Freitag , 24. November 2017


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Die Route 27 – Südafrikas Geheimtipp entlang des Atlantischen Ozeans

Vom quirligen Stadtleben in Kapstadt führt die Route 27 entlang der Westküste vorbei an verträumten Dörfern, durch unverfälschte Natur und einsame Strände. Dabei punktet sie nicht nur mit eindrucksvoller Landschaft, sondern auch mit köstlichem Seafood, spannenden Tierbegegnungen sowie herzlichen Einwohnern.

Atemberaubende Küstenpanoramen, goldene Sandstrände und hautnahe Tierbegegnungen. In Südafrika finden Besucher eine Vielzahl an Traumrouten quer durch das Land am Kap, die sie dank der hervorragenden Infrastruktur auch individuell mit dem Mietwagen bereisen können. Wir stellen mit der Route 27 ein Kleinod am Atlantischen Ozean vor, das sich auch vor der bekannteren Garden Route nichtverstecken muss.

Die knapp 150 Kilometer lange Route 27 an der südafrikanischen Westküste beginnt in Kapstadt und führt vorbei am Bloubergstrand mit seinem bekannten Blick auf den Tafelberg über die Städte Darling und Yzerfontein, durch den West Coast National Park über Langebaan, Saldanha, Paternoster und Vredenburg und endet schließlich im Küstenort Velddrif. Auf der einen Seite der Straße schweift der Blick über weite offene Flächen, die sich für ein paar Wochen im südafrikanischen Frühling in ein Blütenmeer verwandeln, über Weingüter und Farmen, während auf der anderen Seite kleine, ursprüngliche Fischerdörfer und der oft wilde Atlantik mit steilen Felsen, azurblauen Lagunen und kleinen sandigen Buchten die Aussicht beherrschen. Menschenmassen und Trubel sucht man hier vergebens, dafür findet man Stille, Ursprünglichkeit und individuelle Begegnungen.

In den Fischerdörfern Langebaan, Saldanha oder Paternoster mit ihren weißen Häusern und bunten Booten locken Restaurants Besucher mit frischen, über dem offenen Feuer gegrillten, Langusten oder Tintenfisch. Besonders dieser Teil des Western Cape ist bekannt für seine frischen Produkte. An zahlreichen Straßenständen gibt es Köstlichkeiten nach geheimen Hausrezepten zu entdecken: Getrockneten Fisch oder lokalen Käse – ideal auch für ein Picknick an einem der vielen ruhigen Strände, wie dem Britannia Bay Beach oder den Calypso Beach. In der Lamberts Bay, Saldanha Bay und Port Nolloth finden sich Wale zum Paaren und Kalben in den Küstengewässern ein. Lizensierte Anbieter führen Besucher auf Whale Watching Touren in den Buchten zu den Meeresriesen. Zu den 37 Walarten, die Südafrikas Küstengewässer beheimaten, gesellen sich auf diesen Ausflügen auch oft Delfine und Seebären. Urlauber, die sich aktiv betätigen möchten, können sich beim Surfen, Tauchen, Paddeln und Wellenreiten im und auf dem Wasser austoben.

Foto: dein Südafrika.de

Im 30.000 Hektar großen West Coast National Park, der sich von Yzerfontein bis nach Langebaan zieht und die Langebaan Lagune umfasst, sind über 250 Vogelarten heimisch. Diese finden im hiesigen Feuchtgebiet zwischen Salzmarschen, Sandfeldern und Büschen einen hervorragenden Lebensraum. Reisende treffen auf Austernfischer, Flamingos, Kormorane, verschiedenste Möwenarten und Küstenscharben genauso wie auf Pinguine und Strauße. Weitere gute Gelegenheiten für Vogelbeobachtungen auf der Route 27 bieten sich im Rocherpan Nature Reserve sowie im Berg River Estuary. Zwischen August und September bietet die Region neben der Vielzahl an Vögeln auch Tausende von blühenden Wildblumen, die die Landschaft mit einem üppigen Farbteppich überziehen.

Dass man auch an der West Coast nicht auf Luxus verzichten muss, beweist das traumhafte Ferienhaus Silver Bay Villa genauso wie diverse Hotels und Guest Houses in allen Preiskategorien entlang der Küstenstraße. Selbstversorger können auch in einfachen Ferienunterkünften nächtigen. Wen es auf das Wasser zieht, der sollte sich in Kraalbaai ein Hausboot mieten.

Um Tiere geht es auch im West Coast Fossil Park bei Langebaan, nur haben diese vor circa fünf Millionen Jahren in der Region gelebt und sind größtenteils ausgestorben. Bei Minenarbeiten wurden hier im 20. Jahrhundert die reichsten fossilen Ablagerungen aus der Zeit des Miozän und frühen Pliozän entdeckt. Seit der Schließung der Mine in 1998 befindet sich dort ein Museum, das über die tierischen Bewohner der damaligen Zeit informiert. In Begleitung eines Forschers können die Ausgrabungsstätten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Unter den bisher gefundenen Arten befinden sich auch Gomphotheres (Elefanten mit vier Stoßzähnen), Säbelzahnkatzen, Sivatheres (eine ausgestorbene Giraffenart mit kürzerem Hals) und afrikanische Bären.

Ein weiterer Höhepunkt entlang der Route 27 ist !Khwa ttu, ein Kulturprojekt der hier beheimateten San-Bevölkerung. Auf geführten Touren und im Museum geben die San Wissenswertes über ihre damalige und heutige Lebensweise weiter und zeigen ihre Art der Herstellung von Utensilien oder Kunst. Für Übernachtungsmöglichkeiten stehen Gästehäuser oder Zeltcamps bereit.

Quellennachweis: SOUTH AFRICAN TOURISM

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