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Vulkanpark: Bims, Basalt und Tuff sind das Gold der Eifel

Zu Ausflügen in die Natur und in die Geschichte laden die historischen Bergwerke und Steinbrüche in der östlichen Vulkaneifel ein. Dort wurden und werden immer noch Bims, Basalt und Tuff abgebaut. Im Römerbergwerk Meurin bei Kretz etwa wurde schon in der Antike Tuffstein abgebaut. Heute erleben die Besucher dort antike und auch mittelalterliche Technik. Unter einem futuristisch wirkenden Hallendach führt ein Rundweg entlang der Abbauwände durch freigelegte archäologische Ausgrabungen. Eine spannende Ergänzung ist die neue “Antike Technikwelt” im Außenbereich. Hier im historischen Werkstattbereich kann man nachvollziehen, wie die Menschen vor 2.000 Jahren lebten, arbeiteten und welche Technik sie einsetzten. Das Römerbergwerk gehört zum größten römischen Untertage-Tuffsteinabbaugebiet nördlich der Alpen.

30 Meter unter der Stadt Mendig erstreckt sich dieses Labyrinth aus Schächten und Stollen. Foto: djd/Vulkanpark
30 Meter unter der Stadt Mendig erstreckt sich dieses Labyrinth aus Schächten und Stollen.
Foto: djd/Vulkanpark

Tuff – vulkanisches Gestein

Tuff entsteht, wenn sich Ascheströme und Glutlawinen zu Gestein verfestigten. Das war in der Eifel der Fall, als vor 13.000 Jahren der Laacher-See-Vulkan ausbrach. Das Gestein trifft man in Gelb-, Rot- und Brauntönen an. Von den Römern und auch noch im Mittelalter wurden bearbeitete Tuffblöcke als Baumaterial benutzt. Hellgrau bis weiß ist hingegen der Bims. Dieses Gestein ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Wegen seines geringen Gewichts nennt man Bims auch den “schwimmenden Stein”. Weil in seinen vielen kleinen Löchern Gasblasen eingeschlossen waren, können Bimssteine sogar auf dem Wasser schwimmen. Deswegen wird er auch als isolierender Rohstoff für Leichtbausteine genutzt. Bimsstein findet man in der vulkanischen Osteifel und im Neuwieder Becken. Umfassende Informationen zu Bims, Bimsprodukten und zur Herstellung von Bimsstein bekommt man im Museum der Bimsindustrie, zu dem es auf www.vulkanpark.com weiteres Wissenswerte gibt. Weitere Attraktionen des Vulkanparks werden beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de vorgestellt.

Mühl- und Pflastersteine aus Basalt

Basalt entstand aus dem Magma des zunächst heißen und flüssigen, dann aber erkalteten Lavastroms. Das graue oder auch schwarze Gestein ist schwer, wirkt dichter als Bims und Tuff, kann aber auch porös sein. Der Basalt im Vulkanpark ist nur 200.000 Jahre alt und wird beispielsweise in Form von Mühl- und Pflastersteinen genutzt. Basaltstein sieht man in den Lavakellern unter der Stadt Mendig. 30 Meter unter der Erdoberfläche kann man hier ein Labyrinth aus Schächten und Stollen erkunden, das sich über nahezu drei Quadratkilometer erstreckt. Es entstand, als im späten Mittelalter der wertvolle schwarze Basalt abgebaut wurde. Gesteinssäulen und Abbauschächte bilden eine bizarr wirkende Unterwelt.

Auch das Mayener Grubenfeld ist ein traditionelles Abbaugebiet von Basaltlava. Dort begann der Mensch schon vor 7.000 Jahren, diesen Rohstoff zu nutzen. Die Kelten fertigten daraus Reibsteine, mit denen sie Getreide mahlten. Gleich neben dem Grubenfeld bietet das Erlebniszentrum “Terra Vulcania” weitere Einblicke in das Thema Gesteinsabbau einst und heute. Neben einer Mitmachausstellung gibt es ein computeranimiertes Erlebniskino, den Skulpturenpark Lapidea und ein Fledermausareal.

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