zeigen den Touristen ihr Können. Sie sind eingebunden in das Touristenprogramm und verdienen sich damit ein bisschen Geld. Ein kleines Museum und ein Cafe lassen den einstündigen Aufenthalt schnell vergehen. Dann geht es mit dem Zug wieder zurück nach Alausi. Noch einmal genießen wir das außergewöhnliche Erlebnis dieser Zugfahrt durch die Schlucht des Rio Chanchan.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der „Straße der Vulkane“ fahren wir zum höchsten Berg Ecuadors – dem Chimborazo. Schon von weitem sehen wir diesen 6310 Meter hohen Bergriesen.</p>
<figure id="attachment_12255" aria-describedby="caption-attachment-12255" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12255" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Chimborazo.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="1170" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Chimborazo.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Chimborazo-300x566.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Chimborazo-543x1024.jpg 543w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12255" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir haben Glück. Er zeigt uns unverhüllt seinen schneebedeckten Gipfel. Ein majestätischer Anblick. Für die Urbevölkerung und die Inkas galt dieser Vulkan als heiliger Berg, als Sitz der Götter.<br />
Bei unserer Auffahrt zum Chimborazo erblicken wir auf den kargen Flächen der Pampagraszone frei herumlaufende Alpakas und Vicuñas – eine Lamaart. Ihr Lebensraum ist die Höhenregion um 4000 Meter. Wir sehen sie auch in kleinen Gruppen am Kontrollpunkt zur Einfahrt in das Naturschutzgebiet des Chimborazo.</p>
<p style="text-align: justify;">Über eine staubige Sandpiste fahren wir bis auf 4800 Meter zur ersten Schutzhütte. Uns umgibt eine mit Felsbrocken übersäte Wüstenlandschaft. Es weht ein scharfer Wind. So hoch war ich noch nie. Nach jedem Schritt ringe ich nach Atem. Wir wollen noch aufsteigen auf 5000 Meter zur zweiten Schutzhütte. Geht langsam, macht eine Pause, wenn Kopfschmerzen auftreten, mahnt Freddy.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon beim ersten leichten Anstieg spüre ich, wie jeder Schritt schwer fällt. Leicht schwindelig, etwas schwankend quäle ich mich bis zu einer kleinen Gedenkstätte der am Chimborazo verunglückten Bergsteiger hoch. 4900 Meter haben wir erreicht. Niemand möchte weiter gehen. Wir kehren zur Schutzhütte zurück, schauen uns hier eine kleine Ausstellung an. Dabei erfahren wir Erstaunliches. Nach einer neuen Vermessung – nicht wie bisher üblich vom Meeresspiegel, sondern vom Erdmittelpunkt – ist der Chimborazo der höchste Berg der Welt, noch 2,2 Kilometer höher als der Mount Everest.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesem bleibenden Höhenerlebnis fahren wir nach Riobamba, eine moderne Stadt. Sie wurde nach einem verheerenden Brand neu aufgebaut. In der Hacienda „Abraspungo“ beziehen wir unser Nachtquartier.</p>
<figure id="attachment_12258" aria-describedby="caption-attachment-12258" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12258" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hacienda-„Abraspungo“.jpg" alt="Fotos: Matthias Dikert" width="620" height="225" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hacienda-„Abraspungo“.jpg 620w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2016/02/Hacienda-„Abraspungo“-300x109.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-12258" class="wp-caption-text">Fotos: Matthias Dikert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es ist ein Landhaus mit elegantem Dekor im Kolonialstil, spanischen Galerien und komfortablen Zimmern mit Gartenblick.<br />
Zum Abschluss unserer Entdeckungsreise werden wir in den nächsten Tagen noch eine neue, ganz andere Seite von Ecuador erkunden &#8211; die feucht-heiße Welt des tropischen Regenwaldes.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen bei:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Botschaft von Ecuador<br />
Joachimstaler Str. 12<br />
10719 Berlin<br />
Deutschland<br />
Tel. 0049-30-8009695<br />
