Dienstag , 20. Oktober 2020


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Das traumhafte Tallinn – die „Perle des Baltikums”

Unsere Reise beginnt am frühen Abend im winterlichen Stockholm, wo wir die „Prinzessin der See“, die „Victoria I“ betreten, ein komfortables, fast luxuriöses Fährschiff. Es gehört zur Flotte der „Reederei Tallink Silja“, das führende Fährschiff-Unternehmen in der Ostsee. Die „Victoria I“ wird uns in dieser Nacht sicher und behaglich auf den Wellen der Ostsee zur Hauptstadt Estlands bringen: „Tallinn“ – „Stadt der Sagen und Legenden“ – wie uns ein Reiseführer verspricht.

Doch damit der Abend lang und die Nacht kurz wird, bietet die „Victoria I“ mit ihren zahlreichen Restaurants, Bars, Cafes und Pubs Gaumen- und Genussfreunden vom Feinsten, eine mitreißende Bühnenshow, Tanz bis in den morgen, zollfreien Einkauf, Entspannung im Wellnessbereich und Glücksspiel im Casino. Es ist die Vielfalt an Bord, die Vergnügen bereitet und die Reise auf dem „adeligen“ Fährschiff zum Erlebnis werden lässt.

Am anderen Morgen erreichen wir unser Reiseziel Tallinn. Estlands Hauptstadt ist mit rund 440.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Ihren Namen trägt sie seit dem Jahre 1918, zuvor hieß sie „Reval“. Gegründet wurde sie Mitte des 11. Jahrhunderts mit einer hölzernen Burg auf dem Domberg und einem einstigen Handelsplatz. Auch der Hafen wurde zu dieser Zeit schon angelegt. Wir sind gespannt auf die „Perle des Baltikums“, die wir in den nächsten Tagen eingehend erkunden werden.

Doch zunächst checken wir ein im „Tallink City Hotel“, nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt. Das äußere Bild – eine riesige, etwas kühl wirkende Glasfassade – doch innen strahlt alles eine warme, gemütliche Atmosphäre aus.

Die Zimmer sind einladend, freundlich und behaglich. Die zentrale Lage, vorzügliches Essen und ausgezeichneter Service machen das Vier-Sterne-Hotel für Touristen zu einem begehrten Anlaufpunkt.

Zeitreise ins 18 Jahrhundert: das „Estnische Freilichtmuseum“

Nach einer nur kleinen Verschnaufpause brechen wir in Tallinn zu unserem ersten Ausflug auf, eine kleine Reise in die Vergangenheit: Wir besuchen das „Estnische Freilichtmuseum“. Nach einer knapp 15-minütigen Shuttlefahrt erreichen wir das historische Dorf und finden uns zugleich ins 18. Jahrhundert zurückversetzt. Liebevoll und authentisch wurden 79 historische Gebäude samt Inventar und Ausstattung nachgebaut und nachempfunden.

Darunter befinden sich einstige Gutshöfe edler Kaufleute und original erhaltene Bauern- und Fischerhäuser mit Reetdächern, ein Gasthaus, eine Schule, eine kleine Holzkapelle, Windmühlen und vieles mehr – sowie eine Fülle an Ausstellungsräumen. Sehr eindrucksvoll bekommen wir das Leben, Wohnen und Arbeiten der damaligen Menschen vor Augen geführt und tauchen ein in das bunte Alltagsleben der damaligen estnischen Landkultur.

Schloss Kadriorg und seine Kunstschätze

Ein weiterer Höhepunkt unseres ersten Tagesausfluges ist der Besuch von „Schloss Kadriorg“, das Zar Peter der Große Anfang des 18. Jahrhunderts für seine Frau, Katharina I., erbauen ließ. Es gehört zu den großartigsten barocken Schlössern Nordeuropas. Besonders sehenswert ist der aufwendig gestaltete und reich verzierte zweistöckige Hauptsaal mit seinen detailreichen Deckenmalereien und Stuckarbeiten. Heute befindet sich im Palast die Sammlung ausländischer Kunst des „Estnischen Kunstmuseums“ mit Gemälden, Drucken, Skulpturen und anderen Werken westlicher und russischer Künstler aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.

Umgeben wird Schloss Kadriorg von einem kunstvoll angelegten, sehr gepflegten Park mit einladend schönen Alleen und Promenaden, Springbrunnen, riesigen Blumenbeeten, deren Blumenpracht jetzt im Winter nur zu erahnen ist und einem außergewöhnlichen japanischen Garten.
Der ausgedehnte Landschaftspark bietet – insbesondere für Kunstliebhaber – ein weiteres Highlight: das „Estnische Kunstmuseum“ kurz: „KUMU“ genannt.

