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Museen, Schauwerkstätten und Klöster: Kurz-Urlaub im Teutoburger Wald

Glasbläser, Ziegelmacher oder das Leben im Kloster: Im Teutoburger Wald sind viele alte Berufe bis heute noch lebendig. Gerade im Herbst und Winter bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten, die spannende Geschichte und vielfältige Kultur zu erleben.

Einst war die Ziegelproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region. Im Ziegeleimuseum Lage erfahren Besucher eindrucksvoll, wie die Steine entstanden. An Produktionstagen laufen die Maschinen auf Hochtouren, und im Ringofen lodert das Feuer für den Ziegelbrand. Den Kern des Museums bilden die historischen Fabrikgebäude der ehemaligen Ziegelei Beermann am Stadtrand von Lage. Seit 1922 gaben hier Maschinen den Takt an, vorher wurden die Ziegel von Hand hergestellt. Wie, das können die Besucher selbst ausprobieren, in dem sie in der Maukegrube den Lehm mit Füßen treten und ihn mit beiden Händen in den Streichrahmen drücken. Bei den Fahrten mit der ehemaligen Feldbahn, kann man die Größe des alten Abbaugebiets erfahren. Noch bis 31.12 ist die Ausstellung „Schönheit durch Arbeit“ zu sehen, die die Zusammenhänge und Widersprüche des Themas “Arbeit” im Dritten Reich beleuchtet. Dienstag–Sonntag sowie an Feiertagen 10–18 Uhr.

Foto: mido pr
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Die Kunst des Glasmachens ist an der Weser zu Hause. Viele Mundblashütten stellten hier früher Glas für den Weltmarkt her. In den meisten Fabriken sind die Feuer längst erloschen. In der Glashütte Gernheim von 1826 dagegen ist die Kunst noch lebendig: Hier steht eins der letzten beiden erhaltenen Gebäude dieser Art in Deutschland, in dem die Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Glasmasse Gefäße herstellen. Gleich nebenan werden die Gläser durch Schliff und Gravur veredelt. Wer das Glasmachen einmal selbst ausprobieren will, hat dazu am 12.11 Gelegenheit: Ab 10.30 Uhr zeigen Profis, was man alles aus Glas machen kann und helfen bei eigenen Kunstwerken. Kosten für den Tag: 155 Euro. Anmeldung unter: mail@korbinian-stoeckle.de. Geöffnet ist das Museum immer von Dienstag–Sonntag sowie an Feiertagen 10–18 Uhr.

Nicht nur handwerklich ging es früher im Kloster zu. Wie der Alltag dort aussah, können Gäste eindrucksvoll im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim beobachten. Mit seinem gotischen Kreuzgang, üppigen Gärten und den neu gestalteten Ausstellungsräumen vermittelt das Museum alles, was früher das Klosterleben ausmachte – von Musik, Theater, Essen und Trinken bis hin zu Bau-, Buch- und Gartenkunst. Von 31.10.2016 bis 12.11.2017 ist hier die Ausstellung „Luther.1917 bis heute“ zu sehen, die die jüngsten 100 Jahre der deutschen Geschichte eindrucksvoll präsentiert. Geöffnet ist: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.

Foto: mido pr
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Das größte Freilichtmuseum Deutschlands, das Freilichtmuseum Detmold, lädt noch bis 30. Oktober zu einem Besuch vor der Winterpause ein: Auf über 90 Hektar zeigen mehr als 120 vollständig eingerichtete Gebäude aus allen Landschaften Westfalens 500 Jahre ländliches Leben. Zwischen dem Eingangsbereich und dem “Paderborner Dorf” verkehren sogar Pferdewagen auf dem Museumsgelände. Täglich wird altes Handwerk wie Mehlmahlen, Schmieden oder Töpfern demonstriert – dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 9 Uhr bis 18 Uhr. Von 2. bis 4.12. öffnet das Museum dann nochmals seine Pforten: für den MuseumsAdvent, bei dem die Stuben im historischen Paderborner Dorf geschmückt, die Häuser festlich illuminiert und zahlreiche Leckereien und Kunsthandwerk angeboten werden. Mehr dazu: https://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Freilichtmuseum-Detmold-Advent/.
Mehr zu den Museen im Teutoburger Wald unter: http://www.teutoburgerwald.de/reiseziele-kultur/ausflugsziele/museen-ausstellungen/

Hintergrund:
Der Teutoburger Wald befindet sich mitten in Deutschland am Übergang zwischen norddeutscher Tiefebene und Mittelgebirge auf halbem Weg von Frankfurt nach Hamburg und vom Ruhrgebiet nach Hannover. Er ist mit rund 6,6 Millionen Übernachtungen jährlich eins der führenden Reiseziele in Nordrhein-Westfalen. Neben Wellness und Gesundheit sind Wandern, Radfahren und Kultur zentrale Themen im „Heilgarten Deutschlands“, wie der Teuto auf Grund seiner natürlichen Heilmittel auch genannt wird.

Quellennachweis: mido-pr

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