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Stralsunder Geschichte(n): Das Ozeaneum

Hier unsere zweite Geschichte aus dem Nordosten der Republik, aus dem wunderschönen Stralsund. Die als UNESCO-Welterbe anerkannte Hansestadt ist mit ihrer wechselvollen Geschichte, ihrer einmaligen Lage am Wasser und ihren imposanten Bauten der Backsteingotik ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Hier haben wir uns eigens in eine Ferienwohnung einquartiert, von der aus man einen wunderschönen Panoramablick hat auf die größten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dazu zählt unter anderem das weltberühmte Ozeaneum – auf unserem Panoramabild ganz rechts zu sehen.

Ozeanum - Stralsund
Hafen in Stralsund – (zum Vergrößern auf das Bild klicken!)

Unsere Ferienwohnung liegt direkt auf der Hafeninsel. Sie befindet sich über dem Hotel Kontorhaus. Die Ferienwohnung haben wir auch an der Rezeption des Hotels gebucht – man ist hier unkompliziert. Von unserer Ferienwohnung aus schauen wir auf Stralsund und berichten, umgeben vom Strelasund, der die Insel Rügen vom Festland trennt, von den Kanälen der Stralsunder Hafeninsel und der Kulisse der historischen Altstadt – ausgiebig von den Schönheiten dieser Stadt. Die Ferienwohnung ist ideal, um unsere Antennen auszufahren und mehr über die touristischen Highlights der Stadt und die hier lebenden Menschen zu erfahren. Viele Details erfahren wir gleich im Hotel, das von einer waschechten Stralsunder Familie geleitet wird, die sich extrem gut auskennt bei Geheimtipps und Ecken abseits der Besucherströme. Dem Hotel Kontorhaus werden wir auch eine eigene Geschichte widmen – denn das Hotel hat etwas Besonderes zu bieten. Doch kommen wir zum Ozeaneum, unserer zweiten Stralsunder Geschichte(n).

Die Wiege des Lebens: Das Ozeaneum in Stralsund

 

Die Meere gelten als Wiege des Lebens. Seit Jahrmillionen bilden sie den Lebensraum für Lebewesen ungezählter Arten. Zudem sind die Ozeane ein wesentlicher Bestandteil des globalen Klimasystems. All das und noch viel mehr erfahren Interessierte bei einem Besuch des Ozeaneums in Stralsund. Das Naturkundemuseum mit dem Schwerpunkt Meer gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die globalen und ökologischen Zusammenhänge des Meeres mit musealen Mitteln zu ergründen und zu vermitteln.

Parallel zu den Ausstellungen und Aquarien des Haupthauses des Meeresmuseums in der Stralsunder Katharinenkirche werden im Ozeaneum auf der Hafeninsel fünf Dauerausstellungen gezeigt, die wir hier im Einzelnen vorstellen möchten. In allen Ausstellungen werden zahlreiche Präparate gezeigt, die die Vielfalt des Lebens im und unter Wasser veranschaulichen.

Weltmeer – Vielfalt des Lebens

Diese Ausstellung bildet die erste Station auf dem Rundgang durch das Ozeaneum. Sie widmet sich dem Thema Biodiversität der Meere. Verschiedene Wandelemente befassen sich mit den physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wassers verschiedener Meere, mit den Gezeiten, Wind und Wellen. Zudem gibt es Informationen zur geologischen Entwicklung der Meere, zum globalen Wasserkreislauf, zur Erdatmosphäre und zur Klimaerwärmung.

Ostsee – Das Meer in unserer Mitte

Die Dauerausstellung „Ostsee – Das Meer in unserer Mitte“ widmet sich dem Leben in der Ostsee. Unter anderem werden Gefährdungspotentiale wie Umweltverschmutzung, Schiffsverkehr und Pipelinewege thematisiert. Die Entstehung der Ostsee wird ebenso behandelt wie die Lebensräume und verschiedene Lebensformen.