Auf sieben Stockwerken wird hier die größte Kunstsammlung des gesamten Baltikums präsentiert. Neben Werken der estnischen Kunst vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, finden hier ebenfalls abwechselnde Ausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst statt. Sehr beeindruckend ist das futuristische Gebäude selbst, das einem silbernen Halbmond nachempfunden ist. Wir sind überwältigt von der Pracht und Vielfalt der Kultur- und Kunstschätze, von denen wir an diesem Nachmittag leider nur einen kleinen Einblick erhalten können.

Hoch hinaus: Tallinns Fernsehturm

Beim letzten Ausflugsziel des heutigen Tages bekommen wir einen atemberaubenden Rundblick über die gesamte Stadt geboten. Wir besuchen Estlands höchstes Gebäude, den „Fernsehturm Tallinn“. Errichtet wurde er anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Moskau 1980. 314 Meter ragt er in die Höhe.

Es ist ein erhabenes Erlebnis, von der Aussichtsplattform über das abendliche Tallinn bis hin zum Horizont zu schauen. Prickelnd ist es, sich auf dem gläsernen Fußboden der Plattform zu bewegen, wo man direkt in die Tiefe blickt. Wer es noch aufregender mag, der kann am Außengang des Turms eine Runde drehen.

Märchenhaft und bezaubernd: Tallinns Altstadt

Tallinns Altstadt ist die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Nordeuropas und wurde 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Von Anfang an verzaubert uns die Atmosphäre der Gebäude mit ihren mittelalterlichen Kirchen, imposanten Wohnhäusern ehemaliger Kaufleute, schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen, romantischen Treppchen und Straßen, alten Speichern, steinernen Türmen und Mauern. Viele der mittelalterlichen Bauwerke haben noch dekorative Butzenfenster, Erker und Holzportale und versprühen den Charme längst vergangener Zeiten. Es ist leicht zu verstehen, warum es jedes Jahr Hunderttausende von Touristen hier herzieht.

Eine der auffälligsten Sehenswürdigkeiten Tallinns ist die „Stadtmauer“, die es seit Mitte des 13. Jahrhunderts gibt. 300 Jahre wurde an ihr gebaut, um sich von Generation zu Generation auf die Abwehr immer moderner werdender Waffen einzustellen. Tallinn war zu Zeiten der Hanse eine reiche Handels- und Hafenstadt und begehrtes Ziel fremder Herrscher. Die bis zu 16 Meter hohe und 3 Meter breite Befestigung kündet wuchtig von dieser Zeit. Heute hat sie noch eine Länge von knapp 2 Kilometern und von den einst 40 Wachtürmen sind noch 26 erhalten und bereichern das architektonische Stadtbild.

Im Mittelalter besaß sie sechs Tore, auch Pforten genannt, die mit Hängebrücken, Gräben und Fallgittern ausgestattet waren. Sehr eindrucksvoll ist die so genannte „Große Strandpforte“ mit der „Dicken Margarethe“ – ein 25 Meter breiter Kanonenturm, in dem heute das „Estnische Seefahrtmuseum“ zuhause ist. Hier kann man viel über die traditionelle Fischerei und Seefahrt des Landes erfahren.

Zentrum der Altstadt ist der „Rathausplatz“ in der Unterstadt mit seinem im 13. Jahrhundert erbauten gotischen Rathaus, dessen Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über Stadt, Hafen und Meerbusen bietet. Die Unterstadt ist der dominierende Teil der Altstadt. Doch auch die Bauten auf dem hoch gelegenen „Domberg“ prägen das Gesicht der historischen Stadt eindrucksvoll.

Hier befindet sich die Oberstadt mit einer Reihe herausragender Sehenswürdigkeiten wie die „Burg Tallinn“ mit dem „Langen Hermann“, einem rund 50 Meter hohen Wehrturm. Die Burg Tallinn hat eine bewegte Geschichte, die zurück geht bis ins 11. Jahrhundert und eng verwoben ist mit der Gründung Tallinns. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde sie zum Schutz der entstehenden Stadt errichtet, dann 1219 vom dänischen König Waldemar II. zerstört und wieder neu aufgebaut. Sie war im 14. Jahrhundert im Besitz des Deutschen Ordens und im 18. Jahrhundert ließ die „Zarin Katharina“ große Teile der Burg abreißen und einen Barockpalast wie in St. Petersburg errichten.

