Donnerstag , 19. Oktober 2017
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Glanzvolle Spuren alten Adels

Es gibt viele Gründe, seinen Urlaub in der Schwäbischen Ostalb zu verbringen: unverfälschte Naturlandschaften, idyllische Seen, sehenswerte Städte, Kirchen und Kunstschätze. Besonders auffallend aber sind die vielen Burgen und Schlösser, die von den Anhöhen der Region grüßen. Warum also nicht einmal eine abwechslungsreiche Schlössertour unternehmen? Schließlich sind die Gemäuer nicht nur steinerne Zeugen vergangener Macht, sondern mit ihren Museen und Landschaftsgärten auch interessante Ausflugsziele. Ausführliche Informationen gibt es unter www.schwaebische-ostalb.de im Internet.

Empfehlenswerter Ausgangsort für eine solche Besichtigungstour ist das malerische Städtchen Ellwangen an der Jagst. Die umliegenden Schlösser sind schnell erreicht, in Ellwangen selbst gibt es zahlreiche Bau- und Kunstschätze zu entdecken. Zudem wartet hier hoch über der Stadt das erste Highlight der Tour. Die Schlossanlage, in der bis 1802 die Fürstpröpste residierten, geht auf eine mittelalterliche Burg zurück und wurde mehrmals umgestaltet. Besonders sehenswert sind der Renaissance-Arkadeninnenhof, das 1726 vollendete Treppenhaus mit einer doppelläufigen Treppe, die Kapelle mit zahlreichen Elementen aus der Renaissance sowie der prunkvolle Thronsaal im Schlossmuseum. Dort sind auch wertvolle Schrezheimer Fayencen und Porzellane sowie Sammlungen historischer Puppenstuben und Krippen ausgestellt.

Von den Anhöhen der Schwäbischen Ostalb grüßen viele Burgen und Schlösser. Ein prägnantes Beispiel ist das Schloss ob Ellwangen, in dem bis 1802 die Fürstpröpste residierten. Foto: djd/Touristikgemeinschaft Erlebnisregion Schwäbische Ostalb e.V.
Von den Anhöhen der Schwäbischen Ostalb grüßen viele Burgen und Schlösser. Ein prägnantes Beispiel ist das Schloss ob Ellwangen, in dem bis 1802 die Fürstpröpste residierten. Foto: djd/Touristikgemeinschaft Erlebnisregion Schwäbische Ostalb e.V.

Rund 30 Kilometer entfernt erwartet die Besucher bei Bopfingen mit Schloss Baldern ein Prunkstück barocker Baukunst. Die prachtvollen Salons und Gemächer zeigen noch das barocke Originalinventar, so dass man bei einer Führung einen guten Eindruck von der Wohnkultur einer adeligen Familie im 18. Jahrhundert bekommt. Besonders zu empfehlen sind Sonderführungen durch die Küchen- und Dienstbotenbereiche. Lustwandeln ist hingegen im ältesten barocken Heckengarten Europas auf Schloss Hohenstadt angesagt. Mit seiner Kugelbaumallee und dem kleinen Lustschlösschen erinnert er an die großen Gärten in Wien, Paris oder Versailles. Auch die Schloss- und Pfarrkirche, die zu den schönsten Bauten des “vorarlbergischen Barocks” gehört, sollte bei einer Besichtigung nicht fehlen.

Nicht weit entfernt erwartet Besucher bei Schloss Fachsenfeld eine acht Hektar große Parkanlage im englischen Stil. Sie zählt zu den schönsten Landschaftsgärten Baden-Württembergs und wartet mit zahlreichen exotischen Pflanzen und Baumarten auf. Nach dem Spaziergang kann man im schönen Jugendstilcafé eine Erfrischung genießen, bevor es mit den Schätzen im Schlossinneren weitergeht. Der heutige Schlossbau geht auf einen Herrschaftssitz aus dem 16. Jahrhundert zurück, er wurde aber im 19. Jahrhundert völlig umgestaltet. 1905 kam ein Erweiterungsbau mit Jugendstilbibliothek und zwei Galeriesälen hinzu. Beeindruckend ist die umfangreiche Gemäldesammlung schwäbischer Impressionisten sowie die “Garage des schnellen Barons” mit einmaligen Autoraritäten.

Über Lauchheim thront Schloss Kapfenburg. Im Schloss ist heute eine internationale Musikakademie untergebracht. Foto: djd/Touristikgemeinschaft Erlebnisregion Schwäbische Ostalb e.V.
Über Lauchheim thront Schloss Kapfenburg. Im Schloss ist heute eine internationale Musikakademie untergebracht. Foto: djd/Touristikgemeinschaft Erlebnisregion Schwäbische Ostalb e.V.

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