Erforschung und Nutzung der Meere

Die Dauerausstellung „Erforschung und Nutzung der Meere“ zeigt, wie aufwändig die Meeresforschung ist. Sie greift zudem die Themen Überfischung, Umweltverschmutzung und Schifffahrt auf. Unter anderem werden historische Tauchhelme sowie Modelle von Satelliten und Forschungstauchbooten gezeigt. Der geneigte Boden der Ausstellung verleiht den Besuchern zudem im Zusammenspiel mit den mit einer Reling abgegrenzten Ausstellungsflächen das Gefühl, an Deck eines Forschungsschiffs zu sein.

Meer für Kinder

Diese Dauerausstellung richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Sie bietet die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem Thema Meer zu beschäftigen. Die kleinen Besucher können in einem Demonstrationsbecken unter Anleitung Einsiedlerkrebse, Muscheln und Seesterne hautnah erleben. Die Ausstellung ist im Stil eine begehbaren Dünenlandschaft aufgebaut, während der Außenbereich mit seiner überdimensionalen Seegraswiese als Spielplatz gestaltet ist. Hier können außerdem einige Humboldt-Pinguine beobachtet werden.

1:1 Riesen der Meere

Gemeinsam mit Greenpeace ist die Dauerausstellung „1:1 Riesen der Meere“ entstanden. Sie zeigt in einem rund 20 Meter hohen und 30 Meter langen Raum Wale und andere Riesen der Meere in ihrer originalen Größe. Die Modelle wurden aus Kunststoffen modelliert und anschließend naturgetreu koloriert. Zur Ausstellung zählen ein 26 Meter großer Blauwal, ein 16 Meter großer Buckelwal mit einem fünf Meter großen Jungtier, ein zehn Meter großer Schwertwal, ein 15 Meter großer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein vier Meter großer Mantarochen sowie ein drei Meter großer Mondfisch.

Leben unter Wasser: Die Aquarien des Ozeaneums

Die Aquarien des Ozeaneums sind ein absolutes Highlight. Hier können sich die Besucher einen unmittelbaren Eindruck vom Leben in den Weltmeeren verschaffen. Insgesamt bilden die Aquarien die Vielfalt des Lebens vom Stralsunder Hafenbecken über die Nordsee bis ins Nordpolarmeer ab. Gezeigt werden die marinen Lebensräume vom Bodden bis zum offenen Atlantik. Das größte Aquarium – das Schwarmfischbecken – erstreckt sich über eine Grundfläche von 300 Quadratmetern und fasst 2,6 Millionen Liter Wasser. Es verfügt über eine geschwungene, 10 × 5 Meter große und 30 Zentimeter dicke Panoramascheibe aus Acryl. Weitere große Aquarien fassen bis zu 200.000 Liter Wasser und sind zwischen zwei und vier Metern tief, während auch die kleineren Becken noch mehrere hundert Liter Wasser fassen.

Zum Hintergrund: Das Deutsche Meeresmuseum

Das Deutsche Meeresmuseum, zu dem das Ozeaneum gehört, will die Menschen für die Natur der Meere und Küsten interessieren. Zudem will es sensibilisieren für die Bedrohung und Zerstörung der Meere. Es beteiligt sich außerdem an der Erforschung der Ozeane. Das Museum setzt laut eigener Aussage Maßstäbe in der Museums-Architektur, in der Präsentation, in der Besucherlenkung und beim Publikumsservice. Es wird als Stiftung mit gesamtstaatlicher Bedeutung und im Interesse des Gemeinwohls geführt und wurde im Jahr 2010 als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet. Von der Eröffnung im Juli 2008 bis November 2017 wurden sechs Millionen Besucher gezählt.

Extra-Tipp: Ein Besuch während der Fütterungszeiten

Wer wissen möchte, was auf dem Speiseplan von Sandtigerhaien oder Robben steht, der sollte seinen Besuch zur Fütterungszeit planen. Alle Infos dazu, wann welche Tiere gefüttert werden, sowie alles andere rund ums Ozeaneum gibt es unter www.ozeaneum.de.

Dieser Artikel gehört zu den “Stralsunder Geschichte(n).
Weitere Artikel:

Teil 1 – Die St. Jakobi Kirche
Teil 2 – Das Ozeaneum
Teil 3 – Das Heilgeistkloster
Teil 4 – Der Hafen

Weitere Artikel folgen in regelmäßigen Abständen!

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