So lässt sich sagen, dass jeder Herrscher zu seiner Zeit diesen geschichtsträchtigen Ort nach seinen Bedürfnissen gestaltete. Heute hat hier das „Parlament der Republik Estland“ seinen Sitz.
Von der Aussichtsplattform der Oberstadt bietet sich ein traumhafter Blick auf die zu Füssen liegende Altstadt mit ihren zahlreichen hoch aufragenden Kirchen – wie die „Nikolai-Kirche“ , die „Heiliggeistkirche“ und die „Olaikirche“. Wer Zeit und Lust hat, sollte diesen Anblick nicht nur am Tage genießen, sondern unbedingt abends noch einmal hinauf wandern, denn im Lichtschein der kunstvoll angestrahlten historischen Gebäude kann man den romantischen Zauber der Altstadt nochmal vollkommen neu erfahren.

Ebenfalls auf dem Domberg befindet sich die „Alexander-Newski-Kathedrale“. In der typischen Bauweise russisch-orthodoxer Gotteshäuser ist sie mit ihren verzierten Zwiebeltürmen und goldglänzenden Kreuzen sehr sehenswert.
Auch der „Tallinner Dom“ ist hier zu finden und jeden Besuch wert. Historisch geht das Gotteshaus, das der Jungfrau Maria geweiht ist, auf das frühe 13. Jahrhundert zurück. Von einer einst einfachen Holzkirche wurde es ganz nach dem Vorbild gotländischer Kirchen zu einer dreischiffigen Basilika im gotischen Stil umgebaut. Immerhin hundert Jahre brauchte man dafür. Zuerst römisch-katholisch wurde sie nach der Reformation zu einer lutherischen Domkirche.

So sehr Tallinn eine Stadt der mittelalterlichen Kirchen ist, so ist sie doch vor allem eine Stadt mit einzigartigem mittelalterlichen Flair. Es beschwingt uns sehr, zwischen all den historischen Bauten und Häusern sowie den labyrinthartigen Gässchen, Aufgängen und Wegen umher zu bummeln und den Atem längst vergangener Zeiten einzuatmen.

„Kiek in de Kök“ und die geheimen Bastionstunnel

Eine besondere Attraktion des historischen Tallinns ist der so genannte „Kiek in de Kök“ mit seinen unterirdischen Gängen. Er war der einst mächtigste Kanonenturm des Baltikums und seine Höhe von 38 Metern bescherte ihm auch seinen Namen. Denn irgendjemand, der einst auf ihm stand, muss den Gedanken geäußert haben, dass man von diesem Turm aus durch die Schornsteine in die Küchen der Häuser schauen könne. Denn „Kiek in de Kök“ heißt auf deutsch nichts anderes als „Blick in die Küche“. Erbaut wurde der Turm im 15. Jahrhundert. Er hat einen Durchmesser von 17 Metern und seine Schutzmauern sind bis zu 4 Meter dick. Heute finden Besucher hier ein Museum zur Entstehung der Stadt Tallinn, der Geschichte seiner Befestigungen und der wichtigsten militärischen Geschehnisse.

„Kiek in de Kök“ ist auch der Ausgangspunkt für die geheimen unterirdischen Bastionsgänge, die im 17. und 18. Jahrhundert angelegt wurden. Sie waren Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems. Hier konnten Soldaten, Munition und Waffen versteckt werden, Späher und kleine Truppen sich ungesehen entlang der Schutzmauer bewegen und heimlich den Feind beobachten. Die rund 1,5 Kilometer langen Gänge sind heute ein Museum für Steinreliefs und man begegnet in den faszinierenden Tunneln alten Portalen, Säulen, Familienwappen und Reliefs. Es ist ein wirklich besonderes Erlebnis, in den geheimen Tunneln der Geschichte dieser Stadt nachzuspüren. Allerdings sollte man sich zu jeder Jahreszeit warm anziehen, denn die Temperatur beträgt auch im Sommer nur 10 bis 12 Grad.

Bunt, pulsierend, originell: das Kreativzentrum Telliskivi

Unsere nächstes Ausflugsziel führt uns zu sozusagen zum Gegenstück des historischen Teils von Tallinn, mitten hinein in das moderne künstlerisch-kreative Zentrum der Stadt, zum „Kreativzentrum Telliskivi“. Nicht weit von der Innenstadt entfernt, befindet sich der ehemalige Industriekomplex, der sich in den letzten Jahren zum angesagtesten Teil der Stadt entwickelt hat. Hier pulsiert das schöpferisch-künstlerische und innovative Leben.

