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Wo schon Kästner und Kafka Urlaub machten

Erich Kästner, Franz Kafka, Kurt Tucholsky – der malerische Ort Graal-Müritz an der Ostsee hat diese großen Schriftsteller im vergangenen Jahrhundert in ihren Bann gezogen. Und nicht nur diese drei – viele weitere bekannte Autoren, darunter Hans Fallada und Robert Musil, ließen sich vom kleinen Seeheilbad in Mecklenburg-Vorpommern inspirieren. Besucher können noch heute auf ihren Spuren wandeln und dem Sommerfrische-Charme von damals nachspüren.

Lesungen, Lyrik und vieles mehr

Echte Literaturfans sollten deshalb Anfang Juni einen Ausflug an die Ostsee einplanen. Denn bereits zum vierten Mal veranstaltet Graal-Müritz eine Literaturwoche, in diesem Jahr vom 6. bis zum 12. Juni. In dieser Woche dreht sich fast alles um die berühmten Gäste von damals. Lesungen und Lyrik, Wanderungen, Ausstellungen und Vorträge stehen auf dem Veranstaltungsplan, darunter das Tucholsky-Programm “Heute zwischen gestern und morgen” von Musiker und Kabarettist Johannes Kirchberg.

Foto: djd/www.graal-müritz.de
Foto: djd/www.graal-müritz.de

Auf eine satirische Wanderung entführt Autor Christopher Dietrich seine Zuhörer in “Die unendlichen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns”. Zu den Highlights auf der Theaterbühne gehört “Oskar und die Dame in Rosa”, ein berührendes Monodrama von Eric-Emmanuel Schmitt. Das komplette Programm steht unter www.graal-mueritz.de.

Sommerfrische mit Mehrwert

Wer außerhalb der Literaturwoche anreist, muss aber auf ein reiches Kulturangebot nicht verzichten. Dafür sorgen die Graal-Müritzer mit viel Herzblut. Als Einstieg lohnt sich ein geführter Rundgang, vorbei an den Häusern, in denen die berühmten Schriftsteller und Künstler einst zu Gast waren. Leseratten sollten einen Nachmittag im Garten des Heimatmuseums einplanen. Das ehemalige Sommerhaus beherbergt die umfassende Bäderbibliothek.

Bei einer Tasse Kaffee in der Sonne kann man dort wunderbar schmökern und sich in die Vergangenheit entführen lassen. Wer aufmerksam liest, wird Graal-Müritz in manchen Werken sogar wiedererkennen – einfach mal den zweiten Band von Erich Kästners Kinderbuchklassiker “Emil und die Detektive” aufschlagen.

Quelle: djd

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