Fax 0049-30-800969699</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Text: Manfred Vieweg</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Fotos: Matthias Dikert/Reisegala.de</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/suedamerika/ecuador/ecuador-reisebericht/12228/">Im Reich der Vulkane &#8211; Auf Entdeckungsreise in Ecuador</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Glücksmomente in der Natur genießen &#8211; Auf dem Spessartbogen durch Bad Orb gibt es viele Strecken-Highlights</title>
		<link>https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/gluecksmomente-in-der-natur-geniessen-auf-dem-spessartbogen-durch-bad-orb-gibt-es-viele-strecken-highlights/11069/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[epr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 10:45:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Wege führen ans Ziel. Doch nicht jeder Weg dorthin ist für den Wanderfreund auch lohnens- und sehenswert. Zum hessischen Kurort Bad Orb gelangt man zum Beispiel über den Spessartbogen – und dieser gehört mit seinen abwechslungsreichen Landschaften zu der Kategorie Wege, die man als Naturliebhaber zurückgelegt haben muss.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.reiseratgeber24.de/aktuell/gluecksmomente-in-der-natur-geniessen-auf-dem-spessartbogen-durch-bad-orb-gibt-es-viele-strecken-highlights/11069/">Glücksmomente in der Natur genießen &#8211; Auf dem Spessartbogen durch Bad Orb gibt es viele Strecken-Highlights</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.reiseratgeber24.de">Reiseratgeber 24 | Urlaub, Ausflug &amp; Erholung.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Viele Wege führen ans Ziel. Doch nicht jeder Weg dorthin ist für den Wanderfreund auch lohnens- und sehenswert. Zum hessischen Kurort Bad Orb gelangt man zum Beispiel über den Spessartbogen – und dieser gehört mit seinen abwechslungsreichen Landschaften zu der Kategorie Wege, die man als Naturliebhaber zurückgelegt haben muss. Entlang des 90 Kilometer langen Streckennetzes lassen sich schließlich gleich mehrere Glücksmomente einfangen.</p>
<figure id="attachment_11072" aria-describedby="caption-attachment-11072" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-11072" src="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/12/RF-0414-005-02_rf_0414_bad_orb_01-300x200.jpg" alt="Foto: epr/Bad Orb Marketing GmbH" width="300" height="200" srcset="https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/12/RF-0414-005-02_rf_0414_bad_orb_01-300x200.jpg 300w, https://www.reiseratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/12/RF-0414-005-02_rf_0414_bad_orb_01.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-11072" class="wp-caption-text">Foto: epr/Bad Orb Marketing GmbH</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das idyllische Haseltal mit seiner vom Steinbruch umgebenen Waldbühne ist einer von vielen Erlebnispunkten entlang des Spessartbogens, den sogenannten „Glücksmomenten”. Angekommen im Kurort Bad Orb, der die goldene Mitte des Premiumwanderweges bildet, dürfen sich Pilger sowie Spaziergänger ebenso auf den aussichtsreichen Molkenberg mit seinem emporragenden Wartturm – eines der Wahrzeichen der Stadt – freuen. Bevor es die rotschimmernden Felswände von Mernes und die abstrakten Kunstwerke entlang des Weges zu entdecken gilt, bietet sich ein Zwischenstopp im Stadtkern Bad Orbs an. Wer vom Fernwanderweg abkommt, erhascht einen Blick auf die malerische Fachwerkkulisse sowie das historische Gradierwerk im Kurpark. Müde Füße können im Solebecken der Toskana Therme abtauchen und bei Wellnessbehandlungen entspannen. In der futuristischen Thermenlandschaft wartet auf den Gast mit „Liquid Sound®“ ein wahrlich buntes und wohlklingendes Programm: In Verbindung mit faszinierenden Farbenspielen entfalten angenehme Unterwasserklänge eine entspannende Wirkung auf Körper und Seele. Gut gestärkt kann es dann weiter auf Entdeckungsreise gehen – zum Beispiel auf den neu ausgebauten örtlichen Rundwanderwegen „Himmelsleiter” oder „Grenzsteinweg”. Von kleinen, überschaulichen Spaziergängen über entspannte Panoramawanderungen bis hin zu anspruchsvollen Tagestouren – hier kann jeder Wanderlustige seinen eigenen Weg einschlagen. Für diejenigen, die lieber in Gesellschaft unterwegs sind und sich einem erfahrenen Wanderführer anschließen möchten, besteht die Möglichkeit einer geführten Tour rund um Bad Orb und in den Spessart.</p>
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