In den alten Gebäuden haben sich Kreativ-Unternehmen aller Art angesiedelt. Hier gibt es Ateliers, Studios, Designgeschäfte, Fotogalerien, Bühnen für Tanz und Theater sowie Restaurants, originelle Cafes und Bars. Die Häuser und Wände sind bunt gestaltet mit farbenfroher Straßenkunst und Graffitimalereien und sie machen deutlich, dass hier der neue inspirierende Geist einer aufbrechenden Generation lebendig ist. Es herrscht eine faszinierend erfrischende Atmosphäre und es ist klar, dass es vor allem junge kreative Menschen hier herzieht. Jährlich, so sagt man uns, finden hier bis zu 600 Kulturveranstaltungen statt.

Herrenhaustradition im Lahemaa Nationalpark

Rund eine Autostunde von Tallinn entfernt, an der Nordküste Estlands, liegt der wunderschöne „Nationalpark Lahemaa“. Eine außergewöhnliche Landschaft mit Naturstränden, malerischen Mooren und ausgedehnten Kiefern- und Klippenwäldern, wo Elche, Wildschweine, Braunbären, Luchse, Füchse und andere wild lebende Tieren noch ein Zuhause finden. Hier besuchen wir zwei sehr idyllisch gelegene altehrwürdige, herrschaftliche Gutshöfe, die einst Sitz der Adligen waren und heute einmalige Wohlfühloasen für Touristen aus der ganzen Welt sind.

Zuerst sind wir Gast im „Sagadi Manor Hotel“, einem mehr als 500 Jahre alten Anwesen, das die Tradition der alten Herrenhäuser in neuer Form weiter pflegt. Die ehemaligen Gebäude des alten Gutes Kõue Manor wie Getreidespeicher, Ställe, Molkerei, Kutscherhaus und andere haben heute eine neue Funktion und sind in den Hotelkomplex einbezogen.
Abseits vom Trubel der Städte kann man hier einen entspannten erholsamen Urlaub in historischem Ambiente genießen und sich nach Herzenslust von den Köstlichkeiten der estnischen Küche verwöhnen lassen. Zimmer gibt es in allen Kategorien – auch für den schmalen Geldbeutel.

Einige Salons des Herrenhauses sind als Museum eingerichtet und mit Möbeln aus dem 19. Jahrhundert ausgestattet. Sie vermitteln hautnah, wie die einstigen Barone hier vor Jahrhunderten gewohnt und gelebt haben.
Außergewöhnlich ist die Sauna des Hotels, urig und originell gestaltet, befindet sie sich im ehemaligen Eiskeller des Hauses.
Das eigene Waldmuseum unterstreicht den engen Bezug zur umgebenden Natur und bietet viel Wissenswertes über Wald, Holz, Handwerkskunst und die traditionelle Jagd des Landes. In einem angeschlossenen Museumslädchen werden eine bunte Palette fantasievoller und hochwertiger Holzgegenstände angeboten.
Rundum gibt es auf diesem erholsamen Fleckchen Erde viel zu entdecken und zu bestaunen, auch in der schönen Umgebung mit seiner vielfältigen Natur.

Ganz in der Nähe des Sagadi Manor Hotel befindet sich ein weiterer ehemaliger Gutshof, der zu einer attraktiven, luxuriösen Hotelanlage umgestaltet wurde: der „Vihula Manor Country Club und Spa“. Er wurde im Jahre 2020 als bestes historisches Hotel Europas ausgezeichnet.
Weißgetünchte Hauswände, rote Ziegeldächer – das elegante Herrenhaus in der parkähnlichen Landschaft verzaubert uns von Anfang an. Die Ursprünge dieses Anwesens liegen im 16 Jahrhundert, seine Gebäude sind jedoch vornehmlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die gesamte Anlage vermittelt eine gediegene aristokratische Atmosphäre, die einlädt, alle Alltagssorgen zu vergessen und sich zutiefst zu erholen.

Im „Eco-Spa-Bereich“ des Hotels kann man sich von Kopf bis Fuß mit umweltfreundlichen, exklusiven, lokalen und internationalen Kosmetik- und Wellnessprodukten verwöhnen lassen. Hier erleben wir Entspannung und körperliches Wohlempfinden nach einem neuen, einzigartigen ökologischen Konzept, das Tradition, Natur und Luxus mit edlem Ambiente im Herrenhausstil verbindet.

Anschließend genießen wir eine Verkostung im eigenen Wodkakeller des Hotels. Die Fülle der Geschmacksvarianten ist enorm. Die Mischungen aus Beeren, Gewürzen und Kräutern ergeben ganz überraschende Aromen und wer will, kann sich seine eigene Geschmacksmixtur zusammenstellen. Wohldosiert genießen wir die Vielfalt dieses geistvollen und belebenden Getränkes.
Wir erleben einen wahrhaft anregenden und genussvollen Aufenthalt in diesem traumhaften „Vihula Manor Country Club und Spa“, der keine Wünsche offen lässt.

Der geheimnisvolle 23. Stock im Hotel Viru

Unser letztes Ausflugsziel in Tallinn führt uns in eine ganz andere Welt und Wirklichkeit:
zu den geheimen Machenschaften des KGB im sagenumwobenen 23. Stock des Hotels Viru. Das bekannte Nobelhotel wurde im Jahre 1972, als Estland noch unter sowjetischem Regime stand, erbaut. Es war berühmt für seine exzellente Küche und es war vor allem ein Magnet für ausländische Gäste. So war es von Anfang an geplant. Denn niemand wusste damals, dass auch der KGB in diesem Hotel logierte und zwar in einem geheimen Stockwerk. Während das Hotel offiziell nur 22 Etagen besaß und entsprechend der Aufzug auch nur bis dahin fuhr, gab es noch ein ominöses, verstecktes 23. Stockwerk. Hier saßen die Offiziere des KGB mit den für die damaligen Verhältnissen modernsten Abhöranlagen und Apparaturen.

Was aus heutiger Sicht als beinahe primitiv und simpel erscheinen mag, gehörte damals zur modernsten Überwachungstechnik. So waren nicht nur alle Zimmer des Hotels verwanzt, sondern auch z.B. die Sauna und fast alle anderen öffentlichen Räume.
Das „KGB Museum“ erscheint auf den ersten Blick etwas spärlich, doch auf den zweiten zeigt es, mit welch großem Einfallsreichtum Menschen ausgespäht und überwacht wurden. Fast wie in einem alten James Bond Film lassen sich als Pfeifen getarnte Antennen und Damengeldbörsen mit Geheimkameras bestaunen. So entging dem KGB damals nichts, was hier die Gäste miteinander besprachen.

Zurück auf See mit der wunderbaren „Baltic Queen“

Eine erlebnisreiche Entdeckungsgreise geht zu Ende. Tallinn hat uns begeistert und mit einem reichen Schatz an unvergesslichen Endrücken gehen wir an Bord der „Baltic Queen“ – wieder ein exzellentes Fährschiff der „Reederei Tallink Silja“. 2800 Passagiere finden hier Platz. Ähnlich wie auf der Hinfahrt mit der „Victoria I“ fühlen wir uns auch hier in dem luxuriösen, sehr stilvollen Ambiente von Anfang sehr wohl. Gemütliche Salons, Bars und Lounges exquisit ausgestattet und geschmackvoll eingerichtet laden in gediegener, intimer Atmosphäre zum Verweilen ein, ausgewählte Cocktails zu genießen oder sich mit den Mitreisenden auszutauschen. Zum Abenddinner können wir wählen zwischen einem grandiosen Spezialitäten-Buffet, das keine Wünsche offen lässt oder zauberhaften Menüs im eleganten Bordrestaurant Alexandria.

Anziehungspunkt des Abends ist ein überragendes Unterhaltungsprogramm auf der großen Showbühne des Schiffes. Hier erfreuen wir uns an einem wahren Feuerwerk künstlerisch musikalischer Attraktionen, großartigen tänzerischen Darbietungen in farbenprächtigen Kostümen und mitreißende Gesangsevents in vielen musikalischen Richtungen – all das kunstvoll auf der großen Bühne in Szene gesetzt.

Eine einzigartige Erlebnisreise geht so wundervoll zu Ende wie sie begann. Friedlich sinken wir in den komfortablen Kabinen der „Baltic Queen“, die sanft auf den Wellen des Meeres dahingleitet, in den Schlaf und träumen von den vielen schönen Eindrücken, die uns „Tallinn“, die „Perle des Baltikums“, beschert hat.

Weitere Informationen bei:

Fremdenverkehrsamt Estland 
Kleine Reichenstr. 6
20457 Hamburg

Tel.: +49 40 3038 7899
Fax: +49 40 3038 7981

Tallink Silja GmbH
Mattentwiete 6
D- 20457 Hamburg

Reservierungsteam:
TEL: +49 (0) 40 547 541 222
Email: International.Sales@tallinksilja.com

Tallink City Hotel
A. Laikmaa 5
10145 Tallinn

Phone: +372 630 0800
E-mail: cityhotel@tallink.ee

Text:

Manfred Vieweg

Fotos:

Matthias Dikert

Bilder mit © Vermerk unterliegen dem Copyright der Tallink Silja GmbH

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